Rudersberg

Im Adventswald kann jetzt auch geheiratet werden

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In dieser adventlich gestimmten Umgebung kann ab sofort auch geheiratet werden. © Zürn/ZVW

Rudersberg. Im zwölften Jahr seines Bestehens präsentiert sich der Rudersberger Adventswald besonders üppig. 21 Essens- und 16 Kunsthandwerkstände locken die Besucher ab diesem Freitag an jedem Adventswochenende ins Wieslauftal. Nun steht auch die erste Hochzeit an. Denn ab diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, sich zwischen Fichten und Tannen trauen zu lassen.

Hier finden Sie eine Karte mit den Weihnachtsmärkten im Rems-Murr-Kreis.

„Das ist schon ein ganz besonderes Flair“, sagt Raimon Ahrens. Der neue Bürgermeister von Rudersberg war in der Vergangenheit häufiger zu Gast im Adventswald. Zum ersten Mal darf er in diesem Jahr nun der Gastgeber sein. Und Ahrens ist voller Vorfreude auf die nächsten Wochen, in denen auf dem Alten Rathausplatz und um die Kirche die Vorfreude auf Weihnachten angeheizt wird. „Das hat eine Strahlkraft in die Region hinaus“, sagt er nicht ohne Stolz.

Das außergewöhnliche Ambiente, das dort zwischen 20 Meter hohen Bäumen entsteht, hat sich längst auch über das Wieslauftal hinaus herumgesprochen. Michaela Spichal-Mößner, Tourismus- und Wirtschaftsförderin der Gemeinde, hat bereits Anfragen von Busgruppen, teils aus dem Ausland, erhalten. Auch Firmen, Kindergärten oder Schulklassen haben den Adventswald für sich entdeckt – und außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten die Möglichkeit, das Gelände zu buchen.

Dieses Jahr gibt es etwas mehr Platz, da zwei Gebäude abgerissen wurden

20 000 bis 25 000 Besucher kommen im Schnitt pro Wochenende auf den Weihnachtsmarkt. Mehr sollten es aus Sicht der Tourismusförderin auch nicht sein, sonst würde die gemütliche Atmosphäre zu sehr leiden. Dieses Jahr hat der Adventswald aber ausnahmsweise zusätzliches Potenzial. Steht doch zum ersten und wohl einzigen Mal mehr Platz am Bahnhofweg zur Verfügung. Dort wurden jüngst zwei Häuser abgerissen. Wo im kommenden Jahr aller Voraussicht nach neuer Wohnraum entsteht, bieten an den Adventswochenenden Kunsthandwerker ihre Waren feil.

Für Bürgermeister Ahrens hat der neu entstandene Raum noch einen weiteren Vorteil: Wird doch damit die Sichtachse freigelegt vom Bahnhof bis zur Johanneskirche auf die, wie er es nennt, „Rudersberg Skyline“. Passenderweise wird es deshalb erstmals auch einen festen „Instagram-Point“ geben. Dort können Besucher sich also vor dem Hintergrund des adventlichen Rudersberg fotografieren und die Bilder dann bei dem sozialen Netzwerk unter dem Stichwort #adventswald teilen.

Heiraten im Wald

Die meisten Stände sind am Montag bereits platziert. Auch die fünfzehn mächtigen Nadelbäume aus dem Schwäbischen Wald sind eingelassen und an ihren Stämmen mit Hackschnitzeln aus dem Gemeindewald aufgefüllt. Wie gehabt, handelt es sich bei den Bäumen um Spenden von Bürgern. Die Gemeinde musste sie nur noch fällen, transportieren und auf dem Alten Rathausplatz aufbauen. Auch die Sicherheitstechnik ist dem Bürgermeister zufolge gut bestückt. Wie vergangenes Jahr werden ein Lastwagen und Sandsäcke die Veranstaltung schützen. Das Rote Kreuz, die Feuerwehr sowie ein Sicherheitsdienst werden in der Nähe beziehungsweise vor Ort sein. Das Grundgerüst für den Adventswald steht also. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Ahrens, der das große Engagement aller Beteiligten lobt und weiß: „Es ist viel Arbeit, die da drinsteckt.“ Doch bis wirklich Weihnachtsmarkt-Flair auf dem Alten Rathausplatz aufkommt, gibt es einiges zu tun. In den nächsten Tagen wird die Adventswelt deshalb noch ordentlich herausgeputzt.

Dafür gibt es in diesem Jahr ja auch noch einen zusätzlichen Grund: nämlich die Möglichkeit, sich inmitten der Nadelbäume trauen zu lassen. 2017 hatte die Gemeinde auf dem Markt dafür bereits geworben. Nun findet im Adventswald tatsächlich die erste Hochzeit statt. „Heiraten im Wald – das muss man schon wollen“, sagt Ahrens, auf die kühlen Temperaturen verweisend und damit andeutend, selbst wohl eher nicht eine solche Hochzeit zu planen. Die erste Trauung im Adventswald wird er sich indes mit Sicherheit nicht entgehen lassen.

Das Rahmenprogramm zum Adventsmarkt

Geöffnet ist der Adventswald an allen vier Adventswochenenden vom 30. November bis zum 23. Dezember jeweils freitags, 17 bis 22 Uhr, samstags 16 bis 22 Uhr sowie sonntags 11 bis 20 Uhr. Weitere Infos online unter: www.adventswald.de

  • Am Freitag, 30. Dezember, spielt der Evangelische Posaunenchor Rudersberg ab 19 Uhr in der Johanneskirche. Bei der Open Church gibt es außerdem Live-Musik von Fuffy & Matze & Jonas.
  • Am Samstag, 1. Dezember, ab 19 Uhr Open Church mit Soul- und Blues-Coversongs von Vera Reissmüller.
  • Am Samstag, 8. Dezember, spielt ab 19 Uhr der Motettenchor Stuttgart in der Johanneskirche (Benjamin Britten, Georg Philipp Telemann, Michael Haydn).
  • Am Freitag, 14. Dezember, singt der Männerchor „Spätlese“ ab 19 Uhr alte und neue Weisen zur Advents- und Weihnachtszeit in der Johanneskirche.
  • Am Samstag, 15. Dezember, und am Sonntag, 16. Dezember, spielt ab 15 Uhr „10 Jahre Puppenbühne Minimax“ Kindermitmachtheater im großen Sitzungssaal des Rathauses.
  • Am Sonntag, 23. Dezember, ist ab 11 Uhr Singgottesdienst in der Johanneskirche.
  • Ebenfalls in der Johanniskirche findet unter dem Motto „GroßARTig“ eine Krippenausstellung statt (unter anderem mit einer Dialogkrippe aus Zakopane, Polen). Zu sehen am: Samstag, 1. Dezember (14-18 Uhr), Sonntag, 2. Dezember (12-18 Uhr), Sonntag, 9. Dezember (12-18 Uhr), Samstag, 15. Dezember (14-18 Uhr) sowie Sonntag, 16. Dezember (12-18 Uhr).