Schorndorf

Arnold-Galerie in Schorndorf hat einen neuen Besitzer

Arnoldgalerie
Links logierte früher C&A, jetzt kommt eine Apotheke in die Räumlichkeiten. © Gaby Schneider

Seit einem Jahr ist der frühere Blumenladen Fink geschlossen. Die Sanierung hinter den verhangenen Scheiben scheint längst angelaufen zu sein, doch ein neuer Betreiber für das Geschäft ist nicht in Sicht. Saniert wird auch im ehemaligen Kindermodengeschäft von C&A: Hier zieht bekanntermaßen eine Apotheke unter der Regie von Thorsten Leiter ein. Auch hinter den Scheiben von Regro scheint nichts mehr los zu sein. Einige Kleiderständer sind noch zu sehen, doch der Laden ist schon seit einer Weile geschlossen. Ob der Laden je wieder aufmacht, ist ungewiss – auch für den Eigentümer Reiner Regerbis.

Probleme beim Textilgeschäft Regro

Aufgrund der Corona-Rezession und den daraus resultierenden Marktveränderungen hin zum Onlinegeschäft seien die Umsätze massiv weggebrochen und konnten sich nicht wieder stabilisieren, teilt Reiner Regerbis auf Anfrage mit. Die Verhandlungen mit dem Vermieter über eine verminderte Miete seien zuerst positiv verlaufen, doch dann - mit dem Verkauf der Immobilie an einen anderen Investor - festgefahren.

Dazu kommen jetzt hohe Mietnachforderungen des Alteigentümers, schreibt Regerbis weiter. Ein Rechtsstreit sei noch nicht entschieden. Dazu kam im Juli auch noch unfallbedingt der Ausfall der wichtigsten Mitarbeiterin. Ein Ausfall, der nicht annähernd gleichwertig kompensiert werden könne. Was Regerbis sehr bedauert: Ein persönliches Gespräch habe mit dem bisherigen Eigentümer, der Vicus Real Estate Südwest, nie stattgefunden.

Die ganze Kommunikation sei telefonisch oder per Mailverkehr geführt worden. Umso mehr ist er nun auf die neuen Eigentümer gespannt.

Neuer Eigentümer: Porth-Gruppe aus Lüneburg

Tatsächlich scheint sich hinter den Kulissen des Einzelhandel-Zentrums etwas zu tun. Am 1. September wurde die Arnold-Galerie an die Porth-Gruppe in Lüneburg verkauft. Und diese will in Schorndorf nun aktiv werden. Als Familienunternehmen habe Porth großes Interesse, die Immobile zu verbessern und Leerstände zu beheben“, sagt Geschäftsführer Carl-Georg Porth.

Die großflächigen, ebenerdigen Einheiten sieht der neue Vermieter als großen Vorteil des Quartiers, dessen Mix die Porth-Gruppe nun weiter qualifizieren wolle: Für die Räume des ehemaligen Blumenladens gebe es mehrere Interessenten, die damit verbundenen, verschiedenen Nutzungen (Verwaltung, Gastronomie, Friseur) würden geprüft.

Zunächst wolle man sich aber ein Gesamtbild verschaffen und sich über Bedarfe und Perspektiven der Mieter informieren. Schließlich könnten auch seitens der Mieter Wünsche nach Veränderung oder Wechsel innerhalb des Areals vorhanden sein.

Vieles muss neu besprochen werden

Für Thorsten Leiter, der sich aktuell in den Umbauarbeiten für seine Apotheke befindet, war der Verkaufszeitpunkt denkbar ungünstig. Vor dem Verkauf sei nichts mehr vorangegangen, sagt er, mit dem neuem Eigentümer müsse vieles nochmals neu besprochen werden. Dies habe zu einem Zeitverzug geführt. Die Gespräche hätten bisher leider nur telefonisch und nicht persönlich stattgefunden, seien aber sympathisch verlaufen und ließen auf eine gute Zusammenarbeit und eine gute Weiterentwicklung des Areals hoffen, sagt Leiter. Die Eigentümer säßen nun eben nicht mehr in Leipzig, sondern in Lüneburg ...

Vorbesitzer hat Galerie shcon nach zwei Jahren weiterverkauft

Bei der Stadtverwaltung nimmt man den Verkauf der Arnold-Galerie gelassen. „Wir sind es gewohnt“, sagt Gabriele Koch, Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr. Gerade mal zwei Jahre war die Vicus Group aus Leipzig in Schorndorf aktiv, bevor sie die Immobilie nun wieder abgestoßen hat. „Porth ist jetzt der vierte Eigentümer“, sagt Gabriele Koch.

Im Gegensatz zu früheren Eigentümern, die die Immobilie kurz aufhübschen und dann wieder verkaufen wollten, geht sie bei der Porth-Gruppe allerdings von einem langfristigeren Interesse aus. „Porth hält ihre Immobilien und verwaltet sie“, weiß Gabriele Koch. Sie setzt darauf, dass das auch bei der Arnold-Galerie der Fall ist.

Wolz bleibt entspannt

Nach fast 20 Jahren in der Arnold-Galerie und diversen Wechseln der Eigentümer nimmt Metzgermeister Christian Wolz die neuste Entwicklung entspannt zur Kenntnis. „Die Verträge bleiben bestehen“, sagt er. „Wir hatten da noch nie irgendwelche Nachteile.“ Macht er sich Sorgen wegen der Leerstände? „Nein, noch nicht“, sagt er. Die Frequenz sei durch Corona schlecht gewesen, doch nun tue sich wieder was. Auch bei ihm selbst: In Winterbach eröffnet die Metzgerei eine weitere Filiale.

Seit einem Jahr ist der frühere Blumenladen Fink geschlossen. Die Sanierung hinter den verhangenen Scheiben scheint längst angelaufen zu sein, doch ein neuer Betreiber für das Geschäft ist nicht in Sicht. Saniert wird auch im ehemaligen Kindermodengeschäft von C&A: Hier zieht bekanntermaßen eine Apotheke unter der Regie von Thorsten Leiter ein. Auch hinter den Scheiben von Regro scheint nichts mehr los zu sein. Einige Kleiderständer sind noch zu sehen, doch der Laden ist schon seit einer

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