Schorndorf

CO2-Ampeln erleichtern Schorndorfs Schulalltag

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Beate Flemming- Nikoloff freut sich über die 50 CO2-Ampeln, die ihre Schule jetzt geliefert bekommen hat. © Ralph Steinemann Pressefoto

Endlich sind sie da. Die ersten CO2-Ampeln hängen in Schorndorfer Klassen- und Lehrerzimmern. So sehnlich sie erwartet waren, so unspektakulär sehen sie aus: kleine weiße Kästchen mit sechs kleinen Lämpchen. Allein 50 der Ampeln sind Ende der Woche in die Gottlieb-Daimler-Realschule geliefert worden. Schulleiterin Beate Flemming-Nikoloff hat das erste Gerät direkt aus dem Karton geholt, begutachtet und anbringen lassen. Sie freut sich sehr darüber, dass mit den Ampeln nun eine gewisse Sicherheit darüber besteht, wann notwendigerweise tatsächlich gelüftet werden muss, um das Corona-Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

50 CO2-Ampeln in der Gottlieb-Daimler-Realschule

Ist eine kritische CO2-Konzentration in den Räumen erreicht worden, schalten die Ampeln auf Gelb. Im besten Falle wird dann sofort quergelüftet, bevor die Ampel auf Rot springt, und so lange, bis sie wieder Grün anzeigt. Bislang mussten die Lehrkräfte selbst entscheiden, wann gelüftet wird. In der Gottlieb-Daimler-Realschule werden nun 31 Klassenzimmer mit den Kästchen ausgestattet. Und auch in den Besprechungsräumen und im Lehrerzimmer hängen die Ampeln.

Übrigens: Weil die Sanierungen am Schulgebäude über die Sommerferien nicht fertig geworden sind, sind noch etliche Fenster mit Baufolien verhängt. „Die haben wir jetzt aufgeschlitzt, damit wir überhaupt ordentlich lüften können“, berichtet Rektorin Flemming-Nikoloff. Schließlich wird kräftiges Querlüften, bei dem Fenster und Türen gleichzeitig geöffnet werden, empfohlen, um die verbrauchte Luft möglichst schnell durch frische auszutauschen.

Fuchshofschule hat 15 Ampeln bekommen

Auch Simone Kumordzie-Plott, Rektorin der Schorndorfer Fuchshofschule, ist froh darüber, dass die Ampeln jetzt angekommen sind. „Das ist eine gute Geschichte“, findet sie. Da sich sämtliche Zimmer der Schule gut lüften ließen, wären Luftfiltergeräte völlig unnötig gewesen. Gerade im Winter werden die Ampeln hilfreich sein, nimmt sie an. Dann können die Fenster nach dem Lüften direkt wieder geschlossen werden, sobald die CO2-Konzentration es wieder zulässt. Schließlich soll winters auch keine Wärme verschenkt werden. „So können wir gleichzeitig die Unterkühlung und eine schlechte Raumluft vermeiden.“

Große Sicherheit, dass die Lehrer geimpft sind

Sie findet es sehr angenehm, dass die Ampeln klein und leise in der Ecke stehen. „So können die Lehrerinnen und Lehrer ganz unaufgeregt für die rechtzeitige Lüftung sorgen.“ Die Ampeln hängen in acht Klassenzimmern, in der Kernzeitbetreuung und im Sekretariat.

Wie sie die Situation der Schulen aktuell einschätzt? „Es gibt schon eine große Sicherheit, dass die meisten Lehrer geimpft sind“, findet sie. Aber gerade in den Grundschulen könne man derzeit nur auf Sicht fahren. Immerhin gibt’s noch längst keine Impfempfehlung für Kinder unter zwölf Jahren. „Wir müssen lernen, mit der Situation umzugehen, und den Schulalltag so sicher wie möglich gestalten.“ Lamentieren helfe nicht, das Testen aber umso mehr. Und das geschehe dreimal pro Woche unter der Aufsicht der Lehrkräfte. Längst seien die Kinder darin routiniert.

Vier Luftfiltergeräte für die Albert-Schweitzer-Schule

Für die Albert-Schweitzer-Schule sind vier Luftfiltergeräte vorgesehen. Im Laufe des Schuljahres werden wohl noch CO2-Ampeln folgen. In vier Fachräumen werden die Filter benötigt. Sie haben keine richtigen Fenster, die zum Lüften ordentlich geöffnet werden könnten, es handle sich mehr um Lichtschächte. Bis die Filter ankommen, werden die Räume aber dennoch genutzt. „Wir lüften bis dahin halt, so gut es geht“, erklärt Susanne Langner, die kommissarische Schulleiterin.

An der Schule an der Burgstraße werden Kinder von der ersten bis zur neunten Klasse unterrichtet. Die Klassenzimmer werden regelmäßig gelüftet, die Kinder künftig dreimal pro Woche unter Aufsicht der extra dafür ausgebildeten Lehrkräfte getestet. Die Kinder, die bereits geimpft sind, müssen nicht mehr getestet werden, weshalb Susanne Langner weiß, dass aktuell nicht viele Schülerinnen und Schüler geimpft sind.

Eine Erleichterung für den Schulablauf seien die wenigen geimpften Kinder derzeit noch nicht. Schließlich müsse immer noch getestet werden, solange nicht alle immunisiert seien. Und während der Großteil der Klasse mit Wattebäuschen und Röhrchen beschäftigt ist, können auch die wenigen Immunisierten nicht unterrichtet werden. „Die geimpften Schülerinnen und Schüler warten dann eben so lange.“ Trotzdem freue sie sich natürlich über jeden, der geimpft sei. Immerhin – schon lange habe es keinen Corona-Fall mehr an ihrer Schule geben – „Gott sie Dank“, wie sie findet.

So viele CO2-Ampeln bekommen die Schorndorfer Schulen: Acht gehen an die Schlosswallschule, 15 an die Fuchshofschule, 40 an das Max-Planck-Gymnasium, 50 an die Gottlieb-Daimler-Realschule, 13 an die Künkelin-Schule, sieben an die Schurwaldschule, vier an die Reinhold-Maier-Schule.

So viele Luftfilter werden in Schorndorf erwartet: vier für die Albert-Schweitzer-Schule, je einer für die Rainbrunnenschule, die Otfried-Preußler-Grundschule und die Reinhold-Maier-Schule, je einen für die Kita Helle Eiche in Schornbach und die Kita Arche in Miedelsbach.

Endlich sind sie da. Die ersten CO2-Ampeln hängen in Schorndorfer Klassen- und Lehrerzimmern. So sehnlich sie erwartet waren, so unspektakulär sehen sie aus: kleine weiße Kästchen mit sechs kleinen Lämpchen. Allein 50 der Ampeln sind Ende der Woche in die Gottlieb-Daimler-Realschule geliefert worden. Schulleiterin Beate Flemming-Nikoloff hat das erste Gerät direkt aus dem Karton geholt, begutachtet und anbringen lassen. Sie freut sich sehr darüber, dass mit den Ampeln nun eine gewisse

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