Remshalden

Bürgerdialog: So wollen Bürgerinnen und Bürger die Zukunft Remshaldens gestalten

Bürgerbeteiligungsforum
Rege Diskussionen bei der „Bürgerwerkstatt“ in der Wilhelm-Enßle-Halle. © ALEXANDRA PALMIZI

Der Weg Remshaldens in die Zukunft, und wie ihn Bürger, Ortsverwaltung und Gemeinderat gemeinsam gestalten können, war Thema der ersten „Bürgerwerkstatt“, zu der die Gemeinde am Samstag in die Wilhelm-Enßle-Halle nach Geradstetten eingeladen hatte. Es handelte sich um einen ganztägigen Workshop, bei dem von 10.30 bis 17 Uhr im Forum wie auch in einzelnen Arbeitsgruppen darüber diskutiert wurde, wie gemeinsam und in den Teilorten mit dem Klimawandel oder dem demografischen Wandel umgegangen werden soll.

Bauliche, soziale und kulturelle Zukunft Remshaldens in schweren Zeiten

Er freue sich, dass er fast hundert Teilnehmer aus allen Teilorten und Altersgruppen zu dieser Veranstaltung begrüßen könne, hieß Bürgermeister Reinhard Molt die Teilnehmer nach dem gemeinsamen einleitenden zweiten Frühstück willkommen. Er dankte ausdrücklich den Vereinen „Aufbruch“ und „Zusammen Zukunft gestalten“ für die Unterstützung bei der Vorbereitung und den Mitgliedern von Gemeinderat und Ortsverwaltung, die bei dem Workshop und als Ansprechpartner mit dabei seien.

Gegenstand über die anstehende Fortschreibung des Flächennutzungsplans sei die Gestaltung der baulichen, sozialen und kulturellen Zukunft Remshaldens in einer Zeit eher ungünstiger Rahmenbedingungen, die durch beschränkte finanzielle Möglichkeiten sowohl von Bund und Land wie auch der Gemeinde gekennzeichnet sei. „Allerdings hat es sich gezeigt, dass gerade in solchen Zeiten besonders interessante Ideen und Lösungen entwickelt werden, wenn angesichts fehlenden Geldes Kreativität und Gestaltungswillen zum Einsatz kommen.“ Ziel der Veranstaltung sei es, die Themen zu sammeln, die den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig seien und diese zu priorisieren. Allerdings handle es sich um kein Wunschkonzert, entscheiden müsse am Ende der Gemeinderat als Gremium.

Andrea Katz und Frieder Hartung, die als Vertreter des Vereins "Generationendialog Zukunft" den Tag moderierten, betonten, „es geht um Ihr Remshalden und dessen Bild in zehn bis 15 Jahren“. Die Bürgerwerkstatt stehe unter der Überschrift „Remshalden gestalten“ und sei Bestandteil eines Prozesses, der bereits im Frühjahr mit einer Klausurtagung des Gemeinderates initiiert wurde, an der auch Mitglieder des Jugendgemeinderats und des Seniorenrats beteiligt waren. Der nächste Schritt habe darin bestanden, dass Gemeinde und der Verein „Gemeinsam Zukunft gestalten“ mit ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern Themenfelder zur Entwicklung Remshaldens erarbeiteten und der Öffentlichkeit vorstellten.

Im Anschluss an diese Bürgerwerkstatt sollen im kommenden Frühjahr Arbeitsgruppen gebildet werden, die eigenverantwortlich die an diesem Samstag erarbeiteten Themenfelder weiterentwickeln. Deren Ergebnisse werden im November des kommenden Jahres in einer weiteren Bürgerwerkstatt vorgestellt und „nachjustiert“, so dass Anfang 2024 ein Konzeptentwurf dem Gemeinderat übergeben werden könne, der als „räumliches Leitbild" in den Flächennutzungsplan einfließen soll.

Bürgerinnen und Bürger formulieren einen bunten „Strauß an Ideen“

Er sei überrascht von dem „Strauß an Ideen“, begeisterte sich Bürgermeister Molt am Ende der Mammutveranstaltung. Große Themen seien die Stärkung der Vernetzung der örtlichen Vereine untereinander sowie mit Verwaltung, Handel und Dienstleistungssektor, ein weiterer Ausbau des Transports der Arbeit der Verwaltung nach außen, der Weg zur Klimaneutralität, Wohnen und Verkehr sowie der große Komplex Kinder, Jugend und Familie.

Gerade Letzteres zeige, dass man mit dem Familienzentrum, das gerade als Ergänzung zum Kinderhaus in Geradstetten entstehe, sich in die richtige Richtung bewege. Er sei sicher, dass sich Impulse in Bezug auf Bebauung und Außennutzung von Flächen, deren schonende und extensiviertere Nutzung als Impulse im Bebauungsplan wiederfinden werden.

Frieder Hartung ist begeistert vom Engagement der Remshaldener

Als äußerst produktiver Prozess, auf den man aufbauen könne, bewertete Frieder Hartung den Tag. Er ergänzte die von Molt angesprochenen Themenfelder noch um Energiegenossenschaften, den Ausbau der Radwege, Neue Mitte und Kelter, neue Wohnformen und Treffpunkte für die Bürger in den einzelnen Teilorten.

„Die Bürgerwerkstatt hat Lust gemacht, gemeinsam weiter dranzubleiben und die Dinge anzupacken.“ Beeindruckt haben ihn das große Gemeinschaftsgefühl und die vielen Menschen aus Remshalden und den Teilorten, die sich einbringen und etwas bewegen wollten.

Der Weg Remshaldens in die Zukunft, und wie ihn Bürger, Ortsverwaltung und Gemeinderat gemeinsam gestalten können, war Thema der ersten „Bürgerwerkstatt“, zu der die Gemeinde am Samstag in die Wilhelm-Enßle-Halle nach Geradstetten eingeladen hatte. Es handelte sich um einen ganztägigen Workshop, bei dem von 10.30 bis 17 Uhr im Forum wie auch in einzelnen Arbeitsgruppen darüber diskutiert wurde, wie gemeinsam und in den Teilorten mit dem Klimawandel oder dem demografischen Wandel umgegangen

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