Rudersberg

Neues Baugebiet in Schlechtbach geplant

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Die Grafik vom neuen Baugebiet in Schlechtbach gibt es unten im Artikel noch einmal etwas größer. © Bild: Habermann, Grafik: ZVW

Rudersberg. Bis die ersten Häuslebauer loslegen können, wird es wohl bis Ende 2017 oder Anfang 2018 dauern. Aber den Startschuss für die Planung zum neuen Baugebiet „Heckenweg Nord“ in Schlechtbach hat der Rudersberger Gemeinderat nun bereits gegeben. Auf einer Fläche von 0,8 Hektar sollen 13 Baugrundstücke entstehen.

Die Baugrundstücke sollen voraussichtlich mindestens 361 und maximal 690 Quadratmeter groß sein.

In Sachen Erschließung war zunächst geplant, dass die künftigen Hausbesitzer das geplante Baugebiet über die Lehmgasse erreichen. Nach einer Sitzung des Schlechtbacher Ortschaftsrats und anschließenden Gesprächen mit den von der Straßenplanung betroffenen Grundstückseigentümern wurden die Planungen geändert. Die geplante Wohnstraße führt nun über ein Grundstück am Gässle und schließt sich an den Mühlweg an. Die Baugrundstücke sollen über eine Wohnstraße erschlossen werden, die zunächst 5,50 Meter breit ist, sich aber dann in Richtung Mühlweg auf eine Breite von 3,80 Meter verengt. Für eine bessere Verkehrssicherheit soll das Ausfahren von der Wohnstraße in den Mühlweg nicht möglich sein, der Straßenabschnitt soll als Einbahnstraße ausgewiesen werden.

Außerdem kann man über die Brunnenstraße, den Heckenweg und die Straße Im Feld ins geplante Baugebiet fahren. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, dass Letztere vom Feldweg zur Straße ausgebaut wird, was mit Beiträgen für die bereits vorhandenen Anwohner verbunden ist.

Und innerhalb des Baugebiets? Sollen Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen, auch ein Mehrfamilienhaus wäre denkbar.

Entwässerungsgraben für das Oberflächenwasser vom Feld

Mit den Eigentümern der Flächen und den angrenzenden Nachbarn wurden bereits erste Gespräche geführt, informiert die Gemeinde in den Sitzungsunterlagen der Räte. Besonders die Straßenführung zum Mühlweg wurde mit den davon betroffenen Eigentümern auseinandergesetzt. „Weitere Gespräche müssen im Rahmen der nun anstehenden frühzeitigen Bürgerbeteiligung geführt werden“, schreibt die Gemeindeverwaltung weiter.

Im Gemeinderat fanden die von Bauamtsleiter René Schaal vorgestellten Überlegungen keinen Widerspruch. CDU-Rat Jürgen Körner erkundigte sich nach einem Entwässerungsgraben für Oberflächenwasser vom Feld her. Ein solcher wäre von den Oberliegern zu bezahlen als Verursacher, führte der Bürgermeister aus. Die Maßnahme an sich werde beachtet, versicherte Martin Kaufmann. Vorgesehen ist dafür ein Entwässerungsgraben für das Oberflächenwasser und ein leichter Damm zwischen geplantem Baugebiet und Feld.

Erste Gespräche mit Grundstückseigentümern

Freie-Wähler-Rat Gerhard Birzele hatte zum geplanten Baugebiet auch die Wegführung im Blick. Sind die landwirtschaftlichen Grundstücke dann noch erschlossen? „Wir schneiden durch die Bebauung keine Wegbeziehung an“, erfuhr er vom Bürgermeister. Die Grundstücke wären künftig so wie bisher auch erschlossen.

Wolfgang Bogusch von den Rudersberger Bürgern erfragte noch einmal den Stand der Dinge zu den Gesprächen mit den Grundstückseigentümern. Erste Gespräche wurden bereits geführt, aber noch nicht mit allen Einzelgespräche. Letztere erfolgten bisher mit den Besitzern von Schlüsselflächen, gab Bauamtsleiter René Schaal unserer Zeitung Auskunft. Weitere Gespräche sollen geführt werden, hieß es von Seiten der Verwaltung auch im Gemeinderat.

In der abschließenden Abstimmung votierten die Gemeinderäte einstimmig bei einer Enthaltung dafür, dass für das Gebiet „Heckenweg Nord“ ein Bebauungsplan aufgestellt wird, die Planung einen Monat lang öffentlich ausgelegt wird und betroffene Behörden und sonstige Beteiligte zu den Plänen der Gemeinde gehört werden.

Pläne ansehen

Die Pläne für das neue Baugebiet in Schlechtbach kann man sich im Rathaus Rudersberg anschauen, und zwar in der Zeit vom 7. Oktober bis zum 7. November.

Parallel dazu sollen mit den betroffenen Eigentümern Gespräche geführt werden.

Für das geplante neue Baugebiet müssten Gebäude fallen, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr bewohnt sind, sagte der Bauamtsleiter im Gemeinderat. Das wäre für die Zufahrt der Fall. Darunter befinden sich keine denkmalgeschützten Häuser, erklärte der Bauamtsleiter gegenüber unserer Zeitung.