Rudersberg

Kaufmann will jetzt Bewerbung in Leonberg abgeben

1/2
f231c44d-36e4-4d94-a622-d4e668748306.jpg_0
Wird Martin Kaufmann der Einzug ins Leonberger Rathaus gelingen? © Undine Thiel
2/2
854b3abf-4245-4e64-a5fa-c7f3829f64fd.jpg_1
Kaufmann will jetzt seine Bewerbung abgeben. © privat

Rudersberg/Leonberg. Nun wird es ernst mit dem Wahlkampf: Von diesem Samstag an können sich Interessierte für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Leonberg bewerben. Einer, der das sicher tun will, ist der Rudersberger Bürgermeister Martin Kaufmann. Wer gewählt werden will, muss um Stimmen kämpfen, dem 51-Jährigen steht eine intensive Zeit bevor. Rudersberg soll aber unter dem Wahlkampf nicht leiden.

Es wird ein „heißer Herbst“, denn die Leonberger werden am 24. September ihren neuen Oberbürgermeister wählen. Das wird nötig, da sich der bisherige Rathauschef Bernhard Schuler nicht mehr zur Wahl stellt. Martin Kaufmann hatte Mitte Mai mitgeteilt, dass er sich für die Stelle bewerben will. Darüber hinaus hat auch Dr. Ulrich Vonderheid, der Erste Bürgermeister von Leonberg, erklärt, Schulers Nachfolger werden zu wollen. Er ist CDU-Mitglied. Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters können sich noch bis zum 28. August bewerben.

Rudersberg wird nicht vernachlässigt

Im Wahlkampf in Leonberg und im Amt in Rudersberg, wie soll das gehen? Wird die Heimatgemeinde Einschränkungen hinnehmen müssen? Nein, sagt Martin Kaufmann, er werde Rudersberg nicht vernachlässigen. Er erwartet die „heiße Wahlkampf-Phase“ Ende August. „Da werde ich natürlich Urlaub nehmen.“ Bis zum Wahltermin selbst will er „bei den Leuten sein“. Eine Urlaubsvertretung soll es in dieser Zeit geben. Darüber hinaus will der Rudersberger Bürgermeister Termine und Veranstaltungen wahrnehmen, die kompatibel sind mit den Rudersberger Verpflichtungen, oder es so organisieren, dass es keine Überschneidungen gibt. Seine Stellvertreter sollen so wenig wie möglich einspringen müssen. Wobei es während der Sommerpause ohnehin wenige Termine gibt, ergänzt Kaufmann, auch der Gemeinderat tagt nicht.

In Leonberg ist Kaufmann schon unterwegs

In Leonberg ist er zurzeit schon unterwegs. Auf Festen an Wochenenden zum Beispiel. In der vergangenen Woche hat er das Eltinger Straßenfest besucht, dieses Wochenende geht er zu den Mörike-Tagen nach Eltingen, beim Maifest in Warmbronn ist er vor Ort, das nun, im Juni, gefeiert wird, dort besucht Kaufmann auch am Sonntag ein Jazz-Frühstück. „Das sind so Termine, die ich gern wahrnehme“, sagt Kaufmann zu den Beispielen. Er will mit den Leonberger Bürgern ins Gespräch kommen, die Stimmung aufnehmen. „Mehr zum August hin wird es intensiver werden“, davon geht Kaufmann für seinen Wahlkampf aus.

Kaufmanns Zeitplan

Wenn dieser erfolgreich wäre, würde Kaufmann am 1. Dezember im Leonberger Rathaus die Stelle des Oberbürgermeisters antreten. Bis dahin hätte allerdings Rudersberg keinen neuen Bürgermeister. Erst am 24. September wird klar sein, ob eine Ausschreibung für Kaufmanns bisherige Stelle nötig wird. Mitte November wäre gegebenenfalls eine Bewerbungsfrist zu Ende, Mitte Januar könnte die Wahl erfolgen, der Dienstantritt im Rudersberger Rathaus könnte zum 1. März oder 1. April oder zum 15. März stattfinden, skizziert Kaufmann einen Zeitplan. Wobei er für die Gemeinde betont: „Rudersberg ist gut aufgestellt.“

Und wenn er nicht gewählt wird? „Dann bleibe ich in Rudersberg und führe meine Amtsgeschäfte nach wie vor fort bis zum Ende meiner Amtszeit“, erklärt Kaufmann.

Am 15. September

Die Stadt Leonberg lädt ein, sich mit den Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters vertraut zu machen. Eine öffentliche Kandidatenvorstellung erfolgt am Freitag, 15. September, in der Stadthalle in Leonberg. Diese beginnt um 19 Uhr.