Rudersberg

Rat und Tat für Feuerwehren in Rumänien

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Karl-Heinz Bugge mit Fotos und Ordnern zum Thema Freiwillige Feuerwehren im rumänischen Siebenbürgen. Deren Arbeit unterstützt er gern. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jamuna Siehler
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jael Ramsden (Online-Praktikant)
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jael Ramsden (Online-Praktikant)
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Karl-heinz Bugge fördert mit zwei Helfern die Arbeit Freiwilliger Feuerwehren in Rumänien. Dabei wurde auch deren Ausrüstung verbessert. © Jael Ramsden (Online-Praktikant)

Rudersberg-Steinenberg. In Siebenbürgen kennt sich Karl-Heinz Bugge inzwischen gut aus. Der Steinenberger hat dort manchen Urlaub verbracht, aber nicht in touristischer Mission. Er hilft Freiwilligen Feuerwehren in diesem Teil Rumäniens durch Wissen, technisches Zubehör und unterstützt auch deren Aufbau. Das hat sich herumgesprochen. Der Feuerwehrmann versagt weiteren Interessierten seine ehrenamtliche Unterstützung und die seiner Mitstreiter nicht. „Wir helfen jedem.“

Feuerwehrmänner an einer alten Pumpe ohne Einsatz- und Schutzkleidung. Als Karl-Heinz Bugge 2012 dieses Foto in der „Brandhilfe“, der Zeitschrift des Landesfeuerwehrverbandes sah, war für ihn klar: „Die brauchen Hilfe.“ Das Bild zeigte Männer der Freiwilligen Feuerwehr in Malmkrog, einer Gemeinde im rumänischen Siebenbürgen. Die dortigen Floriansjünger sind nicht nur für fünf Dörfer zuständig, sondern werden auch häufiger zur Unterstützung der Wehr im 25 Kilometer entfernten Schäßburg und zu Einsätzen in der ländlichen Umgebung alarmiert.

Bugge, selbst Brandamtmann bei der Berufsfeuerwehr in Stuttgart, wusste Rat. Die Brandschutzkleidung der Feuerwehr muss nach einer bestimmten Zeit ausgemustert werden, unabhängig von deren Zustand. Er nahm Kontakt auf und sicherte Kleidung. Auch bei der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, die den Aufruf in der „Brandhilfe“ veröffentlicht hatte, meldete er sich und erfuhr, dass ein ausgemustertes Auto von der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal nach Rumänien gebracht wurde. Der Steinenberger Feuerwehrmann gab die Kleidung mit. Die siebenbürgischen Feuerwehrleute hatten nun zwar ein Auto, aber kaum Kenntnisse zum Umgang damit, erfuhr Karl-Heinz Bugge.

Hilfe zur Selbsthilfe, so lautet das Motto

Bugge, seit 40 Jahren bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart, kennt sich hingegen bestens mit Technik und Feuerwehrzubehör aus. Und ließ sich nicht lange bitten, sondern machte sich selbst ein Bild. Dreimal ist der 60-Jährige inzwischen nach Siebenbürgen gereist, erst allein, später mit zwei Kollegen. In Malmkrog, dem Dorf im Gebiet der Siebenbürger Sachsen, begannen die drei Schwaben zu helfen. Die Donauschwäbische Kulturstiftung arbeitet nur dort, wo es gilt, Kultur zu erhalten, sagt Bugge. Die Feuerwehr wird dort als ein Stück Kultur angesehen, erzählt er.

„Hilfe zur Selbsthilfe“, so lautet das Motto des ehrenamtlich arbeitenden Trios. Der Umgang mit dem Feuerwehrauto wurde mit den Malmkroger Wehrmännern geübt, „sie hatten so einen Heidenrespekt“, und auch anderes. Wissen zum Thema Feuerwehr und zu Brandschutz hatten die Schwaben anzubieten, aber auch profunde Kenntnisse im Sanitätswesen. Schließlich ist einer der Kollegen Sanitätsausbilder. Bei der Sanitätsausbildung saßen auch Lehrer, Mitarbeiter der Gemeinde und Dorfbewohner mit im Publikum, beschäftigten sich mit Herz-Lungen-Wiederbelebung und vielem mehr.

