Remshalden

Corona-Neueröffnung: Das Hirschstüble macht mit neuen Pächtern wieder auf

Hirschstüble
Markus Knauer und Sabine Bernauer übernehmen das Remshaldener Hirschstüble. © ALEXANDRA PALMIZI

Der eine oder andere hat es beim Vorbeigehen vielleicht bereits bemerkt: Im Hirschstüble in der Bahnhofstraße tut sich wieder etwas. Am Werkeln sind dort Markus Knauer und Sabine Bernauer. Die Weinstädter haben die Gaststätte übernommen, nachdem der alte Pächter aufhörte, und sind momentan in den letzten Zügen der Umgestaltung.

„In starken 14 Tagen könnten wir den Außenbereich öffnen“, sagt Markus Knauer. Die Betonung liegt hier natürlich auf dem Wort „könnten“, denn momentan ist noch nicht absehbar, wann die beiden tatsächlich Gäste empfangen dürfen. „Ich rechne erst nach Ostern damit, dass wir aufmachen können“, sagt der Gastronom. Und auch dann nur im Außenbereich. Trotzdem soll bis zur Öffnung auch der Innenbereich einen guten Eindruck machen – schließlich sollen die Gäste auch im Winter wiederkommen.

Die Gaststätte hat eine Überholung bekommen

Schon jetzt haben Markus Knauer und Sabine Bernauer der Gaststätte ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Der namensgebende Hirsch schaut den Gästen von einer der Wände beim Essen zu, hält sich aber sonst dezent im Hintergrund. Auch sonst ist das Design in schlichten Tönen gehalten. Im Außenbereich werden Tische stehen, auf dem Steg neben der Gaststätte wollen die Gastronomen gemütliche Lounge-Möbel unterbringen.

Bevor sie das Hirschstüble übernahmen, betrieben Markus Knauer und Sabine Bernauer im Sängerheim in Kernen-Stetten Knauers Weinbergtreff. Dort konnten sie aber nicht mehr weitermachen. Wir berichteten im vergangenen Jahr: Der Erbbaupachtvertrag der Gemeinde mit dem Gesangverein Frohsinn sollte aufgelöst werden. Bevor das Sängerheim in der Verantwortung der Gemeinde eventuell als Restaurant weiterbetrieben wird, soll es für umfangreiche Baumaßnahmen geschlossen werden. Die Gastronomen mussten sich also umorientieren. Dabei fiel die Wahl auf das Hirschstüble.

Gute Lage in Remshalden

„Wir haben uns vorher natürlich ein bisschen erkundigt“, erzählt Markus Knauer davon, wie die Entscheidung für Remshalden gefallen ist. „Uns hat besonders die Lage zugesagt.“ Die Gaststätte liegt direkt am Remstal-Radweg, außerdem ist der Bahnhof in der Nähe. „Wir sehen hier eine gute Möglichkeit und etwas, das zu uns passt“, sagt Markus Knauer. Für die Lage spreche auch: „Das Fahrradfahren hat seit Corona einen Riesenboom.“

Ob er und Sabine Bernauer sich Sorgen machen, weil sie mitten in der Pandemiezeit neu eröffnen? Nicht unbedingt. „Unser Vorteil ist, dass wir nicht zu weit weg gegangen sind“, sagt Sabine Bernauer. Einige ehemalige Stammgäste aus dem Stettener Sängerheim haben schon angekündigt, dass sie auch im Hirschstüble vorbeischauen wollen. Und auch die Resonanz aus Remshalden sei bislang positiv gewesen. Selbst Reservierungsanfragen gingen schon ein.

Was wird im Hirschstüble aufgetischt?

Durch die Krise sind die zwei bislang einigermaßen gut gekommen. „Wir werden nicht verhungern“, sagt Markus Knauer. Sabine Bernauer ergänzt: „Aber es wird schon langsam wieder Zeit, dass wir arbeiten können.“ Das Sängerheim konnte wie alle anderen Restaurants seit Beginn des zweiten Lockdowns nicht mehr öffnen. Auch Staatshilfen haben die beiden noch nicht bekommen. Finanziell wäre es also deutlich angenehmer gewesen, wenn die Weinstädter bei ihrer Neueröffnung mehr Spielraum gehabt hätten. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, ist Sabine Bernauer überzeugt.

Die Gestaltung muss zwar passen, damit sich die Gäste wohlfühlen, aber am wichtigsten ist den meisten Restaurantgästen wohl immer noch das Kulinarische. Was wird im Hirschstüble also in Zukunft aufgetischt? „Gutbürgerliches Essen“, kann Markus Knauer schon jetzt verraten. Rostbraten, Spätzle, Cordon bleu, vielleicht auch mal Kutteln oder ein gegrillter Fisch werden auf der Karte stehen. Sie soll eher übersichtlich werden, eine Vesperkarte mit einer Handvoll warmer Gerichte. Dazu kommen Tagesessen und Saisonales.

Im Sängerheim hat das Paar während der Pandemie kein Essen zum Mitnehmen angeboten, in Remshalden könnten sie sich das aber vorstellen. Und auch einem Mittagstisch wollen sie in Zukunft eine Chance geben. Geplant ist also einiges, bleibt nur noch die Frage: Wann dürfen die Gäste sich selbst vom neuen Hirschstüble überzeugen? „Sowie es wieder losgeht, schauen wir, dass wir dabei sind“, verspricht Markus Knauer.

Der eine oder andere hat es beim Vorbeigehen vielleicht bereits bemerkt: Im Hirschstüble in der Bahnhofstraße tut sich wieder etwas. Am Werkeln sind dort Markus Knauer und Sabine Bernauer. Die Weinstädter haben die Gaststätte übernommen, nachdem der alte Pächter aufhörte, und sind momentan in den letzten Zügen der Umgestaltung.

„In starken 14 Tagen könnten wir den Außenbereich öffnen“, sagt Markus Knauer. Die Betonung liegt hier natürlich auf dem Wort „könnten“, denn momentan ist noch

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