Schorndorf

Die Nachwuchsbläser der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen

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Die fleißigen Jungbläser mit Günther Neher, Günter Martin Korst, Rektor Dieter Leins, Harald Väth vom Musikverein Stadtkapelle, Stiftungsrat Horst Reingruber, Ausbildungsleiterin des Musikverein Stadtkapelle Susanne Väth und Stiftungsrat Peter Erdmann (hintere Reihe v.l.n.r.) © Kölbl

Schorndorf. Ob Posaune, Horn oder Tuba – in der neuen Bläserklasse an der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen können kleine Nachwuchsmusiker ran an die Instrumente. Mit insgesamt 20 000 Euro finanziert die Rudolf- und Anna- Bühler-Stiftung die neue Klasse. Und die ist schon ordentlich am Üben. Wie sie den Blech- und Holzinstrumenten Töne entlocken können, haben die Kleinen jedenfalls schon drauf.

Und jetzt, alle! Mit großem Engagement blasen 15 Kinder in ihre Trompeten, Posaunen und Klarinetten, einer trommelt. Das klingt – naja, vor allen Dingen laut. Und schräg. Und irgendwie trotz allem ziemlich schön. Schließlich sind es die ersten Schritte im eigenen Musizieren der Kinder. Die mögen zwar manchmal nicht so konzertant klingen, aber sie sprühen nur so vor Motivation und Begeisterung am Instrument. Jedem Anfang wohnt eben immer ein Zauber inne. Irgendwie.

15 Euro pro Monat für den Bläserunterricht

Dass dieser Zauber entstehen konnte, ist der Rudolf- und Anna-Bühler-Stiftung zu verdanken. Sie finanziert die neue Bläserklasse, die eine Kooperation zwischen der Gemeinschaftschule Rainbrunnen, der Jugendmusikschule und des Musikvereins Stadtkapelle ist. Je 10 000 Euro spendet die Stiftung in diesem und im kommenden Jahr, schließlich ist das Projekt zunächst auf zwei Jahre angelegt. Dank des Stiftungsgeldes müssen die Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nur einen Betrag von 15 Euro monatlich zahlen. Wer außerdem die Bildungs- und Teilhabekarte besitzt, kann außerdem einen Zuschuss von zehn Euro bekommen. „Dann kann es wirklich kaum einen mehr geben, der sich das nicht leisten kann“, rechnet der Rektor der Gemeinschaftschule Dieter Leins vor. Er freut sich sehr darüber, dass auf diese Weise jedes Kind an dem musikalischen Angebot teilnehmen kann. Zudem sei es nur positiv zu werten, wenn man eine Bläserklasse eröffnen könne, wo sie sich doch sonst landauf, landab auflösen müssen. Das wiederum kommt natürlich dem Musikverein Stadtkapelle und der Jugendmusikschule zugute. Wer nach den zwei Jahren Bläserklasse nämlich weitermusizieren möchte, kann das unter den Fittichen dieser beiden tun.

Kombination aus Ensemblespiel und Instrumentalunterricht

Bei der neuen Bläserklasse handelt es sich um eine Kombination aus Ensemblespiel und begleitendem Instrumentalunterricht. Dank der Spende sind die Personalkosten abgedeckt. Die Instrumente hat größtenteils der Musikverein Stadtkapelle zur Verfügung gestellt. Musiklehrer Günter Martin Korst kommt nun immer donnerstagvormittags in das Schulzentrum Rainbrunnen und unterrichtet die jungen Bläserinnen und Bläser. Auch für den Musikpädagogen ist’s eine besondere Situation. Immerhin sind es recht viele Kinder, die gleichzeitig die unterschiedlichsten Instrumente lernen wollen. 16 Kinder an sieben verschiedenen Instrumenten zu fördern, das ist kein Pappenstiel. Aber Korst hat reichlich Jugendorchestererfahrung und so klappt das blendend. Immerhin – der Termin ist ein günstiger. Das begrüßt auch Günter Neher von der Jugendmusikschule. Direkt nach der ersten Pause, in der dritten Stunde dürfen die Kinder ran an die Instrumente. Da sind sie noch frisch und ausgeruht. Lediglich sammeln müssen sich die Jungmusiker nach dem Toben auf dem Schulhof. Und so startet Korst stets mit ruhigen Übungen, dann gibt es kleine Rhythmikspiele, bevor es wirklich ans Eingemachte geht. Dann heißt es, alle Aufmerksamkeit nach vorne zu richten, anfangen zu spielen, wenn alle anderen starten, und zum rechten Zeitpunkt das Instrument schweigen lassen. „Eine gewisse Orchesterdisziplin müssen die Kinder erst lernen“, weiß der Musikpädagoge. Die Noten sind am Anfang eher zweitrangig. Aber drei verschiedene Noten bekommen die meisten der kleinen Bläser inzwischen hin.

Freude am Projekt
Stiftungsrat Horst Reingruber erklärt das Engagement der Rudolf- und Anna-Bühler-Stiftung: „Die Jugend und die Musik zu fördern, das steht in der Satzung“. Und Stiftungsrat Peter Erdmann fügte an: „Es ist wunderbar, wenn wir solche Projekte finden.“