Hochkomplizierte, anfällige Geräte eignen sich für den Einsatz in Siebenbürgen weniger. „Man braucht Technik, die mechanisch ist, dass man sie reparieren kann“, ist Bugge vielmehr überzeugt.

Inzwischen sind die Helfer ebenfalls mit der Berufsfeuerwehr in der Stadt Schäßburg in Kontakt gekommen, so weit entfernt von Malmkrog „wie Steinenberg und Waiblingen“, vergleicht Bugge. Der dortigen Wehr fehlte es ebenfalls an Kleidung. Auch sie versorgte der Steinenberger mit den schützenden Textilien.

Hotelmitarbeiter können nun im Notfall löschen

Unterstützung ließen die drei Helfer auch einem Hotelier in den Karpaten angedeihen. Dieser, ein ursprünglicher Heilbronner, hatte erzählt, dass sein Hotel abgebrannt war. Die Feuerwehr sei zwar gekommen, aber eineinhalb Stunden später. Eine Zisterne hatte der Besitzer für den Nachfolgebau bedacht. Aber es fehlten Pumpe und Schläuche. Hausdame, Koch und Chef wurden von den deutschen Helfern ausgebildet, mit Feuerwehrtechnik ausgestattet und können nun im Notfall löschen, bis Verstärkung kommt.

Zur besseren Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr in Malmkrog hatte sich Karl-Heinz Bugge ebenfalls Gedanken gemacht. Wie geht’s am schnellsten und stets zuverlässig? Per Luftschutzsirene auf dem Dach, wie es früher auch in Deutschland üblich war, diese Idee lag nahe. Aber: „Erst mal finden.“ Bugge fand Sirenen, auch Funkgeräte trieb er auf, Pumpen, Schläuche, alles, was eben gebraucht wird.

Mit der Zeit hat sich über Malmkrog hinaus herumgesprochen, dass es in Sachen Feuerwehr helfende Herren aus Schwaben gibt. Weitere deutschsprachige Gemeinden in Siebenbürgen bekundeten Interesse an Unterstützung beim Aufbau einer Freiwiligen Feuerwehr, denn nicht überall gibt es diese. Unlängst etwa hat eine kleine siebenbürgische Gemeinde bei Karl-Heinz Bugge angerufen, auch sie wollen eine Feuerwehr, aber haben nur vier Leute Besatzung. Also macht sich der Steinenberger Gedanken zur für sie passenden Ausrüstung.

Was er für die siebenbürgischen Freiwilligen Feuerwehren sucht, wird per Aufruf in der Feuerwehr-Zeitschrift ausgeschrieben oder im Magazin des Gemeindetags Baden-Württemberg. So bekommt Karl-Heinz Bugge viele gebrauchte Dinge, mal aus Tauberbischofsheim, mal aus dem Schwarzwald oder aus Sindelfingen. Er achtet darauf, nur Funktionierendes weiterzugeben. Schläuche wandern in die Schlauchwerkstatt, Pumpen repariert er selbst. So sorgt er in Eigenregie für vieles Nötige, nur eines braucht der Helfer derzeit: Platz zum Lagern. Wer da Abhilfe schaffen kann, kann sich bei Karl-Heinz Bugge melden.

Lagerflächen für Feuerwehrzubehör gesucht

Karl-Heinz Bugge braucht für seine Hilfsarbeit Lagermöglichkeiten. Einmal im Jahr wird das gesammelte Feuerwehrzubehör nach Rumänien transportiert. Zur Überbrückung bis dahin aber benötigt man Platz. Für die Flächen, die Karl-Heinz Bugge bisher dafür nutzte, wurde Eigenbedarf angemeldet. Optimal wäre es, wenn das Lager abschließbar wäre. Die Helfer arbeiten ehrenamtlich. „Es sollte jemand sein mit Sinn für das Ehrenamt“, sagt Bugge. Wer ihm helfen kann, kann sich per E-Mail bei ihm melden. Die Adresse lautet khbugge@web.de