Rudersberg

Feuerwerke in Rudersberg ärgern Anwohner, stören Tiere

Festtage: Feuerwerk
So schön es auch glitzert, Anwohner und Tier-Besitzer hat das häufige Böllern in Zusammenhang mit einem Rudersberger Veranstaltungszentrum in der Vor-Corona-Zeit gestört. © Benjamin Büttner

Böller und Raketen haben in Oberndorf zuletzt immer wieder für Verärgerung gesorgt. Bevor nämlich Corona erneut das gesellschaftliche Leben ausbremste, wurden im Rahmen von Feierlichkeiten rund um ein neues, aber dennoch schon sehr beliebtes Veranstaltungszentrum immer wieder Feuerwerke gezündet. Immerhin - für viele ist’s ein schöner Abschluss eines rauschenden Festes, wenn sich Glitzerregen über die feiernden Gäste ergießen. Aufgrund der Topografie vor Ort zerplatzen die weiter unten im Flecken gezündeten Feuerwerkskörper aber in der Nähe der Oberndorfer Siedlung. Die Trichterwirkung, die durch die umliegenden Hügel entsteht, tut ihr Übriges.

Tiere von Fluchttrieb gebeutelt

Wer Tiere hat, weiß, was es bedeutet, wenn sie plötzlich in der Nacht erschreckt werden. Und so hätten sich, berichtete Gemeinderätin Alexandra Stilz (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gremiums, etliche Anwohner bei ihr gemeldet, deren Tiere von den Feuerwerken empfindlich gestört worden seien. „Die Anwohner dort haben massive Bedenken.“ Bei dort weidenden Schafen würde bei solch plötzlichen Detonationen unmittelbar der Fluchttrieb geweckt werden. Auch dort untergebrachte Pferde reagierten empfindlich auf solch unerwartete Geräuscheinwirkungen.

Stilz regte nun an, nach einer Lösung für dieses Problem zu suchen. Bürgermeister Raimon Ahrens allerdings wusste zu berichten, dass der Gemeinde die Hände gebunden sind, wenn das entsprechende Feuerwerk von einem professionellen Pyrotechniker ausgeführt werde. Wer nämlich mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern sein Geld verdient, darf dies grundsätzlich auch unter dem Jahr tun. Und: Dabei ist er nicht nur auf Kleinfeuerwerkskörper begrenzt. Professionelle Pyrotechniker dürfen auch großkalibrige Mittel- und Großfeuerwerke zünden. Die verursachen naturgemäß eine erheblich größere Lautstärke. An Material für solches kommen Menschen ohne sprengstoffrechtliche Erlaubnis gar nicht heran.

Einkauf nur mit Bescheinigung

Ohne Erlaubnis dürfen Privatleute maximal Feuerwerke der Kategorie 2, also in der Größenordnung eines Silvesterfeuerwerks, abbrennen. Dies allerdings nur am 31. Dezember und am 1. Januar eines jeden Jahres. Möchten sie ein solches unter dem Jahr in die Luft schießen, muss die Behörde über diesen Antrag entscheiden. Mit einem positiven Entscheid in der Tasche dürfen auch sie bei Händlern für Pyrotechnik einkaufen gehen. Ohne solch eine Bescheinigung gibt’s weder Rakete noch Böller für Hobby-Feuerwerker zu kaufen.

Großzügig bei den Anträgen

Bürgermeister Raimon Ahrens erklärte im Rahmen der Gemeinderatssitzung, dass man im Rathaus, wenn es nur irgend möglich sei, solchen Anträgen stattgebe. Natürlich werde vor jeder Zusage geprüft, auch in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, ob aus Brandschutzgründen etwas gegen ein solches Feuerwerk spreche. Wenn dahingehend keine Sorgen bestünden, positioniere man sich lieber großzügig. Schließlich sei es besser, zu wissen, wann und wo sowie mit welchem Material Feuerwerke stattfinden, als wenn die Rudersberger aus Sorge vor einer Ablehnung ihre Raketen heimlich in die Luft jagten. Dann könnte ein möglicherweise notwendiger Einsatz der Feuerwehr nur verzögert stattfinden. Abgesehen davon sei die Nachverfolgbarkeit illegal abgebrannter Feuerwerke eher schwierig. Drum halte man im Rathaus nichts davon, Anfragen nach Privatfeuerwerken kritischer zu betrachten. Ohnehin seien es nicht übermäßig viele Anfragen, die dahingehend pro Jahr ans Rathaus gestellt würden. Und für professionelle Pyrotechniker bestehe ohnehin nur eine Anzeige-Pflicht. Der Vorschlag der Verwaltung auf die „Anfrage“: erst mal abwarten, was passiert, wenn die Zeiten wieder feierfreier werden.

Das Pandemiejahr sei in jedem Fall keine gute Referenz, diese Frage endgültig zu beantworten.

Böller und Raketen haben in Oberndorf zuletzt immer wieder für Verärgerung gesorgt. Bevor nämlich Corona erneut das gesellschaftliche Leben ausbremste, wurden im Rahmen von Feierlichkeiten rund um ein neues, aber dennoch schon sehr beliebtes Veranstaltungszentrum immer wieder Feuerwerke gezündet. Immerhin - für viele ist’s ein schöner Abschluss eines rauschenden Festes, wenn sich Glitzerregen über die feiernden Gäste ergießen. Aufgrund der Topografie vor Ort zerplatzen die weiter unten im

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