Remshalden

In Geradstetten: Fünf Nosferatu-Spinnen auf einen Streich?

Nosferatu Leserfoto Schäfer
So sieht eine Nosferatu-Spinne aus. (Symbol) © Schäfer

Welch ein Empfang: Als eine Leserin unserer Zeitung jetzt aus dem Urlaub heimkam, traute sie ihren Augen kaum. Gleich fünfmal sichtete sie innerhalb von zwei Tagen Nosferatu-Spinnen in ihrem Haus in Geradstetten. Allerdings nur dreimal konnte sie das jeweils rund fünf Zentimeter große Tier festsetzen.

Die Tiere der anderen beiden Sichtungen saßen zu ungünstig im Eck, nicht praktikabel für die Sprudelglas-Postkarten-Fangmethode. Womöglich handelt es sich bei diesen Tieren also auch um doppelte Sichtungen eines einzelnen Tieres.

Angst habe sie keineswegs gehabt, erzählt die Leserin am Telefon, die nicht namentlich im Zusammenhang mit den ungebetenen achtbeinigen Gästen erwähnt werden will. Aber unangenehm sei’s natürlich durchaus gewesen. „Einfangen, atmen, wegbringen“ – sei ihre Devise gewesen. Grundsätzlich habe sie sich aber nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger geekelt als bei anderen Spinnen dieser Größe. Dass es sich um Nosferatu-Spinne handelt, bestätigte Robert Pfeifle vom Nabu nach einem Blick auf das von uns weitergeleitete Foto.

„Zoropsis spinimana“, so der korrekte Name, war früher eher im Mittelmeergebiet heimisch, vermutlich wegen des Klimawandels hat sie sich nun verstärkt in hiesigen Gefilden weiterverbreitet. Übrigens: Schon 2005 wurde das erste Exemplar in Baden-Württemberg gesichtet. Und unsere Leserin ist nicht die Einzige, die mehr als eine Spinne in ihrer Wohnung gesichtet hat. In einem dem Nabu Baden-Württemberg gemeldeten Fall sollen gleich 20 Exemplare mit einem Mal gesichtet worden sein.

Wie es dazu kommt, dass gleich mehrere der riesigen Spinnen bei ihr zu Hause Zuflucht gesucht haben, kann sich die Remshaldener Leserin und Spinnen-Finderin nicht erklären. Allerdings - das Haus liegt in einem Garten mit reichlich Baumbestand, Insekten gebe es also grundsätzlich viele.

Laut Nabu kann die Beinspannweite bei der Nosferatu-Spinne bis zu sechs Zentimeter betragen. Am Hinterleib hat sie nach hinten bis zur Hälfte drei längliche, dunkle Punkte, und Richtung Kopf eine Art Totenkopf-Zeichnung mit „Kräuselkragen“. Zwar kann die Spinne beißen, erklärte Pfeifle vom Nabu in einem Gespräch mit der Waiblinger Kreiszeitung, das tue aber nicht sehr weh. Im Zweifel würde sie zudem lieber fliehen als angreifen.

Der Spinnenexperte empfiehlt allen, die einer Nosferatu-Spinne begegnen, ein ausreichend großes Gefäß zur Hand zu nehmen, es über die Spinne zu stülpen, einen dünnen Karton zwischen Untergrund und Gefäß zu schieben – und den ungebetenen Gast draußen seinem Schicksal zu überlassen.

Welch ein Empfang: Als eine Leserin unserer Zeitung jetzt aus dem Urlaub heimkam, traute sie ihren Augen kaum. Gleich fünfmal sichtete sie innerhalb von zwei Tagen Nosferatu-Spinnen in ihrem Haus in Geradstetten. Allerdings nur dreimal konnte sie das jeweils rund fünf Zentimeter große Tier festsetzen.

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Die Tiere der anderen beiden Sichtungen saßen zu ungünstig im Eck, nicht praktikabel für die Sprudelglas-Postkarten-Fangmethode. Womöglich handelt es sich bei diesen Tieren

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