Remshalden

Internet- und Telefonausfall in Remshalden: Was wird dagegen getan?

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Symbolfoto. © pixabay.com/guvo59

Seit Montagnachmittag haben viele Remshaldenerinnen und Remshaldener kein Internet und Festnetz mehr. Bei Straßenbauarbeiten wurden drei Glasfaser- und ein Kupferkabel beschädigt. Nun arbeitet die Telekom an einer provisorischen Lösung. Der Telefon- und Internetanbieter hatte die Kabel laut der Gemeindeverwaltung vor etwa 20 Jahren nicht ordnungsgemäß verlegt.  Die Verbindung für die betroffenen Gebiete, Grunbach-Nord und Buoch, wiederherzustellen, soll bis Ende der Woche dauern. In der Zwischenzeit kämpfen nicht nur Privatleute mit Verbindungsproblemen, sondern auch die Unternehmer vor Ort.

„Es ist die Oberkatastrophe“, sagt zum Beispiel Sigrid Pressel. Die Gemeinderätin ist mit ihrem Druck-Unternehmen in der Olgastraße direkt betroffen und schildert, wie der Ausfall sie und andere beeinträchtigt. „Wir sind komplett abgeschnitten“, sagt sie. Die Firmen im Ort seien auf Internet und Telefon angewiesen, sitzen aber seit Montagnachmittag auf dem Trockenen. Besonders regt sie sich auch darüber auf, dass die Gewerbetreibenden so wenig Informationen zur aktuellen Sachlage bekommen.

"Es funktioniert mehr schlecht als recht."

„Niemand kommt zu den Betrieben“, sagt sie. Sie habe selbst Telekom-Mitarbeiter ansprechen müssen, um herauszufinden, was überhaupt los sei. Zwar gebe es die Option einer Rufumleitung aufs Mobiltelefon und sie habe nach viel eigenem Engagement einen mobilen WLAN-Hotspot, den „Magenta Zuhause Schnellstart“ bekommen, es sei aber einer der zwei letzten im Telekom-Laden in Waiblingen gewesen, viele andere hätten vermutlich Pech gehabt. „Es funktioniert mehr schlecht als recht“, berichtet sie zudem. „Mir gehen Aufträge flöten.“

Sie berichtet von anderen Betrieben, die ähnliche Probleme haben und betont: „Es ist ein Telekom-Fehler.“ Sie hätte erwartet, dass der Telefon- und Internetanbieter schnellstmöglich einen Techniker vor Ort schicke und sich um alternative Verbindungsmöglichkeiten für die Geschäftskunden kümmere, bis das reguläre Angebot wieder instand gesetzt sei. Aber auch Privatleute hätten durch den Ausfall natürlich Probleme. „In dem betroffenen Gebiet wohnen viele alte Leute“, so Pressel. „Die können nicht einmal den Arzt rufen.“ Manche der Seniorinnen und Senioren besäßen auch kein Mobiltelefon.

Warum nimmt die Wiederherstellung der Verbindung so viel Zeit in Anspruch?

Sowohl die Verwaltung als auch die Telekom meldeten zuletzt, dass die Verbindung bis Ende der Woche wiederhergestellt werden soll. Die Gemeinde besteht darauf, dass die Telekom die Kabel nun fachgemäß verlegt, damit sie nicht wieder beschädigt werden, sobald die nächsten Bauarbeiten anstehen. Das Telekommunikationsunternehmen hatte die Kabel lediglich zehn Zentimeter unter der Oberfläche verlegt, hätte sie aber eigentlich deutlich tiefer verlegen müssen. Aktuell wird allerdings nach Auskunft der Verwaltung erst einmal an einer provisorischen Lösung gearbeitet.

Die Telekom versucht jetzt nach Aussagen eines Sprechers, Baugruben zu öffnen, um Kabelstücke neu einzuziehen und sogenannte Muffen, ein Bauelement zur Verbindung zweier Kabel, zu installieren. An der Tiefenlage der Kabel verändert sich durch die provisorische Lösung laut der Verwaltung nichts, in einem zweiten Schritt müsse die Telekom das Problem aber angehen und eine neue, tiefere Trasse für ihre Kabel finden. Aktuell liegen diese über der Mühlbachverdolung, die an der Stelle verläuft, und damit viel zu hoch. Würden die Kabel so verbleiben, würden sie zum Beispiel bei Asphaltsanierungsarbeiten wieder beschädigt werden. Wie es dazu kam, dass die Telekom die Kabel falsch verlegte beziehungsweise dass das auch niemandem auffiel, sei nicht mehr nachvollziehbar, so die Verwaltung.

Seit Montagnachmittag haben viele Remshaldenerinnen und Remshaldener kein Internet und Festnetz mehr. Bei Straßenbauarbeiten wurden drei Glasfaser- und ein Kupferkabel beschädigt. Nun arbeitet die Telekom an einer provisorischen Lösung. Der Telefon- und Internetanbieter hatte die Kabel laut der Gemeindeverwaltung vor etwa 20 Jahren nicht ordnungsgemäß verlegt.  Die Verbindung für die betroffenen Gebiete, Grunbach-Nord und Buoch, wiederherzustellen, soll bis Ende der Woche dauern. In der

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