Schorndorf

49. SchoWo eröffnet

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Schorndorfer Ehrbarkeit und Rapper McBruddaal beim der Schowo-Eröffnung © Gabriel Habermann
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Keine SchoWo-Eröffnung ohne Schorndorfer Weiber © Gabriel Habermann

Schorndorf.

Der Fassanstich mit vier Schlägen, dazu MC Bruddaals gerappte Liebeserklärung, dass es dahanna und bei der SchoWo sowieso „am scheenschda isch“, Musik vom Großen Blasorchester und das obligatorische SchoWo-Gedicht von Silvia Wolz. Doch bei der Eröffnung am Freitagabend gab’s noch mehr: Nämlich die Versicherung von Pastor Stefan Reinhardt, der für die Vereinsgemeinschaft sprach, dass selbst Jesus auf die SchoWo gehen würde.

Wir haben die Eröffnung live auf Facebook übertragen - hier der Mitschnitt.

Ob Jesus dabei war oder nicht – voll war die Stadt zur SchoWo-Eröffnung am Freitagabend auf jeden Fall: Gut besucht der Marktplatz, rappelvoll der Archivplatz. Hier fand in diesem Jahr die Eröffnung statt, nachdem der von Spielmannszug und Stadtgarde angeführte Umzug mit Schorndorfer Ehrbarkeit, Schorndorfer Weibern, Landfrauen, den Vereinsvorständen und der Vereinsgemeinschaft (VG) auf der Bühne angekommen war.

Und da jedes Jahr ein anderer Vertreter der Vereinsgemeinschaft die Eröffnungsrede halten darf, war auch Pastor Stefan Reinhardt von der Evangelisch-methodistischen Kirche mit auf die Bühne gekommen.Als Vertreter der Evangelischen Allianz empfahl er den SchoWo-Besuchern nicht nur, die Heiligenscheine etwas zu lockern, sondern wünschte sich die SchoWo gleich auf Rezept. Ist er doch überzeugt: „Auch Jesus würde auf die SchoWo gehen.“ Schließlich habe auch der gern gefeiert und sich unter Menschen wohlgefühlt.

Friedlich miteinander feiern und arbeiten, das zeichnet für Reinhardt die SchoWo aus. Und dass ohne das vielfältige ehrenamtliche Engagement das große Stadtfest gar nicht möglich wäre, auch daran erinnerte Reinhardt in seiner Rede und zeigte sich überzeugt, dass Menschen, die auf der SchoWo zusammenarbeiten, sich auch ganz neu kennenlernen können. Das Kulturforum und die Evangelische Allianz zum Beispiel, die sich in diesem Jahr den Finanzamtshof teilen: „Die einen sorgen für die Musik, die anderen fürs Essen.“ Und nicht zuletzt gilt für Reinhardt ein Dank auch den Anwohnern, „die die SchoWo mittragen – und manchmal auch ertragen“.

Höchste Zeit für Silvia Wolz’ begeistertes SchoWo-Gedicht – und MC Bruddaals Liebeserklärung an Schorndorf, das Remstal und die SchoWo: Mit Goldbrezel um den Hals und Spiegelbrille im Gesicht rappte Henrik Brislow sich – unterstützt von der klatschenden Bürgermeisterriege und dem Publikumschor – in Begeisterungsreime: Wo isch’s am schneenschda? „Dahanna.“ Wo gibt’s den beschta Birgermeischter? „Dahanna.“

Und nachdem es noch ein vom Schwabenrapper angestimmtes „Häppy Birschday“ für FPD-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann gegeben und Oberbürgermeister Matthias Klopfer Bundes- und Landtagsabgeordnete, seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Remstal, Gäste aus der spanischen Partnerstadt Errenteria und der US-amerikanischen Partnerstadt Tuscaloosa, die neue Dekanin, Kreisräte, Stadt- und Ortschaftsräte, ja alle SchoWo-Gäste und die Macher von der VG sowie Polizei, Feuerwehr und DRK begrüßt hatte, schritt er zum Fassanstich. N

icht ohne Lampenfieber – hatte sich doch Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich bei seinem letzten Fassanstich erst verletzt. Ein paar Reime und den Klinikchef im Publikum zur Beruhigung– doch alles ging glatt: Eins, zwei, drei – und beim vierten Schlag floss das Bier: „Damit ist die 49. SchoWo eröffnet“.