Schorndorf

AfD-Wahlplakate beschädigt? Die beschuldigten Linken weisen die Vorwürfe "aufs Schärfste" zurück und erstatten Gegenanzeige

Wahlplakate zerstört
Immer wieder werden Wahlplakate beschmiert oder beschädigt, wie hier im Landtagswahlkampf.

Schorndorf.

Am Samstagmittag, gegen 13 Uhr, wurden laut Polizeibericht fünf Männer in Schorndorf beobachtet, Sie sollen im Bereich Aichenbachstraße/Feuerseestraße mehrere Wahlplakate der AfD beschädigt haben. Einige der Plakate seien abgerissen und in den Feuersee geworfen worden. Herbeigerufene Streifen des Polizeireviers Schorndorf stellten die fünf Männer im Bereich Uhlandstraße und Göppinger Straße und stellten die Personalien fest. Die Männer müssten mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen. Das Motiv für die Tat, so schließt der Polizeibericht, „dürfte in der konträren politischen Gesinnung der Männer zu finden sein“. Das schloss die Polizei wohl aus der Tatsache, dass sie laut einer Sprecherin „Plakate einer anderer Parteien bei sich trugen“.

Reaktion der Rems-Murr-Basisgruppe: „Wir weisen diese haltlosen Anschuldigungen aufs Schärfste zurück!“

Am späten Abend erreichte die Redaktion folgende Mitteilung der „Rems-Murr-Basisgruppe", gesendet von einere  Adresse der Linksjugend solid-BW: „Am Samstagmittag waren fünf junge Genoss:Innen der Partei die Linke sowie der Linksjugend Solid Rems-Murr in Schorndorf unterwegs, um Wahlplakate der Partei die Linke für den Wahlkampf aufzuhängen. Gegen 12.45 Uhr kam es zu einer seltsamen Begegnung: Urplötzlich wurden sie beim Plakatieren aus einem schwarzen Mercedes gefilmt...“ Keine zehn Minuten später seien die Genossen und Gemossinnen von drei Streifenwagen angehalten worden. Sie seien dabei beobachtet und gefilmt worden, wie sie Wahlplakate beschädigt hätten.

Die Reaktion der Linken in ihrer Verlautbarung: „Wir weisen diese haltlosen Anschuldigungen aufs Schärfste zurück!“ Dennoch: Trotz der Tatsache, dass es hellichter Tag war, die Genossen extrem auffällig mit Musikbox und Bollerwagen mit Wahlplakaten der Partei die Linke unterwegs gewesen seien, sei ihnen mitgeteilt worden, dass nun wegen Sachbeschädigung gegen sie ermittelt werde.

Laut Ihrer Pressemitteilung regiert die Linke so: „Die Genoss:Innen werden Strafanzeige gegen den unbekannten Fahrer stellen wegen der ungefragten Anfertigung von Videomaterial und der Verleumdung.“ Nicht nur sei die Pressemitteilung der Polizei inhaltlich falsch, da die Menschen, welche plakatierten keine „fünf Männer“ waren, nein, es werde öffentlichkeitswirksam Anklage gegen Unschuldige erhoben. Fazit der Linken:  „Die Genossen haben sich zu keinem Zeitpunkt strafbar gemacht, auf dem von dem Fahrer angefertigten Videomaterial wird nur zu sehen sein, wie die Genoss:Innen Plakate aufhängen.“