Schorndorf

Beton-Tankstelle der Firma Kemmler in Schorndorf: Wie funktioniert sie?

Kemmler Betontankstelle
Kemmler-Geschäftsführer Dieter Heinze vor der Betontankstelle. © Kemmler Baustoffe

Lange Zeit wurde auf dem Hof von Kemmler Baustoffe & Fliesen in der Langen Straße gebaut. Was es mit der dort entstandenen Anlage auf sich hat, darüber konnten die Schorndorferinnen und Schorndorfer lange nur rätseln. Jetzt hat das Unternehmen nach langem Warten endlich sein Geheimnis gelüftet: Auf der erst vor zwei Jahren gekauften, 2000 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche steht eine sogenannte Betontankstelle. Doch für wen ist sie gedacht und wie funktioniert das Ganze?

Wer beim Wort Betontankstelle an große Lastwagen und Riesenbaustellen denkt, hat weit gefehlt. Denn die vollautomatische Anlage ist für kleine Handwerksbetriebe und Privatkunden gebaut worden. Innerhalb nur weniger Minuten kann die Maschine direkt auf dem Gelände von Kemmler den „Beton2Go“, so hat das Unternehmen das fertige Produkt getauft, frisch anmischen. Und das schon ab einer Menge von einem Viertelkubikmeter.

„Jeder kann so bei uns einfach und schnell seinen Beton auf Knopfdruck selbst zapfen und direkt mitnehmen“, erklärt Dieter Heinze, Geschäftsführer der Schorndorfer Kemmler-Niederlassung.

Beton muss nicht selbst angemischt werden

Auf die Idee ist Dieter Heinze gekommen, weil viele Kunden über die Jahre immer wieder kleine Mengen an Frischbeton angefragt haben. Zum Beispiel, um Estrich und Fundamente zu gießen oder Randsteine zu setzen. Der Bedarf besteht also.

Deshalb plante Kemmler die Beton-Abholstation auf der kürzlich gekauften Erweiterungsfläche des Geländes. Seit April 2021 dient diese als Freilager, rund ein Viertel der Fläche ist mit der Betontankstelle und den zugehörigen Schüttgutboxen belegt. Der Bau der Anlage zog sich über mehrere Monate.

Die Betontankstelle ist nicht nur bei einer kleinen Menge geschickt, sie erleichtert den Kunden sogar ihre Arbeit, wie der Geschäftsführer erklärt: „Unsere Betontankstelle nimmt den Kunden viel Arbeit ab. Das zeitaufwendige Anmischen auf der Baustelle entfällt durch unseren Service. Und bei den Mengen ist man flexibel und nimmt nur das mit, was man auch wirklich benötigt.“ Denn gerade bei kleineren Bauprojekten bleibt oft viel Beton übrig.

Der Kauf ist dabei so einfach wie möglich gestaltet, erklärt Dieter Heinze: Die Kunden treffen im Verkaufsraum, der „Baustoffverkaufstheke“ in der Fliesenausstellungshalle, ihre Auswahl aus den zur Verfügung stehenden Beton-Rezepturen. Dann erhalten sie eine Chipkarte, auf der die gewünschte Mischung und Menge gespeichert ist und mit der sie direkt zur Betontankstelle am anderen Ende des Hofes fahren können. Dort müssen sie nur noch die Chipkarte einlesen, ihren Anhänger unter dem Förderband platzieren, auf einen Knopf drücken und auf ihre gewünschte Mischung warten.

Garten- und Landschaftsbauunternehmen sind die Zielgruppe

Dieter Heinze erklärt, dass der Beton innerhalb von vier Minuten fertig und abfahrbereit ist. „Anders als am Betonwerk. Dort warten die Kunden gerne mal eine halbe bis dreiviertel Stunde, wenn ein großer Betonmischer auflädt.“ Als Ergänzung zum „Beton2Go“ hat Kemmler am Standort Schorndorf sein Sortiment erweitert. Dieter Heinze spricht von einem „Komplettpaket rund ums Betonieren“. Mörtelkästen, Betonstahl, Schubkarren, Schaufel, Maurerkellen und vieles mehr können jetzt dort gekauft werden.

Mit der Geschäfts- beziehungsweise Sortimentserweiterung will Kemmler vor allem Garten- und Landschaftsbauunternehmen ansprechen. Firmen dieser Art benötigen normalerweise kleinere Mengen an Beton als im Baugewerbe. Lediglich in der kalten Jahreszeit, wenn es Minusgrade hat, ist die Anlage nicht in Betrieb.

Lange Zeit wurde auf dem Hof von Kemmler Baustoffe & Fliesen in der Langen Straße gebaut. Was es mit der dort entstandenen Anlage auf sich hat, darüber konnten die Schorndorferinnen und Schorndorfer lange nur rätseln. Jetzt hat das Unternehmen nach langem Warten endlich sein Geheimnis gelüftet: Auf der erst vor zwei Jahren gekauften, 2000 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche steht eine sogenannte Betontankstelle. Doch für wen ist sie gedacht und wie funktioniert das Ganze?

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