Rudersberg

Wie läuft der neue Friseursalon "ID" in Rudersberg mit Barber-Ecke?

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Rudersberger Läden stehen selten leer_0
Ilknur Demir hat in ihrem neuen Friseursalon schon eine Barber-Ecke eingerichtet. © ZVW/Gaby Schneider
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Beliebt: Die Entfernung von Gesichtshaaren mit der Fadentechnik. © Gaby Schneider

Rudersberg.
Ilknur Demir wollte schon immer einen eigenen Friseursalon haben. Am liebsten in Rudersberg, denn hier ist sie aufgewachsen, hier hat sie Freunde, hier kennt man sie. Es hat einige Jahre gedauert, bis ihr Jugendtraum zur Realität wurde, aber seit dem vergangenen November ist ihr Friseursalon „ID“, in dem sie auch eine Barber-Ecke eingerichtet hat, für die Kundschaft geöffnet. In den gleichen Räumen, in denen zuvor „Carmelos Friseursalon“ Kunden bediente.

Als Wirtschaftsförderin der Gemeinde begrüßt Martina Spichal-Mößner das. „Wir haben fast keine Leerstände“, sagt sie. „Wir sind gut versorgt und können uns überhaupt nicht beschweren.“ Bekleidungsgeschäfte, Drogerien, mehrere Lebensmittelläden, Nagel- und Piercingstudios – „Besonders für eine kleine Gemeinde haben wir wirklich alles“, sagt Martina Spichal-Mößner. Bei kleinen, inhabergeführten Läden komme die Nachfolgeregelung schon zur Sprache, aber an Produkten gehe Rudersberg nichts verloren. Lediglich mehr Gastronomen würde sich die Wirtschaftsförderin noch wünschen, dafür habe die Gemeinde aber gar nicht die Räumlichkeiten.

Bald eröffnet am Bahnhof ein neues griechisches Restaurant

Bewegung gab es in den vergangenen Monaten aber trotzdem in der Restaurant-Szene: „Wir hatten unheimlich viele Inhaberwechsel bei den Gastronomen“, sagt Martina Spichal-Mößner. Untere anderem haben das Bella Italia, die Krone und der Hirsch laut der Wirtschaftsförderin den Inhaber gewechselt. Die Burg Waldenstein bietet keinen regulären Restaurantbetrieb mehr an, tischt aber weiterhin bei Feierlichkeiten und Veranstaltungen auf.

Wie bereits an die Öffentlichkeit durchgedrungen ist, wird am Rudersberger Bahnhof außerdem bald ein neues griechisches Restaurant eröffnet. Einen genauen Zeitpunkt konnte Martina Spichal-Mößner nicht nennen, klar sei aber: „Es kommt.“ Weiterhin verlagert die Sparkasse ihren Standort und ist bald im Rathaus-Quartier zu finden.

Und wie ist Rudersberg mit Friseuren versorgt? „Es gibt viele Friseure“, sagt Martina Spichal-Mößner. Und wohl auch einige, die einen ähnlichen Barber-Service, also ein spezielles Angebot für männliche Kunden, anbieten wie Ilknur Demir das plant. „Aber keine, die speziell mit einem Barber-Angebot werben.“ In anderen Gemeinden richteten sich viele Salons laut Martina Spichal-Mößner speziell als Barber-Shop aus, so offensiv habe das in Rudersberg noch niemand versucht.

Und tatsächlich hat sich die Zahl der Barber-Shops, in denen Herrenfriseure ihren Kunden den Bart und die Haare frisieren, in den vergangenen Jahren vervielfacht.„Barber-Shops sind im Moment im Trend“ sagt Ilknur Demir. „Es gibt aber Qualitätsunterschiede.“ Eine Ecke ihres neuen Salons hat sie mit Vorwärtswaschbecken und zwei bequemen Stühlen als Barber-Shop im Kleinformat eingerichtet. Im Moment betreibt sie ihren Laden alleine, sie könnte sich aber gut vorstellen, bald einen Barber einzustellen, der sich dort der männlichen Kunden annimmt. Unter der Bedingung, dass der Friseursalon gut läuft.

Friseurmeisterin Ilknur Demir: „Die Kunden fühlen sich wohl“

Bis jetzt sieht es allerdings gut aus. „Es lief gut an“, sagt Ilknur Demir über die Zeit nach der Eröffnung. Besser als erwartet sogar. „Die Kunden fühlen sich wohl.“ Das höre sie jeden Tag öfters, das tue gut. Werbung macht die 38-Jährige klassisch in der Zeitung, aber auch online auf der Foto- und Video-Plattform Instagram, wo sie unter dem Namen „id_friseursalon“ Vorher-Nachher-Bilder ihres Schaffens teilt und so schon Kunden generieren konnte.„Ich denke, ich beherrsche mein Handwerk gut“, sagt die Friseurmeisterin, die nach einer Ausbildung in Rudersberg 15 Jahre lang in einem Schorndorfer Friseursalon arbeitete, die vergangenen vier Jahre in leitender Funktion. „Da hatte ich keine Bedenken.“ Trotzdem sei es im Vorfeld natürlich schwer, zu beurteilen, wie ein Laden laufen werde. „Bei der großen Eröffnungsfeier war der Bürgermeister dabei“, erzählt sie. „Es war toll, dass an dem Tag so viele Menschen kamen.“

„Mir hat es schon immer Spaß gemacht, mit Menschen zu arbeiten“, sagt Ilknur Demir. Nach einem Praktikum in ihrer Jugend war klar: In einem Friseursalon zu arbeiten, das ist ihr Ding. „Ich habe seit 20 Jahren nichts anderes gemacht“, sagt sie heute ohne jegliche Wehmut.

Besondere Freude bereitet es Ilknur Demir, wenn sie Kinder, die mit ihren Eltern schlecht gelaunt in ihren Salon kommen, aufheitern kann, indem sie mit ihnen redet und einen Kinderfilm zeigt. So macht den jungen Kundinnen und Kunden das Haareschneiden am Ende doch noch Spaß.

Rudersberg.
Ilknur Demir wollte schon immer einen eigenen Friseursalon haben. Am liebsten in Rudersberg, denn hier ist sie aufgewachsen, hier hat sie Freunde, hier kennt man sie. Es hat einige Jahre gedauert, bis ihr Jugendtraum zur Realität wurde, aber seit dem vergangenen November ist ihr Friseursalon „ID“, in dem sie auch eine Barber-Ecke eingerichtet hat, für die Kundschaft geöffnet. In den gleichen Räumen, in denen zuvor „Carmelos

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