Rudersberg

Maskenpflicht wird gelockert: Welche Schulen rund um Schorndorf dabei sind

Schuljunge
Muss bald nicht mehr den ganzen Schultag getragen werden: der Mund-Nasen-Schutz gegen Corona. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Masken dürfen an den Schule ab kommender Woche wieder fallen – zumindest teilweise und unter bestimmten Voraussetzungen: nämlich auf den Schulhöfen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz der Coronafälle unter 50 und in den Klassenräumen, sofern die Inzidenz im Kreis unter 35 bleibt und es zwei Wochen keinen Corona-Fall an der Schule gegeben hat. Das ist in den meisten Einrichtungen rund um Schorndorf der Fall.

Skepsis wegen der Delta-Variante

Am Schulzentrum Rudersberg gab es den letzten Fall vor den Osterferien. Die Maskenpflicht kann ab Montag also gelockert werden. Das gilt für alle Schulen im Gemeindegebiet. Den Wegfall findet Schulleiter Thomas Smolarczyk „im Outdoorbereich auf jeden Fall prima“. Schließlich wisse man inzwischen, dass die Ansteckungsgefahr dort eher gering sei. „Im Indoorbereich wäre ich noch vorsichtig“, sagt Smolarczyk skeptisch, „vor allem wegen der ansteckenderen Delta-Variante.“ Dennoch würden sich natürlich viele freuen, wenn jetzt die Maske im Unterricht entfällt.

Es wäre noch mal ein Stück mehr Normalität an der Schule, die seit dem Ende der Pfingstferien wieder im Präsenzunterricht stattfindet. „Es herrscht wieder eine normale Atmo“, sagt Schulleiter Smolarczyk, „dieser klamme Zustand scheint jetzt vorüberzugehen.“ Seit dieser Woche gebe es auch wieder Sportunterricht – und das ohne Masken. „Im Sport halte ich die Masken ohnehin für fahrlässig.“

Grundsätzlich bleibt Smolarczyk aber skeptisch, was die Lockerungen anbelangt: „Ich würde das eher stufenweise machen, also erst draußen lockern und dann schauen, wie sich die Inzidenzen entwickeln.“

Hoffnung, im Herbst mit Normalbetrieb ins Schuljahr zu starten

Auch das Plüderhäuser Hohbergschulzentrum kann ab Montag die Lockerungen mittragen. „Seitdem wir testen, hatten wir keinen einzigen Fall, auch keine falsch angezeigten Selbsttests“, sagt Rektor Jürgen Groitzsch, der betont, sich beim Thema Maskenpflicht auf die Fachleute zu verlassen. „Wenn es die Möglichkeit gibt und es medizinisch vertretbar ist, bin ich dafür, das zu lockern.“ Er persönlich wünsche sich, dass die Maske falle, fürchtet sich mit Blick auf anderthalb sehr turbulente Schuljahre aber auch davor, erneut in Wiederholungsschleifen zu kommen. Groitzsch hält die Idee grundsätzlich für gut, sieht „in der praktischen Umsetzung aber noch ein paar Haken und Ösen“. Was etwa, wenn wieder ein Corona-Fall auftrete: Müsse dann die ganze Schule zur Maske zurückkehren? Aber „ich nehme das so, wie es kommt“.

Etwas zermürbend sei die Situation zwar allmählich schon, „das bestimmende Thema ist gerade Corona und Organisation“, dabei habe die Schule doch ganz andere Aufgaben. Man könne daher nur hoffen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert. „Aber ich bin positiv gestimmt und hoffe, dass es in der Tendenz grob so weitergeht und wir ins nächste Schuljahr wieder mit Normalbetrieb starten können.“

Erleichterung bei den Schülern ist groß

Rektorin Annette Pohl vermeldet, dass auch an der Grundschule Grunbach die Erleichterung über das Fallen der Maskenpflicht auf den Pausenhöfen groß sei. Bislang spielen die Klassen in den Pausen auf dem Schulhof getrennt, zweimal 15 Minuten. Auf dem Hof gibt es für jede Klasse einen eigenen abgetrennten Bereich, die Kinder gehen mit Maske in die Pause. „Wir freuen uns, wenn ab kommender Woche die Maskenpflicht weiter gelockert wird“, heißt es aus dem Remshaldener Teilort.

