Rudersberg

Rudersberger Kitas werden ab 29. Juni voll öffnen

Kind Kita Kindergarten Kindertagesstätte
Den gewünschten Kita-Platz zu bekommen, ist schon jetzt nicht einfach. Die Eltern fürchten eine weitere Verschlechterung, wenn die Sparvorschläge aus der Haushaltsstrukturkommission umgesetzt werden. © Pixabay/FeeLona

In den vergangenen Tagen tobte ein kleiner Sturm der Entrüstung in Rudersberg. Zumindest im virtuellen Pendant der Gemeinde: der Facebook-Gruppe „Du weißt, dass du ein Rudersberger bist, wenn...“. In mehreren Beiträgen hatten Eltern ihren Unmut über den eingeschränkten Kita- und Schulbetrieb kundgetan.

"Existenzen und Gesundheit der Kinder stehen auf dem Spiel"

Sie beschrieben die aktuelle Situation als psychisch sehr belastend, weil sie weder dem Arbeitgeber noch der Familie gerecht werden könnten. Eine Mutter startete einen Aufruf an die Gemeinde mit dem Titel „Fehlende Kinderbetreuung geht uns alle an!“ Denn „hier stehen Existenzen, Jobs und die Gesundheit der Kinder auf dem Spiel!“

Kritisiert wurde darin die Verwaltung unter anderem dafür, dass sie die Möglichkeiten des eingeschränkten Regelbetriebs nicht in allen Einrichtungen voll ausgeschöpft hätte. Genannt wurde dabei speziell der Kindergarten Lummerland, wo es unter anderem an Toiletten mangele.

Bürgermeister begegnet Kritik mit Einladung zu persönlichem Gespräch

Auch Bürgermeister Raimon Ahrens wurde in den Beiträgen hart und teils recht persönlich kritisiert. Statt in der Facebook-Gruppe mitzudiskutieren, lud dieser die betroffenen Eltern dann aber dazu ein, dies bei einem persönlichen Gespräch zu klären.

Inzwischen sind nicht nur die Gemüter dem Vernehmen nach ein wenig besänftigt worden. Auch hat die Gemeinde - zumindest für die drei von der Kommune betriebenen Kindergärten - jetzt grünes Licht für den Regelbetrieb ab Montag, 29. Juni gegeben.

„Alle Kinder werden dann wieder in den Kindergarten gehen dürfen“, sagt Hauptamtsleiter Achim Laidig auf Nachfrage, „und zwar in vollem Umfang.“ Das gelte auch für den Kindergarten Lummerland, bei dem die baulichen Gegebenheiten bislang die volle Ausschöpfung der erweiterten Regelbetreuung verhindert hätten.