Schorndorf

Familie Eisemann sucht ihre Laufente Emmi

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Finn Eisemann mit Emmi, eine der vermissten Enten. Die Tiere seien ungewöhnlich zutraulich gewesen, erzählt seine Mutter Pina Eisemann. © Privat

Vor einem Jahr schlüpften die beiden Enten Emmi und Timmi im Brutkasten der Familie Eisemann. Doch nun wurde eine der beiden Enten in der Nacht von Sonntag auf Montag leider vom Marder geholt, Ente Emmi wird noch vermisst. Pina Eisemann vermutet, dass jemand mutwillig den Stall geöffnet hat. Sie hofft, das vermisste Tier wiederzufinden.

Eisemann ist traurig und aufgebracht

Pina Eisemann klingt am Telefon sehr aufgebracht. Sie vermutet, dass jemand mutwillig den Riegel und das Dach des Stalls geöffnet hat. Warum jemand so etwas tue, könne sie nicht nachvollziehen. Um 0 Uhr Sonntagnacht sei noch alles in Ordnung gewesen, sie habe noch kurz nach den Tieren geschaut. Am Montagmorgen schon sei eine der beiden Enten tot im Stall gelegen, die andere Ente verschwunden. Den ganzen Morgen habe sie dann mit ihren beiden Söhnen Finn und Lian nach dem Tier gesucht, leider bislang vergeblich.

Das vermisste Tier sei ungewöhnlich zahm

In der Nachbarschaft seien die beiden Tiere bekannt, denn am Parksee, wo die Familie wohnt, seien die Kinder im vergangenen Jahr oft mit den Laufenten spazieren gewesen. Auch deshalb seien die Tiere ungewöhnlich zahm, erzählt sie.

„Wir haben die Tiere ein Jahr lang mühsam aufgezogen“, sagt Pina Eisemann. Sie habe sogar ein Video davon gemacht, wie die Enten aus dem Ei schlüpften. Besonders traurig seien über den Verlust aber ihre beiden Söhne. Aber auch in der Nachbarschaft habe sich die traurige Nachricht schon herumgesprochen. Viele hoffen, dass zumindest das vermisste Tier wieder auftaucht.

Zur Anzeige will die Familie die Sache nicht bringen, Pina Eisemann erscheint das nicht aussichtsreich. Sie will mit dem Appell in der Zeitung einerseits dafür sensibilisieren, nicht einfach irgendwelche Ställe zu öffnen, und hofft andererseits, dass womöglich jemand das Tier gesehen hat.

Zu dem ungewöhnlichen Hobby kam die Familie über den Vater von Pina Eisemann. Auch er hält Laufenten und hat der Familie vor etwa einem Jahr zwei Eier geschenkt, die sie in einen Brutkasten setzte und damit ausbrütete.

Laufenten gehören zur Gruppe der sogenannten Pinguinenten

Laufenten haben einen langen schlanken Körper und gehören zu der Gruppe der sogenannten Pinguinenten. Sie werden zwischen 50 und 75 Zentimeter groß. Die nur teilweise flugfähigen Tiere haben laut Wikipedia einen lebhaften Charakter, sind aufmerksam und agil. Laufenten leben nicht schon immer in Europa. Um 1850 wurden sie von Südostasien nach Europa eingeführt.

Über Hinweise zur vermissten Ente aus der Bevölkerung würde sich Pina Eisemann freuen. Sie ist per E-Mail unter pina.eisemann@gmail.com erreichbar.