Remshalden

Was tun, wenn das Auto brennt?

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Die Zuschauer staunen nicht schlecht über die Szenen, die sich in Remshalden abspielen. © ZVW/Alexandra Palmizi
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Rauch zieht auf, als die Feuerwehr den brennenden Pkw löscht.
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Eine Freiwillige spielt mit und lässt sich erstversorgen. © ALEXANDRA PALMIZI

Remshalden-Grunbach. In der Alfred-Klingele-Straße im Grunbacher Industriegebiet steigt am Samstag plötzlich dichter brauner Qualm auf. Neben einer quietschgelben Hüpfburg und einigen Fressbuden brennt hier ein kleiner roter Opel. Die Freiwillige Feuerwehr Remshalden hat im Rahmen ihres Feuerwehrfests eine Übung vorbereitet, bei der ein echter Einsatz simuliert wird. Auch die Einsatzgruppe Akut des DRK-Ortsvereins Remshalden ist mit am Start.

Wenn aus einem Auto plötzlich Rauch aufsteigt, kann man eigentlich nur eines tun: den Notruf 112 wählen und die Feuerwehr allarmieren. So fängt auch die heutige Übung an, Vize-Kommandant Jürgen Knauer moderiert das Geschehen und gibt dem Publikum bei dieser Gelegenheit auch Tipps, wie man sich im Fall eines solchen Unfalls richtig verhält. „Egal, was ist, immer den Notruf wählen“, betont er. Selbst wenn bereits mehrere Helfer an der Unfallstelle sind, sei das schließlich keine Garantie dafür, dass die Einsatzkräfte schon alarmiert sind. Wenn man dann die Leitstelle am Hörer hat, gilt erst mal: ruhig bleiben. Um zu reagieren und das Geschehen besser einschätzen zu können, müssen vor allem die drei großen W-Fragen beantwortet werden: Wer ruft an? Wo ist der Unfall? Wie viele Verletzte?

Remshaldener Wehr in der Regel zehn Minuten nach Notruf am Einsatzort

Die Remshaldener Feuerwehr ist in der Regel zehn Minuten nach Notruf am Einsatzort, die für Baden-Württemberg vorgegebene Hilfsfrist beträgt zehn bis 15 Minuten. „Zehn Minuten können ziemlich lang sein“, verweist Vize-Kommandant Jürgen Knauer mit einem Blick auf den inzwischen lichterloh brennenden Pkw. Gerade als die Windschutzscheibe der Hitze nicht mehr standhält und ein beeindrucktes Raunen durch die Zuschauermenge geht, als sie mit einem lauten Knacken in sich zusammenfällt und den lodernden Flammen Platz macht, ertönt die Sirene – das Löschgruppenfahrzeug ist da.

Ein neunköpfiges Team der Feuerwehr kommt zum Einsatzort

Das neunköpfige Team springt heraus, jetzt beginnt die eigentliche Show. Der Gruppenführer, erkenntlich an einer blauen Weste, nähert sich als Erster dem brennenden Fahrzeug. „Er kundschaftet die Situation aus und verteilt dann die Aufgaben“, erklärt Knauer. Die Besatzung ist in drei Trupps aufgeteilt: Der Wassertrupp hat als Allererstes den Hydranten geöffnet und die Schläuche angeschlossen, der Angriffstrupp nimmt die eigentliche Löschung vor. Dabei tragen die Männer Atemschutzgeräte, denn der Rauch, der beim ersten Kontakt mit dem Wasser aus dem Auto quillt, hüllt sie völlig ein. Einer der Männer bearbeitet die Motorhaube, zuerst mit einem Pickel, dann mit einer speziellen Spreizschere. Denn solange es im Motorraum weiterbrennen kann, ist die Gefahr nicht gebannt. Der dritte Trupp sind die sogenannten Melder, sie übernehmen besondere Aufgaben, betreuen Verletzte und sorgen für einen klaren Informationsfluss zwischen den Besatzungsmitgliedern.

Währenddessen ist auch der Rettungswagen der Einsatzgruppe Akut des DRK Remshalden eingetroffen. Eine Freiwillige lässt sich erstversorgen, mit Infusion und Sauerstoff präparieren und dann in den Krankenwagen verfrachten.

Aus dem ausgebrannten Wrack steigt endlich kein Qualm mehr auf. Nachdem der Angriffstrupp den Innenraum, den Motorraum und die Radkästen gründlich abgelöscht hat, meldet der Gruppenführer dem Vize-Kommandanten: Das Feuer ist aus, die Gefahr gebannt. „Jetzt würde eigentlich noch der Abschleppwagen kommen“, so Knauer. Im heutigen Fall warten auf die Zuschauer aber eher ein kühles Bier und eine Rote Wurst.

Remshalden-Grunbach. In der Alfred-Klingele-Straße im Grunbacher Industriegebiet steigt am Samstag plötzlich dichter brauner Qualm auf. Neben einer quietschgelben Hüpfburg und einigen Fressbuden brennt hier ein kleiner roter Opel. Die Freiwillige Feuerwehr Remshalden hat im Rahmen ihres Feuerwehrfests eine Übung vorbereitet, bei der ein echter Einsatz simuliert wird. Auch die Einsatzgruppe Akut des DRK-Ortsvereins Remshalden ist mit am

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