Remshalden

Nach Baustopp bei Museum Remshalden: Noch mehr Fassade muss saniert werden

Museumsanierung
Nach dem Baustopp im September geht es nun weiter. © Gaby Schneider

Lange war es ruhig ums Museum in Remshalden. Zunächst wurde saniert, dann passierte erst mal nichts. Seitlich eingerüstet stand es nun über Monate hinweg da. „Man hat sich schon gefragt, wie es denn jetzt weitergeht“, äußerte sich Ursula Zeeb (ALi-Fraktion) auch in der jüngsten Ausschusssitzung. Immerhin: Schon im vergangenen Jahr war die Gemeinde angetreten, das Museum Remshalden zu sanieren.

Reichlich Sanierungsarbeiten erledigt

Die gesamte Nordseite des Museums Remshalden war dafür eingerüstet worden. Feuchtigkeit und teils Schimmel hatten sich in den Holzbalken eingenistet. Besonders am Übergang zwischen Sandsteinsockel und Holzkonstruktion hatte die Feuchtigkeit massive Schäden hervorgerufen. Auch die Eckpfeiler mussten instand gesetzt werden. 113.000 Euro kostete das die Gemeinde jetzt.

Dann allerdings wurden weitere, unvorhergesehen Schäden entdeckt. Es gibt substanzielle Schäden und baukonstruktive Probleme. Und so kam es ab September 2021 zum Baustopp. Nach Abstimmungen mit der Stadt Fellbach, die am „Großen Haus“ in Schmiden ein ähnliches Problem zu lösen hatte, und der Unteren Denkmalschutzbehörde steht nun ein neuer Plan fest.

Schlagregenbretter werden angebaut

Nun müssen etliche Gefache, also die Füllungen zwischen den hölzernen Fachwerken, saniert werden. An der Nordseite liegt der Großteil der beschädigten Kassetten, aber auch an der Westseite müssen einige erneuert werden. Sogenannte Wetterfriese, auch Schlagregenbretter genannt, sollen außerdem angebracht werden, um künftig anfallenden Regen von dem Haus wegzuleiten.

Eine gute Lösung, fand auch Gemeinderat Dr. Uli Hasert (BWV). Der Fries, der auch mit den Anforderungen des Denkmalamtes zusammenpasst, füge sich in die Fläche ein. Außerdem fällt diese Lösung erheblicher günstiger aus als eine andere mögliche Methode: Hierbei müsste der Dachvorsprung entsprechend verlängert werden.

Schwalben nisten an der Westfassade

Gemeinderätin Ursula Zeeb, die außerdem Vorstandsmitglied des Nabu Remshalden ist, merkte an, dass man sich nun, da auch die Westfassade saniert werden müsse, nach den Brutzeiten der Schwalben richten müsse. Sie sind per Bundesnaturgesetz geschützt. Das Zerstören ihrer Nester ist nicht erlaubt.

Etliche von ihnen sind aber an der Westseite des Remshaldener Museums vorhanden. Kehren die Schwalben demnächst zurück, um darin ihren Nachwuchs großzuziehen, könnten die Handwerker nichts mehr ausrichten und müssten die Brutzeit abwarten. Stattdessen gebe es aber die Möglichkeit, die Nester an andere Gebäude in der nahen Umgebung umzusiedeln, so dass die Vögel in der Lage sind, sie dort wieder zu beziehen. Diesen Hinweis nahm man auf der Verwaltungsbank gerne auf.

Die zusätzliche Maßnahme an den Gefachen des Museums wird rund 187.000 Euro kosten und soll bis zum 1. August 2022 fertig sein, um nicht in Kollision mit den Ferien der Handwerker zu kommen.

Lange war es ruhig ums Museum in Remshalden. Zunächst wurde saniert, dann passierte erst mal nichts. Seitlich eingerüstet stand es nun über Monate hinweg da. „Man hat sich schon gefragt, wie es denn jetzt weitergeht“, äußerte sich Ursula Zeeb (ALi-Fraktion) auch in der jüngsten Ausschusssitzung. Immerhin: Schon im vergangenen Jahr war die Gemeinde angetreten, das Museum Remshalden zu sanieren.

Reichlich Sanierungsarbeiten erledigt

Die gesamte Nordseite des Museums Remshalden

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