Remshalden

Remshaldener Bürger wollen mehr mitreden und das Klima schützen

Klimaentscheid
Die Gruppe „Zusammen Zukunft gestalten“ (ZZG) hat ihre Unterschriftenliste für einen Klima-Bürgerentscheid bei Bürgermeister Molt (r.) abgegeben. 466 Remshaldenerinnen und Remshaldener haben unterschrieben. © Alexandra Palmizi

Knapp 500 Unterschriften haben die Engagierten der Initiative „Zusammen Zukunft gestalten“ (ZZG) jetzt an Remshaldens Bürgermeister Reinhard Molt übergeben. Mit dem Einwohnerantrag „Klimaentscheid Remshalden“ möchten sie unter anderem erreichen, dass die Gemeinde sich selbst verpflichtet, bis 2035 klimaneutral zu werden und dann alles daran setzt, um dieses Ziel zu erreichen. Energieeinsparungen, Nutzung erneuerbarer Energien und CO²-Kompensation wären damit zwingende Aufgaben. Wesentlich ist den Engagierten auch, dass die Bürger mehr und mehr in die Entscheidungen der Gemeinde eingebunden werden.

Kommunale Emissionen machen nur rund zehn Prozent aus

Bei Bürgermeister Reinhard Molt rennen die Aktiven der ZZG damit offene Türen ein. Längst hat er das Thema Klimaschutz zur Chefsache erklärt. Die derzeit noch gesuchten, interkommunalen Klimaschutzmanager für die Gemeinden Remshalden, Kernen, Winterbach sollen als Stabsstellen direkt neben den Bürgermeistern angesiedelt werden. Und: Das Thema Bürgerbeteiligung halte er gerade bei diesen Themen für zentral. „Die kommunalen Emissionen machen schließlich nur zehn Prozent aus“, erklärt er. Ohne das Mitanpacken der Bürger, aber auch der Unternehmen vor Ort könne das Unterfangen „Klimaneutrales Remshalden“ nur schwerlich gelingen. Drum sei dieses Thema auch im Rahmen des anstehenden Wirtschaftsforums ein wesentlicher, zu besprechender Themenkomplex. Schließlich müssten die Unternehmer selbst entsprechende Wege einschlagen und dies nicht nur motiviert durch die CO²-Bepreisung.

Klimaentscheid kommt im Januar in den Gemeinderat

Molt hat mit den Vertretern der Initiative nun besprochen, dass ihr Anliegen in der ersten Januarsitzung des Gemeinderates auf die Tagesordnung kommen soll. Er empfinde es als sehr angenehm, dass die Mitstreiter der ZZG nicht nur Aktionen von der Gemeinde fordern, sondern auch selbst mitanpacken wollen, dass sie Bürger mobilisieren wollen, gemeinsam in Richtung Klimaneutralität aufzubrechen.

Kerstin Disse, Michaela Bacher und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter von der ZZG haben in der Zeit des Unterschriftensammelns spannende Begegnungen gemacht. Disse berichtet: „Ich bin häufig mit dem Rad durch den Ort gefahren, hab unseren Flyer eingeworfen oder bin ins Gespräch mit den Leuten gekommen, die gerade in ihrem Garten gearbeitet haben.“

Klimaschutz kann auch persönlich unbequem werden

Dabei seien die unterschiedlichsten Gespräche zustande gekommen. Natürlich seien sie auch auf Ablehnung gestoßen, häufig aus Angst davor, dass eine Unterschrift und ein positives Ergebnis des Bürgerentscheides auch persönlich relevante Folgen haben könnte. Klar ist: Auch wenn nicht sämtliche Häuslesbesitzer gezwungen werden können, ihre alten Ölheizungen gegen moderne Wärmepumpen oder Solaranlagen auszutauschen – wer den Kampf gegen den Klimawandel ernst nimmt, wird nicht umhinkommen, die persönliche Lebensführung zu prüfen und womöglich an der ein oder anderen Stelle nachzujustieren.

Dennoch: „Die meisten Menschen, mit denen wir gesprochen haben, haben auch unterschrieben“, berichtet Kerstin Disse. Auch wenn manche Zeit und viele Informationen brauchten - die gesammelten Unterschriften bestätigten den Aktiven, auf dem richtigen Weg zu sein. „Das ist vor allem ein Erfolg der Bürgerinnen und Bürger“, fasst Michaela Bacher zusammen.

Knapp 500 Unterschriften haben die Engagierten der Initiative „Zusammen Zukunft gestalten“ (ZZG) jetzt an Remshaldens Bürgermeister Reinhard Molt übergeben. Mit dem Einwohnerantrag „Klimaentscheid Remshalden“ möchten sie unter anderem erreichen, dass die Gemeinde sich selbst verpflichtet, bis 2035 klimaneutral zu werden und dann alles daran setzt, um dieses Ziel zu erreichen. Energieeinsparungen, Nutzung erneuerbarer Energien und CO²-Kompensation wären damit zwingende Aufgaben. Wesentlich

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