Rudersberg

Brand in Rudersberg-Schlechtbach: Scheune zerstört, Kuhstall knapp gerettet

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Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte die Scheune lichterloh. © Feuerwehr Rudersberg
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Schuppenbrand, Hohlgasse, Rudersberg-Schlechtbach, 22.12.2022.
Großeinsatz für die Feuerwehr: Die Scheune und der Inhalt waren nicht mehr zu retten. © Benjamin Beytekin

Im Rudersberger Ortsteil Schlechtbach ist am Donnerstagabend (22.12.) die Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebs samt den dort geparkten Fahrzeugen und abgestellten Geräten von einem Feuer zerstört worden.  Als die Nachbarn Landwirt Gerhard Klotz rausklingelten, stand das Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Es blieb ihm nur, mit Hilfe der Nachbarn die Tiere aus dem benachbarten Stall in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr sei gerade noch rechtzeitig gekommen, sagt er am Morgen danach. Der Brand sei kurz davor gewesen, auf den Kuhstall überzugreifen.

Klotz steht vor den verkohlten Resten seiner Scheune in der Brunnenbergstraße. Zwei völlig ausgebrannte Autowracks sind dort zu sehen, Anhänger und kaum noch zu erkennende, zerstörte landwirtschaftliche Geräte. Auch ein Motorrad wurde Opfer der Flammen. Aber das Wichtigste: Kein Tier und kein Mensch kamen zu Schaden.

Das ist für Gerhard Klotz dem schnellen und effizienten Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken, sonst hätte auch der benachbarte Kuhstall mit gebrannt. „In den nächsten zehn Minuten wäre es vorbei gewesen“, ist er sicher. „Da hat nicht viel gefehlt.“ Die Regentonne vor dem Stall, dessen Fassade teilweise aus Holz ist, sei schon geschmolzen gewesen. Die Brandursache ist noch völlig unklar. „Keine Ahnung", sagt Gerhard Klotz. Es gebe lediglich Vermutungen, dass es ein technischer Defekt sein könnte.

Mit dem Feuerlöscher war nichts mehr zu machen

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagabend um kurz vor 22 Uhr alarmiert, von den Nachbarn, die den Brand bemerkten. Er habe abends die Kinder ins Bett gebracht und sich selbst auch hingelegt, erzählt Gerhard Klotz. Dann hätten die Nachbarn Sturm geklingelt. Er habe selbst noch versucht, mit dem Feuerlöscher etwas zu retten, aber das sei unmöglich gewesen. Zu stark brannte die Scheune schon. Es seien auch dort gelagerte Reifen geplatzt. „Da hat man gemerkt, jetzt muss man sich einfach in Sicherheit bringen“, sagt Klotz.

Die Sorge des Landwirts galt dann schnell seinen etwa 30 Kühen, einige davon trächtig, und den 50 bis 60 Kälbern im benachbarten Stall. Mit Hilfe der Nachbarn evakuierte er die Tiere aus dem besonders gefährdeten Teil des Stalls. Sie kamen vorübergehend in einer Scheune unter. Das Vieh aus dem anderen Stallteil ließen sie danach nach draußen in den Auslauf. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war und die Feuerwehr Entwarnung geben konnte, durften die Tiere dann aber auch schnell zurück in den Stall.

Etwa um 23 Uhr hatte die Feuerwehr laut Kommandant Steffen Knödler den Brand im Griff. Die Löscharbeiten dauerten dann aber insgesamt noch bis etwa 2.30 Uhr. Neun Fahrzeuge der Feuerwehren aus Rudersberg und Fellbach und 47 Einsatzkräfte waren vor Ort. Am Morgen danach wurde die Feuerwehr dann kurz vor 10 Uhr noch einmal alarmiert und rückte erneut mit drei Fahrzeugen und 17 Kräften aus. Es seien wieder Glutnester in der Scheune aufgetaucht, sagt Steffen Knödler.

Löschen unter erschwerten Bedingungen

In der Nacht sei es zuvorderst wichtig gewesen, den Stall und das angrenzende Wohnhaus zu schützen, so der Kommandant. Die Löscharbeiten liefen unter erschwerten Bedingungen ab: Das Wasser musste die Feuerwehr aus der Wieslauf pumpen. Der Rettungsdienst war ebenfalls im Einsatz und kümmerte sich um Menschen, die beim Versuch, das Feuer selbst zu löschen, Rauch eingeatmet hatten.

Gerhard Klotz ist es wichtig, im Namen der ganzen Familie Klotz, insbesondere der Feuerwehr, aber auch allen anderen Einsatzkräften von DRK und Polizei, die vor Ort waren, für ihren Einsatz zu danken. Auch seinen Nachbarn ist er für ihre selbstlose Hilfe in der Brandnacht sehr dankbar.

Der Sachschaden liegt laut Polizei nach ersten Schätzungen bei einer Höhe von rund 60.000 Euro.

Zur Brandursache ermittelt das Polizeirevier Schorndorf, wie es in einer Mitteilung der Behörden am Freitagmorgen hieß.

Im Rudersberger Ortsteil Schlechtbach ist am Donnerstagabend (22.12.) die Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebs samt den dort geparkten Fahrzeugen und abgestellten Geräten von einem Feuer zerstört worden.  Als die Nachbarn Landwirt Gerhard Klotz rausklingelten, stand das Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Es blieb ihm nur, mit Hilfe der Nachbarn die Tiere aus dem benachbarten Stall in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr sei gerade noch rechtzeitig gekommen, sagt er am Morgen

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