Schorndorf

Brühlhalle in Schornbach: Feldbetten für etwa 90 Ukraine-Flüchtlinge aufgestellt

Flüchtling Brühlhalle
In den quadratischen Kartons sind die Feldbetten und Schlafsäcke verpackt. Den Aufbau demonstriert José-Maria Soto-Suarez (links) unter den Augen von Bernd Hornikel, Klaus Konz und Thorsten Englert (von rechts). © Gabriel Habermann

Es ist kurz nach 15 Uhr, als der Schorndorfer Feuerwehrlastwagen am Donnerstagnachmittag in die Einfahrt zur Brühlhalle einfährt. „Da kommen die Betten“, weiß Bernd Hornikel. Der Oberbürgermeister fügt direkt an: „Der Logistiker aus Bayern konnte nicht sagen, wann er die Betten liefern kann, also haben wir kurzerhand entschieden, die Betten selbst abzuholen. Morgens um vier ist der Feuerwehrlastwagen in Schorndorf losgefahren.“

Devise: Nicht lange überlegen, sondern machen

Im Moment lautet die Devise: nicht lange überlegen, sondern machen. Der Erste Bürgermeister Thorsten Englert ergänzt: „Es ist sehr schnell gegangen. Vor einer Woche haben wir die Betten bestellt, am Dienstag im Technischen Ausschuss darüber informiert, am Mittwoch den Zwei-Stufen-Plan erstellt und jetzt, einen Tag später, sind die Betten da.“ Schorndorf habe primär den Weg der Gemeinschaftsunterkunft gewählt, da die Vorteile „für uns als Stadt überwiegen“, so Hornikel. „Es ist ein echtes logistisches Projekt“, fügt Englert hinzu.

Sanitäre Anlagen vorhanden

Wie viele ukrainische Geflüchtete – vor allem Mütter mit ihren Kindern – in der Halle genau unterkommen können, muss noch abgestimmt werden. „Wenn man Bett an Bett stellt, könnte man bis zu 90 Plätze schaffen. Wir wollen durch die Abtrennungen den Geflüchteten etwas Privatsphäre ermöglichen und zusätzlich zu den Feldbetten noch andere Betten aufstellen. Damit könnte sich allerdings die Gesamtkapazität verringern“, so Englert. In der Halle seien gute sanitäre Anlagen vorhanden, sollte es jedoch zu Engpässen kommen, werde man Container aufstellen. Bernd Hornikel betont ein zweites Mal: „Es geht ums Machen.“ Schnelle Hilfe wolle man bieten. Die Stadtverwaltung zeige eine hohe Leistungsfähigkeit. Alles gehe Hand in Hand. Das zeige auch die Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche. Die Akquirierung und Koordination von Ehrenamtlichen werde vorbereitet.

WLAN eingerichtet

Die Technik wurde am Donnerstag fürs WLAN ebenfalls schon eingerichtet. Nun muss die Stadtverwaltung sich noch mit den Stadtwerken einig werden. „Aber auch das wird funktionieren“, ist sich Englert sicher. Die Internetverbindung ist sowohl für die Erwachsenen wichtig, um die Nachrichten aus der Heimat zu verfolgen, wie auch für die Kinder. Denn: „Die Kinder machen Home-Schooling“, hat Englert mitbekommen. Das baden-württembergische Kultusministerium hat die Möglichkeit geschaffen, dass die Kinder lernen können, weil das den Ukrainern wichtig sei. Deshalb werden in der Brühlhalle auch Plätze eingerichtet, damit die Kinder lernen können. Der Standort in Schornbach bietet sich aus Sicht von Bernd Hornikel und Thorsten Englert außerdem deshalb sehr gut an, weil „es rund um die Halle eine große Außenfläche und Sportplätze gibt“. Der Start der Erstbelegung ist für den 4. April anberaumt.

Wie schnell das Feldbett aufgebaut ist, zeigen Klaus Konz, Fachbereichsleitung Gebäudemanagement, und sein Kollege José-Maria Soto-Suarez (Gebäudereinigung/ Fachbereich Gebäudemanagement). In wenigen Minuten ist die erste Liegemöglichkeit zusammengesteckt. Mit der Unterbringung in der Brühlhalle will man laut Thorsten Englert „erste Erfahrungen sammeln“, um dann in Kürze eine weitere Halle vorzubereiten – die Tannbachhalle Miedelsbach. „Denn lieber haben wir eine Halle zu viel als zu wenig Kapazitäten.“

Es ist kurz nach 15 Uhr, als der Schorndorfer Feuerwehrlastwagen am Donnerstagnachmittag in die Einfahrt zur Brühlhalle einfährt. „Da kommen die Betten“, weiß Bernd Hornikel. Der Oberbürgermeister fügt direkt an: „Der Logistiker aus Bayern konnte nicht sagen, wann er die Betten liefern kann, also haben wir kurzerhand entschieden, die Betten selbst abzuholen. Morgens um vier ist der Feuerwehrlastwagen in Schorndorf losgefahren.“

Devise: Nicht lange überlegen, sondern

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