Schorndorf

Überwältigender Andrang beim Schwenkbratenfest

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Fachmänner allzeit nah am Feuer unter dem Schwenkbratengrill. © Habermann / ZVW
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Früh übt sich ... hoch auf dem roten Wagen. © Gabriel Habermann
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Vorführung des neuen Gerätewagens Logistik. © Gabriel Habermann

Urbach. Genau das richtige Festwetter zum Ausgang des heißen Sommers sorgte beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Urbach für beste Stimmung und zahlreiche Besucher. „Die Urbacher stehen hinter ihrer Feuerwehr, gigantisch“, freute sich denn auch Kommandant Michael Hurlebaus über den großen Zuspruch.

Schon um die frühe Mittagszeit war kaum mehr ein Plätzchen zu bekommen. Bei angenehmen Temperaturen ließen es sich die Leute draußen unter großen Sonnenschirmen, im Festzelt oder drinnen im Feuerwehrhaus in lebhaften Gesprächen gutgehen und genossen die gute Bewirtung. Kult beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr ist natürlich der Schwenkbraten, der seit der 800-Jahr-Feier Urbachs (1981) zum Markenzeichen und Namensgeber des Fests geworden ist.

Gut 100 Helferinnen und Helfer

Und so konnte man hier einige Feuerwehrleute als die grillgitterschwenkenden Spezialisten genau da sehen, wo sie hingehören: nah am (Herd-)Feuer! „Hier schwitzt du am Tag nur einmal“, meint trocken einer der unermüdlichen Schwenker und ruft laut nach „Nachschub!“

Aber was hier auf den Punkt gegart auf die Teller der vielen Gäste kommt, bedarf längerer Vorbereitung. Michael Schiek, Chef dieser Open-Air-Küche, erzählt, dass schon am Donnerstag das Holz fürs Feuer gehackt wurde. Am Freitag das Fleisch eingelegt wurde. Und am Samstag dann der ganze Aufbau.

Überhaupt braucht es für so ein Fest viele Helfer und fleißige Hände. „Das funktioniert bei uns ganz gut“, sagt Michael Hurlebaus dazu, „da lupf’ ich den Hut!“ Da sind alle Feuerwehrkameraden, und viele mit ihren Frauen und Kindern dabei. „Locker 100 Helferinnen und Helfer“, schätzt der Kommandant. Und natürlich macht es noch mehr Spaß, wenn die Leute dann auch kommen und damit zeigen, dass sie ihre Brandschützer auch wertschätzen.

„Gemeinde weiß, was sie an uns hat“

„In Urbach ist das echt super“, schwärmt Hurlebaus. „Die Gemeinde, Verwaltung und Gemeinderat steht hinter der Feuerwehr. Die wissen, was sie an uns haben, und wir wissen, was wir an ihnen haben.“ Dabei legt der 46-Jährige Wert auf eine „offene und ehrliche Zusammenarbeit“. Und das scheint auch beim Tag der offenen Tür bestens zu funktionieren. „Hurle“, wie ihn ein paar seiner Mitstreiter im Vorbeigehen vertraut nennen, sagt: „Ich bin stolz auf meine Kameradinnen und Kameraden.“

Zur vollen Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gehört, dass sie auch mit dem notwendigen Material ausgestattet wird. Neu angeschafft hat die Gemeinde vor den großen Ferien einen Gerätewagen GW Logistik, der an diesem Tag auch der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und beliebtes Krabbelziel auch von vielen Kindern und Jugendlichen war. Aber auch einige Kameraden benachbarter Feuerwehren waren dort beim angeregten Fachsimpeln zu beobachten.

Der Wagen ist mit einer Anzahl von Rollcontainern beladen, die unterschiedliche Ausrüstungen zur Optimierung von Löschangriffen aber auch zur Verkehrssicherung und anderen Einsätzen, die zum Alltag der Feuerwehren gehören, lagern und schnell und variabel zugänglich machen. Die Anschaffung ist das eine, wichtig ist danach aber, erklärt Michael Hurlebaus, dass die Leute am neuen Gerät auch geschult werden. Da sei man aber, besonders nach den Ferien, „fleißig dabei“.


Seiteneinsteiger

„Bei uns ist die Welt noch in Ordnung“, sagt Urbachs Feuerwehrkommandant über die Stärke seiner Einsatztruppe. Mit 74 Freiwilligen „sind wir gut aufgestellt“. Beim Nachwuchs, in der Jugendfeuerwehr, sind es im Moment etwa 30 Aktive.

Immer aber freue man sich über „Seiteneinsteiger“ im Alter etwa zwischen 30 und 40 Jahren, die hier ihr Häusle und Familie haben und sich bei der FW engagieren wollen. Das sei gar nicht so selten.

Ein weiterer Vorteil für die Seiteneinsteiger, falls zugezogen: Schneller Anschluss in die Gemeinde, versichert Hurlebaus.