Remshalden

Diese 13 Bushaltestellen in Remshalden werden barrierefrei

Bushaltestelle
Die Tage dieser Busbucht sind gezählt, der Barrierefreiheit zuliebe hält der Bus bald auf der Straße. © Gabriel Habermann

Auf lange Sicht sollen alle Bushaltestellen in Remshalden barrierefrei werden. Zunächst einmal aber werden die 13 wichtigen in den fünf Gemeindeteilen in Angriff genommen. Der Gemeinderat hat jetzt die Verwaltung ermächtigt, die nötigen Ausgeben zu tätigen. Mit dabei im Plan sind die Haltestellen Buoch Gemeindehaus, Geradstetten Mitte, Geradstetten Rathaus, Grunbach Bahnhof, Grunbach Kelterstraße, Hebsack Lindenplatz und Rohrbronn. Dabei wurden zunächst wichtige und stark frequentierte Verteilerpunkte berücksichtigt: Zubringer, Abholer oder auch Haltestellen, in deren Nähe beispielsweise Seniorenwohnanlagen liegen. Die Haltepunkte sollen jeweils in beide Richtungen entsprechend den neuen Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes umgebaut werden.

Besser sichtbar, Höhen angeglichen

Was dafür getan werden muss? In den Aus- und Einstiegsbereichen sollen sogenannte Kasseler-Bordsteine mit einer Höhe von etwa 18 bis 20 Zentimetern eingebaut werden, um den Einstieg für die Verkehrsteilnehmer zu erleichtern. Die Unterkante des Busses trifft damit recht genau auf die Oberkante des Bordsteines, so dass Menschen mit einer körperlichen Einschränkung oder mit kleinen Kindern oder Kinderwagen im Schlepptau den Bus betreten oder aus ihm aussteigen können, ohne Stufen überwinden zu müssen. Zudem ist die Oberfläche strukturiert gestaltet, so dass Menschen mit einer Sehbehinderung sich leichter zurechtfinden können.

Bordsteinkanten können ausgetauscht werden

Wo die bestehenden Busbuchten ausreichend lang für die neuen Standard-Bausteine sind, können die Bordsteinkanten einfach ausgetauscht werden. An anderen Stellen aber können komplette Busbuchten wegen ihrer kurvigen oder zu kurzen Gestaltung nicht mehr verwendet werden. Prominentestes Beispiel ist die noch recht neue Haltestelle am Rathaus. Weil die dortige Bucht zu kurz ist, wird sie bis zur Straßenkante quasi mit Gehweg aufgefüllt. Der Bus hält dann auf der Straße stehend.

Ähnlich sieht es an der Sonnenbergstraße in Rohrbronn aus. Die vorhandene Bucht bleibt zwar erhalten, dient dann aber nur noch als Parkplatz für längere Pausen des Busfahrers. Der Ein- und Ausstieg wird künftig über eine gerade Kante an der Straße stattfinden. Dafür gab’s in der jüngsten Gemeinderatssitzung durchaus Kritik aus dem Gremium.

Bus hält künftig an manchen Stellen auf der Straße

Tobias Schädel (BWV), der es grundsätzlich für eine gute Sache hält, die Einstiegsbarrieren für die öffentlichen Verkehrsmittel zu beseitigen, sorgte sich, dass durch die auf der Straße haltenden Busse neue Barrieren im Verkehr entstünden.

Armin Wiesner (SPD) bestärkte die Sorgen von Gemeinrat Schädel bezüglich der neuen Hindernisse im Straßenverkehr, hielt die Umgestaltung, die durchaus viel Geld koste, aber für eine wichtig Maßnahme. Bürgermeister Reinhard Molt entgegnete hierzu, dass das durchaus positive Nebenwirkungen haben könnte. Schließlich würde der Verkehr auf diese Weise reduziert und verlangsamt. Eine ähnliche Situation gebe es bereits am Reinhold-Maier-Platz in Grunbach, und dort funktioniere das prächtig.

Barrierefreie Anreise zur Haltestelle nicht im Programm

Auch Klaus Schäufele (ALi) freute sich, dass die Haltestellen nun barrierefrei werden sollen, hakte aber nach, in welchem Radius dies denn passieren solle, schließlich müssten die Haltepunkte von den beeinträchtigten Personen auch irgendwie erreicht werden können. Bauamtsleiterin Mira Irion erklärt dazu, dass die Barrierefreiheit tatsächlich nur bis zur ersten Kreuzung förderfähig sei und sich die Verbesserungsmaßnahmen vorläufig auch nur auf diese Strecke beschränkten.

Was die Ausführung der Wartehäuschen betrifft, will man sich an der Gestaltung des vorhandenen Häuschens am Rathaus orientieren. Die Seitenwände sollen aus Glasscheiben bestehen, die Dächer geschlossen und nicht aus Glas gestaltet werden. „Ganz einfach und einheitlich durchs gesamte Gemeindegebiet“, erklärte Bürgermeister Reinhard Molt.

Die Kosten der Maßnahmen werden sich schätzungsweise auf insgesamt rund 775 000 Euro belaufen, die voraussichtlich vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) mit 421 000 Euro gefördert werden können. Damit verbleibt für die Gemeinde Remshalden ein Eigenanteil von voraussichtlich 354 000 Euro. Das geschätzte Ingenieurhonorar liegt zusätzlich bei rund 61 000 Euro. Die Umbaumaßnahmen sollen im Herbst dieses Jahres beginnen und 2022 abgeschlossen werden.

Auf lange Sicht sollen alle Bushaltestellen in Remshalden barrierefrei werden. Zunächst einmal aber werden die 13 wichtigen in den fünf Gemeindeteilen in Angriff genommen. Der Gemeinderat hat jetzt die Verwaltung ermächtigt, die nötigen Ausgeben zu tätigen. Mit dabei im Plan sind die Haltestellen Buoch Gemeindehaus, Geradstetten Mitte, Geradstetten Rathaus, Grunbach Bahnhof, Grunbach Kelterstraße, Hebsack Lindenplatz und Rohrbronn. Dabei wurden zunächst wichtige und stark frequentierte

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