Rudersberg

Erst für Steinenberg, dann für ganz Rudersberg eingesetzt: Kurt Widmaier ist tot

kurt widmaier
Kurt Widmaier vor seinem kürzlichen Tod. © Tino Widmaier

Mit dem kürzlich verstorbenen Kurt Widmaier hat Steinenberg eine Persönlichkeit verloren, die den Ort in den letzten sechs Jahrzehnten geprägt hat - das findet der Steinenberger Ortsvorsteher Wilfried Hägele und dem würden vermutlich viele Rudersberger zustimmen.

Schon in jungen Jahren übernahm Kurt Widmaier laut Hägele Verantwortung in der Kommunalpolitik, war von 1965, bis Rudersberg und Steinenberg sich zusammenschlossen, Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister und danach bis 1999 Ortschaftsrat in Steinenberg und Gemeinderat in Rudersberg. Seit 1965 war er auch in der Freiwilligen Feuerwehr Steinenberg/Rudersberg, war Brandmeister, Abteilungskommandant in Steinenberg, Ehrenkommandant der Feuerwehr Rudersberg. Ausgezeichnet wurde er dafür mit der Ehrennadel in Gold, für sein Engagement für die Gemeinde Rudersberg bekam er zudem deren Verdienstmedaille in Gold.

Vielseitig interessiert

Auch die anderweitigen Interessen von Kurt Widmaier waren vielfältig: Er war im Liederkranz Steinenberg aktiv, wurde durch den Schwäbischen Chorverband für 40 Jahre und den Deutschen Chorverband für 50 Jahre aktives Singen geehrt. Zudem engagierte er sich im Obst- und Gartenverein und im Kleintierzüchterverein Schorndorf. Gelernt und auch ausgeübt hatte er laut Wilfried Hägele den Beruf des Wagners.

In Steinenberg und Umgebung sei er als Holzsäger bekannt und gefragt gewesen. Zudem war er Aufsichtsrat bei der ehemaligen Volksbank Schorndorf eG. „Er war einfach eine ortsprägende Persönlichkeit, einer, der mit vielen Menschen etwas zu tun hatte, das sieht man an diesen vielen Daten“, sagt Wilfried Hägele. Er habe Kurt Widmaier als sehr geradlinig erlebt, als jemand, der sagte, was er meinte, aber nie mit der Absicht, andere zu verletzen. Eine Person, auf die die Steinenberger und Rudersberger zukommen konnten, wenn sie ein Anliegen hatten.

„Er hat für uns Kinder wirklich alles gemacht“

So engagiert wie in der Gemeinde war Kurt Widmaier auch für seine Familie. „Er hat für uns Kinder wirklich alles gemacht“, sagt sein Sohn Tino Widmaier über den Verstorbenen. Er habe sehr viel gearbeitet, so dass die Familie in den Urlaub gehen konnte, sich in den Schulen der Kinder engagiert und immer hinter ihnen gestanden.

„Er war ein sehr diplomatischer Mensch und hat uns beigebracht, dass man die Dinge immer von zwei Seiten betrachten muss“, so Tino Widmaier. Trotz seiner vielen Aktivitäten: Als die ersten Enkele und dann Urenkele da waren, habe er alles stehen und liegen lassen, um sich mit ihnen zu beschäftigen. Und habe er einmal mit seinen Kindern geschimpft, dann habe er ihnen auch gleich eine Möglichkeit aufgezeigt, wie sie es besser machen können. In der Familie sei er der „ruhende Pol“ gewesen.

Mit dem kürzlich verstorbenen Kurt Widmaier hat Steinenberg eine Persönlichkeit verloren, die den Ort in den letzten sechs Jahrzehnten geprägt hat - das findet der Steinenberger Ortsvorsteher Wilfried Hägele und dem würden vermutlich viele Rudersberger zustimmen.

Schon in jungen Jahren übernahm Kurt Widmaier laut Hägele Verantwortung in der Kommunalpolitik, war von 1965, bis Rudersberg und Steinenberg sich zusammenschlossen, Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister und danach

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