Rudersberg

Rudersberger Feuerwehr soll neues Gerätehaus bekommen

Rudersberg Feuerwehrgerätehaus Nach langem Hickhack und großer Verspätung wird das neue HLF 20/16 endlich an die Rudersberger Fe
In die Jahre gekommen: Das Rudersberger Feuerwehrgerätehaus. © Gabriel Habermann

Das Feuerwehrgerätehaus in Rudersberg ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Arbeit der Einsatzkräfte. Benötigt werden unter anderem zusätzliche Fahrzeugabstellplätze, separate Umkleideräume sowie weitere Lagerflächen. Seit zwei Jahren ist in der Rudersberger Kommunalpolitik daher ein möglicher Neubau oder die Sanierung des Gebäudes in der Diskussion.

Bei Neubau "keine Kompromisse" notwendig

Die Feuerwehr würde sich laut Kommandant Steffen Knödler einen Neubau wünschen. Nur so könne man die Wehr für die kommenden 40 Jahre leistungsfähig machen. „Bei einem Neubau müsste man keine Kompromisse eingehen.“

Im Rahmen der Feuerwehrbedarfsplanung der Gemeinde hat jetzt eine Arbeitsgruppe die bestehenden Gebäude untersucht – und kam dabei ebenfalls zu dem Ergebnis, dass ein Neubau am sinnvollsten erscheint. Die nötigen Erweiterungsmöglichkeiten seien bei einem Erhalt der Gebäude nur sehr begrenzt. Außerdem sei die bauliche Substanz sanierungsbedürftig.

Der Neubau ist am bestehenden Standort geplant

„Der bestehende Standort ist gut“, sagte Bürgermeister Raimon Ahrens im Gemeinderat, „aber es wird nur schwer möglich sein, alle Nutzungen unterzubringen, wenn man ihn saniert. Wir schlagen daher vor, das Areal abzureißen und dort neu zu bauen.“

In einem ersten Schritt soll jetzt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. „Wie bekommen wir das hin? In welchem Kostenrahmen könnten wir etwa landen?“ Das soll die Studie beantworten. Die Verwaltung hat dazu mehrere erfahrene Planungsbüros angeschrieben und empfahl in der Sitzung, für Kosten von rund 30 000 Euro zwei davon, Mueller Benzing und Partner aus Esslingen sowie Gauss Architekten aus Göppingen, mit Studien zu beauftragen.

Steffen Knödler, Kommandant und Gemeinderat (Freie Wähler), bedankte sich im Gremium für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und begrüßte die Idee mit den zwei Studien, denn „zwei Büros heißt zwei Ideen, um darüber zu diskutieren“.

Robert Schuler (CDU) bat die Verwaltung darum, bei einem Neubau keine zu langen Provisorien für die Feuerwehr zu schaffen und dies bei der Bauweise zu berücksichtigen – „nicht, dass es am Ende schön wird, aber lang dauert“.

Werner Klöpfer: (Rudersberger Bürger) fragte sich: „Reicht der Platz aus? Ich habe da Bedenken.“ Auch das sei Teil der Studie, antwortete Bürgermeister Ahrens. „Die Erweiterungsmöglichkeiten an dem Standort sind endlich, aber wir wollen ein Gebäude, das einen gewissen Entwicklungsspielraum lässt. Die Feuerwehr muss einsatzfähig bleiben.“

Noch weitere Standorte prüfen?

Wie viel denn ein Provisorium kosten würde, wollte Wolfgang Bogusch (Rudersberger Bürger) wissen. Und er fragte sich, ob es nicht denkbar wäre, zumindest einen anderen Standort zu prüfen. „Nicht dass es nachher in 20 Jahren für die Feuerwehr zu knapp wird.“

Über andere Standorte habe man in der Arbeitsgruppe bereits gesprochen. „Aber ich glaube, dass die Vorteile am Bestandsstandort, was Sichtbarkeit und Erreichbarkeit betrifft, überwiegen werden. Deshalb soll sich die Studie darauf fokussieren, bei allen Nachteilen, die ein Übergangsstandort bringen würde“, entgegnete Ahrens.

Kostenfrage wird noch geklärt

Genaue Kosten für Neubau und Provisorium könne man noch nicht benennen. Zunächst müsse man nun schauen, ob die Pläne überhaupt machbar seien. „Dabei kann auch herauskommen, dass ein Architekt das anschaut und sagt, das kostet 15 Millionen, und wir sagen sorry, für den Preis nicht.“ Auch Kommandant Knödler sagte, zu diesem Thema habe die Arbeitsgruppe bereits lange diskutiert, „deshalb wollen wir mit der Studie wissen, in welche Richtung die Kosten sich bewegen werden“.

Einstimmig beschloss das Gremium schließlich, die beiden Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben.

Das Feuerwehrgerätehaus in Rudersberg ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Arbeit der Einsatzkräfte. Benötigt werden unter anderem zusätzliche Fahrzeugabstellplätze, separate Umkleideräume sowie weitere Lagerflächen. Seit zwei Jahren ist in der Rudersberger Kommunalpolitik daher ein möglicher Neubau oder die Sanierung des Gebäudes in der Diskussion.

Bei Neubau "keine Kompromisse" notwendig

Die Feuerwehr würde sich laut

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