Rudersberg

"Stadt Land Kultur": Was bei der Veranstaltungsreihe in Rudersberg geboten ist

Kulturreihe in Rudersberg
Elke Knötzele, künstlerische Leiterin des Musiktheaters Zumhof, und Ilsebyll Beutel-Spöri vom Kulturforum Rudersberg. © Alexandra Palmizi

Konzerte, Lesungen, Open-Air-Theater: Vom 14. September bis zum 8. Oktober ist in Rudersberg kulturell viel los. Möglich macht’s ein Förderprogramm vom Land kombiniert mit engagierten Menschen vor Ort. Elke Knötzele, künstlerische Leiterin des Musiktheaters Zumhof, hat sich zusammengetan mit Ilsebyll Beutel-Spöri vom Rudersberger Kulturforum und Bärbel Weber, einer Geigerin aus Stuttgart, die dort eine Kulturreihe organisiert. Herausgekommen ist das Programm „Stadt Land Kultur“, das sich sehen lassen kann.

Fünf Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und ein Sonderprogramm

Geplant sind fünf größere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und einige Sonderveranstaltungen für begrenzte Personengruppen, zum Beispiel in Seniorenheimen, der Welzheimer Laufenmühle, in Schulen und Kindergärten. Die erste öffentliche Veranstaltung findet statt am Samstag, 17. September. In der Gemeindehalle Rudersberg wird dort ab 20 Uhr „Buschwerk“ zu sehen sein. Dabei handelt es sich, so kündigen es die Damen an, um „einen komisch-melancholischen Streifzug durch Leben und Werk von Wilhelm Busch“, einem niedersächsischen Satiriker, Humoristen und Karikaturisten.

Weiter geht es am Sonntag, 18. September, mit einem Open-Air-Konzert des „Fernweh Ensembles“ bei der Ölmühle Michelau. Das Ensemble, das sich während der Pandemie gründete, als viele Menschen von der Ferne nur träumen konnten. An der musikalischen Weltreise können Interessierte bereits ab 16 Uhr teilnehmen, bei schlechtem Wetter weichen die Musiker ins Schlechtbacher Bürgerhaus aus.

Ein "Highlight": Lizzie Doron liest aus ihrem Roman

Ein echtes Highlight ist laut Knötzele und Beutel-Spöri die Autorinnenlesung mit Lizzie Doron am Dienstag, 20. September, im Bürgerhaus Schlechtbach. Die renommierte Autorin, die in Tel Aviv und Berlin lebt, kommt nach Schlechtbach, um aus ihrem Roman „Was wäre, wenn“ zu lesen. Die Autorin liest auf Hebräisch und Englisch, Kerstin Müller liest dann eine deutsche Übersetzung. Musikalische Begleitung liefert das Klezmer-Ensemble „Dreierlei“.

Gleich zweimal ist das „Waldenstein Duo“ mit Kammermusikkonzerten am Samstag, 24. September, um 20 Uhr und am Sonntag, 25. September, um 17 Uhr in der Kulturscheune Zumhof zu sehen (Sonate E-Dur von Johann Sebastian Bach, Fantasie C-Dur von Franz Schubert). Jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn gibt die Musikwissenschaft-Masterandin Hanna Knötzele eine Einführung.

Eine „knisternde und lustige Stunde“ kündigen zu guter Letzt „Horch und Guck“ mit Kerstin Müller und Raik Singer am Samstag, 8. Oktober, im Rudersberger Rathaus an. Das Duo möchte nicht nur literarisch interessierte Menschen begeistern, sondern auch solche, die damit normalerweise nicht so viel am Hut haben.

Was Kulturbegeisterte bei den zurzeit inflationsbedingt hohen Preisen sicher freuen wird: Alle Veranstaltungen sind komplett kostenlos, es wird lediglich um einen Wertschätzungsbeitrag gebeten. Dass die Organisatoren das anbieten können, liegt daran, dass das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 80 Prozent der Kosten unter anderem für Künstlergagen, deren Anreise und die Werbung für die Veranstaltungen übernimmt. Die restlichen 20 Prozent des Aufwandes stemmen die Volksbank Welzheim, das Musiktheater Zumhof und das Kulturforum Rudersberg.

Kostenloser Eintritt: Menschen sollen wieder Kultur erfahren können

„Für Menschen, die sich sonst nicht ohne weiteres Eintrittskarten kaufen könnten, ist so eine Zutrittsmöglichkeit gegeben“, sagt Elke Knötzele. Ilsebyll Beutel-Spöri hofft, dass das kostenfreie Angebot ein Anreiz für Menschen ist, wieder „Kultur atmen zu können“. Nach herausfordernden Jahren gibt es aktuell laut der Organisatorinnen keine besonderen Corona-Regeln für die Veranstaltungen. „Wir warten, ob noch Vorgaben kommen“, sagt Elke Knötzele. Beide Frauen freuen sich darüber, dass das Land Kunst auch in einer ländlich geprägten Region fördert.

„Die Idee war, dass von drei bis 100 Jahre alten Menschen etwas geboten ist“, sagt Elke Knötzele. Darauf habe sie auch bei der Erstellung des Programms geachtet. Sie wisse zum Beispiel, dass es für viele Kindergarten-Fachkräfte gerade nicht einmal möglich sei, mit ihren Schützlingen nach Schorndorf zu fahren, weil es an Personal fehlt. So soll zum Beispiel im Sonderprogramm auch den Kindern vor Ort kulturell etwas geboten werden, genauso wie unter anderem mobilitätseingeschränkten Heimbewohnern, die sonst nicht (oft) an solchen Veranstaltungen teilnehmen können. Kulturelle Teilhabe und Inklusion war zudem eine der Förderrichtlinien, die das Land vorgegeben hatte.

Konzerte, Lesungen, Open-Air-Theater: Vom 14. September bis zum 8. Oktober ist in Rudersberg kulturell viel los. Möglich macht’s ein Förderprogramm vom Land kombiniert mit engagierten Menschen vor Ort. Elke Knötzele, künstlerische Leiterin des Musiktheaters Zumhof, hat sich zusammengetan mit Ilsebyll Beutel-Spöri vom Rudersberger Kulturforum und Bärbel Weber, einer Geigerin aus Stuttgart, die dort eine Kulturreihe organisiert. Herausgekommen ist das Programm „Stadt Land Kultur“, das sich

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