Rudersberg

Neue Wohnungen und Häuser in Rudersberg: Wo ein neues Baugebiet entstehen soll

Neubaugebiet Steinenberg
Auf dem alten Sägewerk-Gelände soll neuer Wohnraum geschaffen werden. © Gabriel Habermann

Die Wohnungsnot in der Region ist groß, viele Menschen finden keine bezahlbaren Wohnungen oder Häuser. Deshalb hat der Rudersberger Gemeinderat schon im vergangenen Jahr die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der neuen Wohnraum in Rudersberg möglich machen soll. Ein Investor will nun mehrere Gebäude bauen, darunter ein großes Mehrfamilienhaus. Der Gemeinderat sieht das Vorhaben weitgehend positiv und beschloss diese Woche, den nächsten Schritt im entsprechenden Verfahren zu gehen. Wir geben einen Überblick darüber, was geplant ist - und wie es nun weitergeht.

Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen

Ein Investor will auf einem ehemaligen Sägewerk-Gelände in der Tannbachstraße Süd zwischen Mühl- und Tannbach Wohnraum bauen. Es geht um neun Reihenhausteile, sechs Doppelhaushälften und ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen. Die Erschließung soll über eine gemischt genutzte Wohnstraße mit etwa sechs Meter Breite erfolgen. Über den Ausbau des bestehenden Feldwegs entlang des Mühlbachs wird ein Ringschluss hergestellt, der Anschluss an das örtliche Verkehrsnetz erfolgt über die Tannbachstraße. Die Gemeinde sieht in dem Gebiet bis zu zwei Parkplätze pro Wohnung vor, Fahrzeuge sollen in erster Linie auf privaten Grundstücken parken. Auch Besucherparkplätze soll es geben und der Außenbereich des Geländes wird begrünt.

„Das Projekt ist ja reichlich diskutiert worden“, sagte Wolfgang Bogusch, Fraktionsvorsitzender der Rudersberger Bürger zu dem Vorhaben. Der Investor habe das Mehrfamilienhaus zuerst nicht bauen wollen, nach einer Marktanalyse aber festgestellt, dass der Bedarf dafür da sei. Als Reaktion auf Einwände aus der direkten Nachbarschaft des Plangebiets sagte er: „Ich möchte auch noch einmal feststellen, dass wir hier nicht über eine Umwandlung von einer Wiese in ein Baugebiet sprechen, sondern dort ist ein Gewerbegebiet. Wenn hier ein Investor gekommen wäre, und unten eine Maschinenhalle mit 50 Mitarbeitern, die jeden Tag rein- und rausgefahren wären, hätte hinstellen wollen, dann wäre das überhaupt keine Diskussion gewesen.“ Er sei überzeugt davon, dass die Anwohner mit dem Wohnungsbau „glimpflicher davonkommen“. Und Anliegergebühren hätte jeder einmal zahlen müssen. „Wir freuen uns, dass es losgeht“, sagte Bogusch so auch.

Bürgermeister Raimon Ahrens wies darauf hin, dass gerade bei dem Bau des Mehrfamilienhauses auch der Gedanke dahinterstecke, dass die Wohnungen vielleicht interessant für Steinenbergerinnen und Steinenberger sein könnten, die ihr Einfamilienhaus altersbedingt nicht mehr halten können, ihr soziales Umfeld aber im Teilort haben. Der Gemeinderat stimmte dann bei zwei Enthaltungen für das Projekt.

Wie geht es nun mit dem Wohnungsbauprojekt weiter?

Schon 2021 beschloss das Gremium, einen Bebauungsplan für das Plangebiet aufzustellen. Die Öffentlichkeit konnte sich im vergangenen Sommer auf dem Rathaus über die Planung informieren und dazu äußern. Auch zuständige Behörden und Träger öffentlicher Belange wurden beteiligt. Im Anschluss wurde der Planentwurf noch einmal geändert, so wurden unter anderem artenschutzrechtliche Maßnahmen getroffen und die Straßenbreite und Anzahl der Parkplätze angepasst. Der Entwurf wird nun erneut für einen Monat öffentlich ausgelegt, zudem werden Behörden und Träger öffentlicher Belange gehört.

Die Wohnungsnot in der Region ist groß, viele Menschen finden keine bezahlbaren Wohnungen oder Häuser. Deshalb hat der Rudersberger Gemeinderat schon im vergangenen Jahr die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, der neuen Wohnraum in Rudersberg möglich machen soll. Ein Investor will nun mehrere Gebäude bauen, darunter ein großes Mehrfamilienhaus. Der Gemeinderat sieht das Vorhaben weitgehend positiv und beschloss diese Woche, den nächsten Schritt im entsprechenden Verfahren zu gehen.

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper