Rudersberg

Podcasts als Ersatz für den Sommerempfang: Rudersberg gibt es jetzt zum Nachhören

Ahrens Schneider
Altbürgermeister Horst Schneider (links) ist einer der Gesprächspartner von Bürgermeister Raimon Ahrens (rechts). Die Idee mit den Podcasts hatte Wirtschaftsförderin Martina Spichal-Mößner. © Gabriel Habermann

Was hat Rudersberg in den vergangenen zwölf Monaten bewegt? Wo steht die Gemeinde? Und wo steuert sie künftig hin? Das sind Fragen, auf die Bürgermeister Raimon Ahrens für gewöhnlich in seiner Rede beim Sommerempfang eingeht. Doch der ist wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie nun schon das zweite Jahr in Folge nicht in der gewohnten Form als große Veranstaltung möglich.

2020 hat die Gemeinde deshalb ein Online-Video als Alternative angeboten. In diesem Jahr folgt nun ein Podcast, genauer gesagt gleich 14 Stück. Bei Podcasts handelt es sich um Tonaufnahmen, die am Computer oder über das Smartphone abgerufen werden können. Zu hören gibt es jeweils fünf- bis sechsminütige Gespräche mit Akteuren in der Gemeinde – und das thematische Spektrum umfasst die gesamte Kommunalpolitik Rudersbergs.

14 Themen auf 14 Plakaten, verteilt im ganzen Gemeindegebiet

Beworben werden die Podcasts auf Plakaten, die im Laufe dieses Freitags im gesamten Gemeindegebiet aufgehängt werden. Sie sollen dann zwei Wochen lang zu sehen sein. Auf diese Weise lässt sich der Sommerempfang in diesem Jahr hörend erwandern. Zu den Gesprächen gelangen die Bürger dann jeweils über QR-Codes, die auf den Plakaten platziert sind. Wer diese mit seinem Smartphone abscannt, gelangt direkt zu dem jeweiligen Gespräch.

Wer mit dieser Technik nicht vertraut ist, kein Smartphone besitzt oder alle Gespräche am Stück hören möchte: Alle Gespräche sind auch auf der Homepage der Gemeinde hinterlegt und dort ab Samstag (17.07.) abrufbar.

Altbürgermeister spricht über die Geschichte des Rathauses

Als einen der Gesprächspartner hat sich Bürgermeister Ahrens Altbürgermeister Horst Schneider ausgesucht, der von 1982 bis 2007 die Amtsgeschäfte im Rudersberger Rathaus leitete. Um das 25-jährige Jubiläum dieses Baus und seine Entstehungsgeschichte geht es dann auch in dem Podcast. „Das war damals ja nicht ganz unumstritten“, sagt Ahrens. Aber durchaus notwendig, wie Schneider betont. Denn nach der Kommunalreform sei das alte Rathaus am Rathausplatz aufgegeben worden. Zugleich habe die Verwaltung zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen. Teile der Belegschaft seien dann viele Jahre in Provisorien untergebracht gewesen, das Ortsbauamt etwa in einer Baracke. „Das war organisatorisch schwer zu leiten“, erinnert sich der Altbürgermeister.

Als sich dann die Möglichkeit auftat, einen Neubau am jetzigen Platz zu errichten, habe die Gemeinde einen Wettbewerb ausgelobt. Für welche der 50 eingereichten Arbeiten man sich damals entscheiden sollte, darüber habe es „heftige Diskussionen“ gegeben. „Drei Tage lang wurde in der Gemeindehalle getagt, bis ein Ergebnis feststand.“ Wichtig sei bei der Entscheidung gewesen, dass es kein reines Verwaltungsgebäude wird, sondern auch als Veranstaltungsort dienen kann. Das war mit dem Siegerentwurf und seinem auf den ersten Blick etwas üppig angelegten Sitzungssaal sowie der großen Eingangshalle möglich.

"Das Gebäude bietet unglaublich viele Möglichkeiten"

12,7 Millionen D-Mark hat der Neubau am Ende gekostet, rund fünf Millionen weniger als ursprünglich angesetzt. In den Diskussionen mit dem Gemeinderat wurde der Entwurf nämlich noch einmal etwas abgespeckt. Ein imposantes Gebäude ist es am Ende dennoch geworden – und eines, das sich aus Schneiders Sicht gelohnt hat. Auch Ahrens findet: „Das Gebäude bietet unglaublich viele Möglichkeiten.“ Die ganze Entstehungsgeschichte gibt es jetzt zum Nachhören als Podcast.

Und das sind die weiteren Gesprächspartner der Podcasts:

  • Richard Horn und Claudia Rudolf von der Ölmühle Michelau.
  • Naturparkführer Prof. Manfred Krautter, der über Wanderwege spricht.
  • Rudolf Scharer, Ortsvorsteher von Schlechtbach, zur Ortskernsanierung.
  • Sibylle Haas, Fachbereichsleiterin Kindergärten, und Tanja Buhl, Leiterin des Kinderhauses Finkelstein, über die neue Einrichtung.
  • Bauamtsleiter René Schaal zum Hochwasserdamm in Oberndorf.
  • Kommandant Steffen Knödler spricht über den Feuerwehr-Bedarfsplan.
  • Dr. Peter Höschele, Arzt und Gemeinderat, zur Corona-Pandemie.
  • Wilfried Hägele, Ortsvorsteher von Steinenberg, zur Umbenennung der August-Lämmle-Schule in dem Teilort.
  • Ortsvorsteherin Ossi Schindler über die Ortsentwicklung in Asperglen.
  • Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune über den geplanten Pflegecampus in Rudersberg.
  • Thomas Klotzbücher vom Handels- und Gewerbeverein zur Gewerbeentwicklung in der Gemeinde.
  • Elke Knötzele vom Kulturforum über Zustand und Zukunft der Kultur in Rudersberg.
  • Gerhard Höfer von der Dorfgemeinschaft Klaffenbach über den Dorfplatz.

Was hat Rudersberg in den vergangenen zwölf Monaten bewegt? Wo steht die Gemeinde? Und wo steuert sie künftig hin? Das sind Fragen, auf die Bürgermeister Raimon Ahrens für gewöhnlich in seiner Rede beim Sommerempfang eingeht. Doch der ist wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie nun schon das zweite Jahr in Folge nicht in der gewohnten Form als große Veranstaltung möglich.

2020 hat die Gemeinde deshalb ein Online-Video als Alternative angeboten. In diesem Jahr folgt nun ein

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