Syna meldet Erfolg, aber Arbeit an der Stromversorgung in Rudersberg geht weiter
Seit Mittwochabend (05.06.) bereits haben laut Netzbetreiber Syna bis auf wenige Anschlüsse alle Rudersberger Haushalte wieder Strom. Das verheerende Hochwasser am Sonntagabend (02.06.) legte die Stromversorgung für Tausende Menschen lahm. Die Meldung der Syna bedeutet aber nicht, dass nun alle Rudersberger wieder Strom haben. Denn die Mitteilung gilt nur für den Weg bis zum Hausanschluss. In vielen betroffenen Häusern standen die elektrischen Einrichtungen innerhalb des Gebäudes unter Wasser. Zur Wiederinbetriebnahme sei ein Elektriker erforderlich, informiert die Syna auf ihrer Internetseite.
In der Rudersberger Verwaltung hat man das Problem erkannt. „Deshalb sind wir als Gemeinde in Vorleistung gegangen und haben einen Elektriker geholt, der versucht, die Schwierigkeiten an den Hausinstallationen zu beheben“, sagte Bürgermeister Raimon Ahrens am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion.
Hausinstallation erst nach Prüfung wieder einschalten
Die Syna schreibt dazu: "Erst nach der erforderlichen Prüfung durch einen zertifizierten Elektriker kann die Hausinstallation wieder eingeschaltet werden. Bei Erdgashausanschlüssen muss ggf. ein Wechsel des Gasdruckreglers erfolgen, falls dieser geflutet wurde."
In ihrer Pressemitteilung blickt die Syna noch mal zurück auf die vergangenen Tage. In Rudersberg fiel demnach um 22.23 Uhr der Strom aus. Auch in kleinen Teilen von Winnenden und Berglen sei es zu Stromabschaltungen gekommen. Zur Sicherheit seien zudem einige Ortsnetzstationen außer Betrieb genommen worden, “damit es zu keinen Schäden an Betriebsmitteln oder Personen kommen konnte“.
Heinz Mainitz, Leiter des Syna-Serviceteams Universal Murrhardt, berichtet: „Bereits am Montagmorgen, 3. Juni, konnten wir mit der Überprüfung unseres Netzes, der Wiederversorgung und den ersten Reinigungs- und Instandsetzungstätigkeiten beginnen. Hierzu wurden weitere Betriebsteams der Syna aus den nicht betroffenen Bundesländern zur Unterstützung hinzugezogen. Die Zusammenarbeit lief einwandfrei - auch mit den regionalen Einsatzkräften.“
2800 Hausanschlüsse gereinigt und geprüft
Die Syna-Serviceteams Pleidelsheim, Bad Rappenau, Murrhardt, Nastätten, Martinsthal, Marxheim, Runkel, Kelkheim, Bonefeld und Bad Homburg waren vor Ort, um die Stromversorgung und die Sicherheit für die Betroffenen im Syna-Netzgebiet zu gewährleisten. Der Netzbetreiber schreibt dazu: „Insbesondere in Rudersberg war die Wiederinbetriebnahme sehr aufwendig. Neben den Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten im Netz mussten ca. 2800 Hausanschlüsse in Wohngebäuden gereinigt und geprüft werden.“
Nach wie vor sind die Schäden vor Ort groß. „Die Beseitigung wird noch Zeit in Anspruch nehmen“, teilt die Syna mit. Im Rems-Murr-Kreis geht der Netzbetreiber aktuell davon aus, dass vier Ortsnetzstationen vollständig ausgetauscht werden müssen. Teilweise wurden provisorische Lösungen für eine schnelle Wiederversorgung eingesetzt. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Vor allem die Inspektion startet jetzt, das heißt, dass weitere Schäden an Kabelverteilern, dem Niederspannungsnetz und der Straßenbeleuchtung in den nächsten Tagen aufgenommen werden.“



