Schorndorf

Öffentliche Toilette am Schlosspark Schorndorf: Wann sie fertig ist und wie die Anlage funktioniert

Schloßpark WC
Tomatenrot und sehnlichst erwartet: Das neue Toilettenhaus am Schlosspark. © Gabriel Habermann

Generationen von kleinsten Schorndorferinnen und Schorndorfern kennen das Problem: Wenn der Spielnachmittag auf dem Schlossi, wie der Spielplatz im Schlosspark unter jungen Kennern genannt wird, gerade seinen stimmungsmäßigen Höhepunkt erreicht, drückt irgendwann die kleine Blase.

Zu viel Apfelschorle beim Spielplatzpicknick konsumiert. Schnell schrillten da bislang elterliche und nicht selten auch kleinkindliche Alarmglocken. Denn der Weg zur nächsten „Netten Toilette“ ist weit, schließlich braucht die Strecke in die Innenstadt sicher vier Minuten, wenn man auf kurzen Kinderbeinen unterwegs ist.

Entlastung des Grünstreifens am Rand des Spielpatzes

Einzige Lösung war dann der im Volksmund sogenannte „Pippi-Wald“, der schmale Baumstreifen zwischen dem Spielplatz im Schlosspark und den Parkplätzen an der Friedensstraße. Schön war das nicht immer, nicht alle Erleichterten entsorgten nämlich ihre Hinterlassenschaften anständig. In den heimlichen Ecken sammelten sich die Taschentücher.

Jetzt gibt’s aber endlich eine hochglänzende Lösung. Und über die dürften sich auch die vielen anderen Nutzer desParks freuen. Derzeit wird ein tomatenrot lackiertes Toilettenhäuschen zwischen Schlosspark und dem Behördenparkplatz an der Friedensstraße errichtet. Schon im Frühjahr hatte der Gemeinderat seine Zustimmung zur dieser Investition erteilt.

Pflasterarbeiten fehlen noch

In den vergangenen Tagen wurden nun die Fundamente gelegt und das Häuschen wurde gestellt. In den nächsten Tagen folgen noch die Pflasterarbeiten. Dann wird die Toilette barrierefrei erreichbar sein. Die Nutzung der Unisex-Toilette kostet künftig 50 Cent.

15 Minuten lang gehört der Lokus dann dem Zahlenden, bevor eine Warnhupe ertönt, die ankündigt, dass die Tür sich bald wieder öffnen wird. Inhaber eines Euroschlüssels können die Toilette kostenlos eine halbe Stunde lang nutzen.

Noch im November soll das knatschrote, stille Örtchen eröffnet werden und steht dann allen Park- und Spielplatzbesuchern zur Verfügung.

Pflegeleichte, haltbare Ausstattung

Ausgestattet ist es mit allem, was die Fertig-Toilettenhaus-Industrie zu bieten hat. Es gibt: eine pflegeleichte Kunstharz-Bodenbeschichtung, beige-farbene Fliesen an den Wänden, ein Waschbecken mit Seifenspender, ein Urinal, ein Wickeltisch und ein WC.

Zwei Toilettenpapierspender sowie ein Spritzenbehälter gibt es zudem, erklärt Thomas Wille, Bautechniker beim Gebäudemanagement der Stadt. Letzteres halte man auch deshalb vor, damit die Reinigungskräfte nicht versehendlich in verwendete Spritzen fassen müssen, wenn sie die Mülltüten wechseln. Zweimal pro Tag sind sie vor Ort und reinigen das Toilettenhäuschen an der Friedensstraße ebenso wie jenes am Karlsplatz. Eine Heizung sorgt für eine angenehme Temperatur von zwölf Grad Celsius. Mehr wird nicht geheizt. Würde im Häuschen eine höhere Temperatur erreicht, müsse es dem Gebäudeenergiegesetz ensprechen. Das hätte teure Auflagen zur Folge. 

Generationen von kleinsten Schorndorferinnen und Schorndorfern kennen das Problem: Wenn der Spielnachmittag auf dem Schlossi, wie der Spielplatz im Schlosspark unter jungen Kennern genannt wird, gerade seinen stimmungsmäßigen Höhepunkt erreicht, drückt irgendwann die kleine Blase.

Zu viel Apfelschorle beim Spielplatzpicknick konsumiert. Schnell schrillten da bislang elterliche und nicht selten auch kleinkindliche Alarmglocken. Denn der Weg zur nächsten „Netten Toilette“ ist weit,

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