Schorndorf

Das Haus am Wasserturm in Schlichten: Ein kleine, aber feine Pension

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Haus am Wasserturm
Katrin Auwärter. © Benjamin Büttner
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Haus am Wasserturm
Sogar die Aufkleber an den Türen hat Katrin Auwärter selbst entworfen. © Benjamin Büttner

Katrin Auwärter betreibt mit ihrem Haus am Wasserturm in Schlichten eine kleine, aber feine Pension mit fünf Gästezimmern. Den Betrieb nahm sie im Februar 2020, also kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie, auf. Trotzdem zieht sie knapp eineinhalb Jahre nach der Eröffnung ein positives Fazit.

Fünf Jahre lang war die studierte Betriebswirtin Katrin Auwärter in ihrer bisherigen berufloichen Laufbahn als globale Einkäuferin tätig. Durch diese Reisen war sie oft außerhalb des Büros in der ganzen Welt unterwegs und verbrachte viele Nächte in Hotels und Pensionen. Aus dieser Zeit habe sie, wie sie betont, viel an Inspiration und Anspruch mitgenommen. 2016 kam ihr dann die Idee, im Gewerbegebiet im Südosten Schlichtens eine Übernachtungsgelegenheit auf dem Grundstück ihrer Oma Frida, direkt neben dem Wasserturm, zu eröffnen. „Nach dem Tod meiner Oma sagte mein Vater: Mach was draus“, erzählt sie. Und da sie im Gewerbegebiet ohnehin nicht einfach ein Wohnhaus bauen konnte, entstand bis Anfang 2020 das Haus am Wasserturm.

Dienstreisende und Handwerker als Pandemie-Zielgruppe

Das Haus liegt in unmittelbarer Nähe zum Bürgerzentrum und der ASV-Halle, wo unter normalen Umständen viele Veranstaltungen stattfinden. „Leute, die von weiter weg kommen, können dann hier übernachten“, beschreibt die 32-Jährige ihre Idee.

Derartige Gäste konnte sie in den vergangenen Monaten zwar nicht begrüßen, dennoch war die Pension stets gut gefüllt. Denn Monteure und andere Dienstreisende mussten auch während des harten Lockdowns arbeiten. Dementsprechend durfte Katrin Auwärter ihnen auch einen Platz in ihrer Pension anbieten. Teilweise musste sie Interessenten sogar absagen, weil sie ausgebucht war. „Da haben wir auch etwas von den Hotelschließungen in Schorndorf profitiert“, bemerkt sie.

Die fünf Gästezimmer sind alle zwischen 17 und 19 Quadratmeter groß, geschmackvoll eingerichtet und haben ein eigenes Bad mit Dusche. Im Obergeschoss gibt es eine vollausgestattete Gemeinschaftsküche. Außerdem hat Katrin Auwärter einen Fitness- und einen Tischtennisraum eingerichtet. Da die Zimmerböden gefliest sind und bei der Planung auf Teppichböden verzichtet wurde, sind sogar Hunde in den Räumen erlaubt. Viele Dinge im Innenausbau habe sie selbst gemacht, betont Katrin Auwärter.

Die Ausstattung, wie Getränke oder Hygieneartikel, bezieht sie hauptsächlich vom Dorfladen um die Ecke. Der 32-Jährigen sei es sehr wichtig, diesen zu unterstützen.

Katrin Auwärter ist rund um die Uhr ansprechbar

Ein großer Vorteil der Pension sei ebenfalls, dass Katrin Auwärter und ihr Partner auch im Haus wohnen. Somit ist sie für ihre Gäste praktisch immer erreichbar. Sogar individuelle Wünsche erfüllt sie ihnen. So ist sie mit einem Gäste-Paar schon den Weg nach Schorndorf gelaufen und hat ihnen die Stadt gezeigt. Ein Oldtimer-Fan, der für ein Treffen in Stuttgart angereist war, konnte sein „Heiligs Blechle“ in einem der drei Garagenstellplätze vor dem Haus unterbringen. Auch ein kontaktloser Check-in ist möglich. Außerdem legt die Betreiberin regelmäßig aktuelle Broschüren für Angebote aus der gesamten Region Stuttgart aus. „Mir ist wichtig, dass alle immer up to date bleibt.“ Katrin Auwärter betreibt ihre Pension trotz allen Aufwands nebenberuflich. Ihrem eigentlichen Job geht sie weiterhin in Vollzeit nach. „Das lässt sich gut vereinbaren“, sagt sie,. Trotzdem sei ihr die Umstellung auf Home-Office durchaus entgegengekommen.

Das Fazit der Pensionsbetreiberin fällt nach den ersten eineinhalb Jahren sehr positiv aus, auch wenn sich mit andauernder Pandemie die Unsicherheit breitgemacht hatte. Das Haus am Wasserturm zu betreiben macht großen Spaß, sagt Katrin Auwärter. „Gerade wenn man ins Gästebuch schaut und die Rückmeldungen sieht.“ Ein Zimmer kann man über die hauseigene Webseite hausamwasserturm.de oder telefonisch buchen. Jedoch sei die Pension in den kommenden Wochen gut nachgefragt, wie Katrin Auwärter sagt. Darauf ist sie durchaus stolz. Denn dort, wo früher mal eine grüne Wiese war, steht heute ihr eigens aufgebautes Gästehaus. „Da trägt die Arbeit Früchte“, sagt sie.

Katrin Auwärter betreibt mit ihrem Haus am Wasserturm in Schlichten eine kleine, aber feine Pension mit fünf Gästezimmern. Den Betrieb nahm sie im Februar 2020, also kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie, auf. Trotzdem zieht sie knapp eineinhalb Jahre nach der Eröffnung ein positives Fazit.

Fünf Jahre lang war die studierte Betriebswirtin Katrin Auwärter in ihrer bisherigen berufloichen Laufbahn als globale Einkäuferin tätig. Durch diese Reisen war sie oft außerhalb des Büros in der

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