Schorndorf

Drei neue Diakone im evangelischen Kirchenbezirk Schorndorf

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Von links: Albrecht Zoller, Isabel Munk und Guntram Rixecker vor dem Martin- Luther-Haus in Schorndorf. © Gaby Schneider

Der evangelische Kirchenbezirk hat das Diakonat neu aufgestellt. Dabei gibt es nicht nur personelle Veränderungen. Isabel Munk, Albrecht Zoller und Guntram Rixecker teilen sich die verschiedenen Aufgaben und arbeiten zusätzlich jeweils in einer der zahlreichen Kirchengemeinden.

Albrecht Zoller ist seit Oktober des vergangenen Jahres im Kirchenbezirk angestellt. Zuvor arbeitete er zehn Jahre lang im Jugendamt Backnang als Familienberater. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Kooperation der Gemeinden untereinander, denn in vielen Bereichen „arbeitet jeder vor sich hin“. Deshalb will er die Kirchen und die zugehörigen diakonischen Einrichtungen aus dem Kreis besser vernetzen. Ein Drittel seiner Arbeit verrichtet der Dekan zusätzlich in den Gemeinden Haubersbronn, Miedelsbach und Schornbach. Dort kümmert er sich um die Familienarbeit. Der ehemalige Jugendreferent organisiert Jugendgottesdienste, betreut Kitas und ist unter anderem Ansprechpartner für Alleinerziehende, die Hilfe brauchen. Gemeinden, die keinen eigenen Dekan haben, können ihn jederzeit dafür anfragen. In Welzheim betreut er ein neues Projekt, das vereinsamten Menschen durch die Corona-Zeit helfen soll. „Wir organisieren Telefonate und nach Möglichkeit auch Besuche oder Spaziergänge für die Leute“, sagt er. Denn gerade in den vergangenen Monaten geht es vielen kranken und alten Menschen noch schlechter als vor der Pandemie. Außerdem ist er der Ansprechpartner des Kirchenbezirks bei der Quartiersentwicklung der Städte und Gemeinden.

Ein Freizeitprogramm für Senioren

Isabel Munk will federführend die Arbeit des Kirchenbezirks mit den Senioren voranbringen. Dafür hat sie den neuen Bezirksarbeitskreis Senioren konzipiert. Rund zehn Leute sollen in den nächsten Monaten dabei mithelfen, das Angebot für die älteren Menschen weiterzuentwickeln. Aktuell befindet sich die Dekanin noch auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern. „Wir wollen Menschen, die kurz vor der Rente sind, erreichen“, sagt Isabel Munk. Sie möchte die zukünftigen Rentner auf ihre berufsfreie Zeit vorbereiten und ihnen ein breites Freizeitangebot unterbreiten. Natürlich sollen auch ältere Menschen angesprochen werden, die schon lange nicht mehr arbeiten. Zusätzlich soll es Fortbildungen für die Ehrenamtlichen geben. Dort sollen sie unter anderem lernen, wie man in der Arbeit mit Senioren mit Handicap vorgeht.

Für die Gesamtkirche Schorndof hat Isabel Munk das Angebot „Urlaub ohne Koffer“ entworfen. Dabei handelt es sich um eine Art Ferienfreizeit für Seniorinnen und Senioren. Vom 19. bis 21. Oktober erwartet die Teilnehmer im Christlichen Begenungszentrum Aichenbach ein buntes Rahmenprogramm, um dem Corona-Alltag zu entfliehen. Dafür hat die Gesamtkirchengemeinde ein entsprechendes Hygienekonzept entworfen und bietet zudem Corona-Schnelltests an.

Corona bremst die Planungen aus

Auch Guntram Rixecker ist für die Arbeit mit den Senioren zuständig und teilt sich die Aufgaben mit Isabel Munk. Auch er möchte die Arbeit mit den ältesten Mitgliedern der Kirchengemeinden neu aufleben lassen. Dafür muss er gerade in diesen unsicheren Zeiten kreativ werden: Weil die traditionellen Seniorennachmittage wegen Corona nicht stattfinden können, hat er sie kurzerhand zu monatlichen Gottesdiensten umfunktioniert. Dort gibt es zwar keinen Kaffee und keinen Kuchen, aber trotzdem kommt das Angebot sehr gut an. „Die Sehnsucht nach Geselligkeit ist eben sehr groß und soll aufgegriffen werden“, sagt er. Deshalb fragt er sich täglich, wie es weitergehen kann, und plant unter anderem Ausflüge. In der Seniorenarbeit ist viel Neues denkbar, wie er sagt. Aufgrund eines Generationenwechsels ist auch der leidenschaftliche E-Bike-Fahrer auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Helfern. Außerdem will er den Kirchenbezirk stärker mit der Stadt und den umliegenden Vereinen vernetzen.

Viele dieser Aktivitäten sind aktuell nur schwer planbar. Das ist für Guntram Rixecker aber nichts Neues: Auch er hat seine Amtszeit im Mai 2020, also inmitten der Pandemie, angetreten. „Ich starte richtig durch, wenn Corona weg ist“, sagt er.

Der evangelische Kirchenbezirk hat das Diakonat neu aufgestellt. Dabei gibt es nicht nur personelle Veränderungen. Isabel Munk, Albrecht Zoller und Guntram Rixecker teilen sich die verschiedenen Aufgaben und arbeiten zusätzlich jeweils in einer der zahlreichen Kirchengemeinden.

Albrecht Zoller ist seit Oktober des vergangenen Jahres im Kirchenbezirk angestellt. Zuvor arbeitete er zehn Jahre lang im Jugendamt Backnang als Familienberater. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der

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