Schorndorf

Firma Löffelhardt baut ihre Zukunft

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Loeffelhardt
Seniorchef Dietrich Rommel, die beiden Löffelhardt-Geschäftsführer Rainer Rommel und Sabine Bachmann, Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Dirk Baumbach von der Karlsruher Baufirma Vollack (von links) beim obligatorischen Spatenstich für das Löffelhardt-Neubauvorhaben. Links oben ist an der unterbrochenen Fassade des ehemaligen Blocks 2 zu erkennen, wo der rechtwinklig angeordnete Neubau angehängt wird. © Schlegel
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So sieht die Firma Löffelhardt von der Benzstraße her aus, wenn der ehemalige Bauknecht-Block 2 (links) saniert und der rechtwinklig angehängte Neubau, der jetzt mit dem Spatenstich symbolisch in Angriff genommen wurde, fertig ist. © Visualisierung: Firma Vollack

Schorndorf. An alte Bauknecht-Zeiten erinnert auf dem Areal zwischen Benz- und Bauknechtstraße nur noch der ehemalige Block 2, mit dessen Umbau zum künftigen Verwaltungs- und Vertriebsgebäude der Firma Löffelhardt bereits begonnen worden ist. Am Dienstag nun wurde mit dem obligatorischen Spatenstich auch der Löffelhardt-Neubau auf einer Teilfläche des Geländes gestartet, das vom ehemaligen Bauknecht-Block 1 freigeräumt worden ist.

Von einem „wichtigen Meilenstein für das Projekt und die Firmengeschichte“ sprach Geschäftsführerin Sabine Bachmann, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder Rainer Rommel leitet und die optimistisch davon ausgeht, dass so eine richtungsweisende Standortentscheidung, wie sie mit der Verlagerung von Fellbach nach Schorndorf ansteht, in einem Unternehmerleben nur einmal getroffen werden muss. Zumal es sich, wie Rainer Rommel seinerzeit, als er die Baugenehmigung übergeben hat, gesagt hat, es sich in Schorndorf um die größte Investition handelt, die in der 110-jährigen Firmengeschichte getätigt wurde. Beziffert hat er diese Investition auf einen „zweistelligen Millionenbetrag“.

„Wir wollen die Historie mit der Zukunft verbinden“

Drei Dinge, sagte Sabine Bachmann, seien der Firma Löffelhardt im Zusammenhang mit dem für Ende 2018 geplanten Umzug der Firmenzentrale von Fellbach nach Schorndorf wichtig: dass sich die Mitarbeiter an ihrem neuen Arbeitsplatz wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen; dass der äußere Anschein des Firmensitzes auch bei den Schorndorfern Akzeptanz findet, die das Areal immer mit Bauknecht verbinden werden; und dass sich eine echte Partnerschaft zu den Firmen entwickelt, die entweder, wie die Werkstätten der Diakonie, auf dem Areal verbleiben oder sich auf den von der Stadt erworbenen Flächen neu ansiedeln. „Wir wollen die Geschichte von Bauknecht nicht nur unter Vergangenheit verbuchen, sondern wir wollen die Historie mit der Zukunft verbinden“, betonte Rainer Rommel mit Blick darauf, dass der ehemalige Block 2 stehen geblieben ist und jetzt kern- und generalsaniert. Auch energetisch, wie Dirk Baumbach von der Karlsruher Firma Vollack, die das Bauvorhaben entwickelt hat und es jetzt als Generalunternehmer umsetzt, betont. Was bedeutet, dass bei Neubau und Sanierung die höchsten KfW-Standards angestrebt und erreicht werden. Außerdem werde auf dem Dach des ehemaligen Blocks 2 auf 4000 Quadratmeter Fläche eine Fotovoltaikanlage errichtet, die so viel Strom produzieren könne, dass sich das Unternehmen weitestgehend aus eigenen Ressourcen versorgen könne. Was, wie er bekannte, Oberbürgermeister Matthias Klopfer als Aufsichtsratsvorsitzendem der Stadtwerke „ein bisschen wehtut“.

Klopfers Maßgabe: 600 Arbeitsplätze auf dem einstigen Bauknecht-Areal

Im Übrigen gab der Oberbürgermeister das Kompliment der beiden Löffelhardt-Geschäftsführer, dass das Verhältnis zwischen Stadt und Unternehmen von Anfang an von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung geprägt worden sei, zurück. Die aus der Bürgerschaft an ihn herangetragene Frage, warum auf dem ehemaligen Bauknecht-Areal keine Wohnbebauung realisiert werde, beantwortete Matthias Klopfer mit dem Hinweis, dass es auf die richtige Mischung ankomme und dass eine Stadt wie Schorndorf und die Region auch davon lebten, dass ausreichend Arbeitsplätze geschaffen würden. Klopfer geht optimistisch davon aus, dass letztendlich auf dem gesamten ehemaligen Bauknecht-Areal rund 600 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Rund die Hälfte davon verlegt die Firma Löffelhardt Ende 2018, Anfang 2019 von Fellbach nach Schorndorf. Ein guter Zeitpunkt, wie der Oberbürgermeister findet, weil sich bis 2019 auch sonst noch ganz viel in der Stadt tut (zum Beispiel die Entwicklung des Breuninger-Areals) und weil 2019 mit der interkommunalen Gartenschau ohnehin ein besonderes Jahr sein wird.

Löffelhardt

Die Emil Löffelhardt GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das 1906 gegründet wurde und bereits in der vierten Generation geführt wird. Das Unternehmen ist im elektrotechnischen Großhandel tätig.

Insgesamt ist das Unternehmen mit circa 600 Mitarbeitern an 18 Standorten in Baden-Württemberg und Bayern vertreten. Fellbach ist bisher der zentrale Standort mit mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Vertrieb, Verwaltung und Logistik und rund 35 Ausbildungsplätzen.