Ähnlich sieht’s an der Geradstettener Grundschule aus. Um ausreichend Ausweichmöglichkeiten für die Schüler auf dem Pausenhof zu schaffen, hat man hier sogar die Pausenzeiten verändert, berichtete Rektorin Katrin Ellwanger. Auf jedem der Quadranten gibt es Schatten und Spielgeräte. Sind die Kinder sich zuletzt näher als eineinhalb Meter gekommen, mussten sie auch draußen stets die Masken tragen. „Ich finde, die Kinder sind echt gut damit klargekommen.“ Immerhin konnten die Schülerinnen und Schüler auch kleine Maskenpausen machen und auf dem Schulhof eine Runde drehen oder am Fenster auf dem Flur einen Schluck trinken, wenn es unangenehm wurde. Trotzdem: Auch hier sind alle froh, wenn das nun nicht mehr nötig sein wird, weiß die Schulleiterin.

Kinder haben bei der Verkündung erst einmal Juhu geschrien

„Mehr als positiv“ sieht Christiane Kunz, Leiterin der Urbacher Atriumschule die Lockerung der Maskenpflicht. In der Schule habe es in diesem Jahr keinen einzigen Corona-Fall gegeben, Angst vor einem Anstieg an Infektionen durch die neue Regelung hat sie keine. „Im Pausenhof konnten die Kinder die Maske die ganze Zeit schon absetzen, allerdings haben wir da auf Abstand geachtet“, so Kunz. Im Unterricht seien die Masken zwar Pflicht gewesen, bevor es einem Kind dadurch schlecht ging, durfte es aber laut der Rektorin auch mal ans Fenster und ohne Maske tief durchatmen.

Insgesamt hätten die Kinder die Maskenpflicht gut durchgehalten, bei der Verkündung, dass sie ab Montag im Klassenzimmer wegfällt, hätten sie aber erst einmal alle Juhu geschrien. „Es ist ab Montag auch eine unglaubliche Erleichterung für uns Lehrer“, freut sich Christiane Kunz. Auch die Kollegen hätten die Masken ja oft viele Stunden am Stück tragen und unterrichten müssen.

Maske weiterhin als Extra-Schutz in Räumen?

Die Mädchen und Jungen an der Lehenbachschule Winterbach müssen sich indes noch ein wenig gedulden. Wie berichtet, wird dort ab Montag lediglich das Masken-Tragen auf dem Schulhof wegfallen, im Unterricht müssen die Schüler und Lehrer sie weiterhin aufhaben. Denn innerhalb der vergangenen 14 Tage hat es einen Infektionsfall in der Schülerschaft gegeben. Deswegen greift die volle Lockerung erst ab Mittwoch. „Ich habe mir schon gewünscht, dass die Pflicht draußen wirklich wegfällt“, sagt Schulleiterin Christine Walter-Krause.

Zur Maske drinnen ist sie unsicher und schwankt in der Beurteilung. Vielleicht sei es ja tatsächlich derzeit nicht mehr so kritisch mit der Infektionslage, so dass man verzichten könne. „Ich weiß, das ist jetzt vor allem im Sommer mühsam, wenn es jetzt heiß wird, die Maske aufzubehalten. Mir persönlich ist es aber lieber, man hat eine Maske auf, wenn ich in Räumen mit vielen Personen bin. Weil es noch ein Extra-Schutz ist.“ Es werde sich zeigen, ob die Lockerung eine gute Entscheidung war.

Die Masken dürfen an den Schule ab kommender Woche wieder fallen – zumindest teilweise und unter bestimmten Voraussetzungen: nämlich auf den Schulhöfen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz der Coronafälle unter 50 und in den Klassenräumen, sofern die Inzidenz im Kreis unter 35 bleibt und es zwei Wochen keinen Corona-Fall an der Schule gegeben hat. Das ist in den meisten Einrichtungen rund um Schorndorf der Fall.

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