Rudersberg

Tankstelle Elsser spendet an Verein für Behinderte, der sich im Umbruch befindet

Elsser Spende Bogusch
Von links: Tankstellenbesitzer Andreas Elsser sowie Dorothea Bogusch und Besart Morina vom Verein für Behinderte. © Benjamin Büttner

An seine Zeit als Zivildienstleistender in den achtziger Jahren erinnert sich Andreas Elsser immer noch gerne. Der Tankstellenbesitzer aus Welzheim war damals beim Verein für Behinderte in Rudersberg tätig. Und eine Verbindung besteht bis heute: mit einigen, die er damals betreute, aber auch mit Dorothea Bogusch selbst, die den Verein vor 49 Jahren gegründet hat.

Was der Tankstellenbesitzer gemacht hat

Als er in diesem Jahr eine Spendenaktion starten wollte, erschien es ihm daher mehr als naheliegend, für den Schorndorfer Verein Geld zu sammeln. „Wir kennen uns gut, und ich kenne die Strukturen.“ Was hat Elsser also gemacht? Einen Monat lang kam an seinen vier Tankstellen in Rudersberg, Welzheim, Alfdorf und Schwäbisch Gmünd bei jeder Autowäsche ein Euro dem Verein zugute.

Rund 2550 Euro sind zusammengekommen, der Tankstellen-Besitzer hat den Betrag auf 5000 Euro aufgerundet und nun dem Verein für Behinderte übergeben – „auch, um zu danken für die gute Zeit“.

Gute Erinnerungen an rund tausend Zivis

Dorothea Bogusch findet es „schön, wenn sich ein alter Zivi an einen erinnert“. Sie selbst denkt gerne zurück an die vielen Zivildienstleistenden, die einst die Arbeit mit den Behinderten unterstützten. Gut tausend junge Männer waren in den Jahren bis zur Abschaffung der Wehrpflicht im Juli 2011 als Betreuer in den Einrichtungen des Vereins tätig. Viele blieben auch nach dem Zivildienst Bogusch und den Behinderten verbunden.

Der im Jahre 1973 von Dorothea Bogusch gegründete Verein hat momentan 130 Mitglieder und in etwa genauso viele Angestellte, die sich um 75 Menschen kümmern. Drei Tagesförderstätten werden in Rudersberg, Steinenberg und Urbach betrieben. Letztere gibt es seit 46 Jahren, sie war damals die bundesweit erste Tagesförderstätte überhaupt. Außerdem gibt es eine Kurzzeitunterbringung in Rudersberg sowie drei Wohnstätten, zwei davon in Rudersberg und eine im Ortsteil Steinenberg. Zu und von den Stätten ist ein Fahrdienst eingerichtet.

Was sich im Verein gerade tut

Die Wohnstätte in der Badwiesenstraße befindet sich gerade im Umbau. Der Grund ist die geänderte Landesheimbauverordnung, die unter anderem Einzelzimmer als verpflichtend vorschreibt. Deshalb muss das Gebäude erweitert werden. Bis zum Jahresende soll der Umbau voraussichtlich abgeschlossen sein. Danach stehen Umbauten in der Wohnstätte in Steinenberg an.

Ganz überzeugt ist Bogusch von dieser Regelung, die im Pflegebereich für große Herausforderungen sorgt, indes nicht. Gerade für Menschen, etwa mit Demenz, sei es wichtig und gut, wenn sie nicht so viel Zeit alleine auf ihrem Zimmer verbringen. Doch der Verein hat keine Wahl – er muss die Verordnung umsetzen.

Wegen der Pandemie sei es bislang nicht möglich gewesen, der Öffentlichkeit Einblicke in die neuen Gebäude zu gewähren, sagt Bogusch, die kürzlich für ihre Verdienste mit der Jakob-Dautel-Medaille der Gemeinde Rudersberg ausgezeichnet wurde. Das soll im kommenden Jahr dann aber nachgeholt werden, wenn auch das 50-jährige Jubiläum des Vereins ansteht.

Nachfolger für die Vereinsgründerin ist gefunden

Der wird momentan nach wie vor von der 82-jährigen Steinenbergerin geführt. Einen Nachfolger hat sie aber bereits gefunden. Besart Morina heißt der künftige Geschäftsführer, der schon jetzt in der Einrichtung tätig ist. „Die Übergabe läuft“, sagt Dorothea Bogusch, die sich nun Stück für Stück zurückziehen, dem Verein aber weiter vorstehen will.

Und eine Idee, wofür sie die Spende ihres ehemaligen Zivis verwenden wird, hat sie auch schon. Mit den 5000 Euro sollen Freizeitangebote für die betreuten Menschen finanziert werden.

An seine Zeit als Zivildienstleistender in den achtziger Jahren erinnert sich Andreas Elsser immer noch gerne. Der Tankstellenbesitzer aus Welzheim war damals beim Verein für Behinderte in Rudersberg tätig. Und eine Verbindung besteht bis heute: mit einigen, die er damals betreute, aber auch mit Dorothea Bogusch selbst, die den Verein vor 49 Jahren gegründet hat.

Was der Tankstellenbesitzer gemacht hat

Als er in diesem Jahr eine Spendenaktion starten wollte, erschien es ihm

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