Schorndorf

Forscherfabrik öffnet wieder - so sehen die Corona-Maßnahmen aus

Forscherfabrik
Julia Geiger, Fachbereichsleiterin Kommunales (links), und Andrea Bergler, die Leiterin der Einrichtung in der Forscherfabrik. © Alexandra Palmizi

In der Erfinderwerkstatt können Kinder und Erwachsene an Hörern der Geschichte von Gottlieb Daimler lauschen, und am Tauchbecken lässt sich testen, welche Gegenstände schwimmen. Die Forscherfabrik kommt vor allem wegen der vielen Mitmach- und Ausprobierstationen an. Doch in Sachen Coronavirus sind Science-Center besonders deshalb eine Herausforderung. Trotz Virus eröffnet die Forscherfabrik für Besucherinnen und Besucher am Donnerstag, 4. Juni. Unter anderem die Hebel und Griffe werden künftig häufiger gereinigt, aber auch Besucherinnen und Besucher müssen einiges beachten.

Nur wenige Besucherinnen und Besucher dürfen gleichzeitig in die Einrichtung

Seit zwei Wochen haben Stadtmuseum, Q-Galarie und Gottlieb-Daimler-Geburtshaus bereits wieder geöffnet. Zumindest mit Maske dürfen wenige Menschen gleichzeitig die Kultureinrichtungen wieder besuchen. Bei der Forscherfabrik wollten sich die Verantwortlichen aber noch etwas Zeit lassen. Während Kunst oder historische Gegenstände ohnehin nicht angefasst werden sollten, ist das in der Forscherfabrik und ähnlichen Einrichtungen wie etwa der Experimenta sogar zentraler Inhalt des Konzeptes. „Wir liegen zwischen Museen und Freizeitparks“, sagt die Leiterin der Forscherfabrik und des Stadtmuseums, Andrea Bergler. Doch nachdem das Explorhino in Aalen und die Experimenta in Heilbronn ihre Türen wieder öffneten, wollte auch sie nachziehen. Bergler spricht von einer „schrittweisen Öffnung“, vom Normalbetrieb ist die Einrichtung noch weit entfernt. Während etwa zum normalen Treiben in der Forscherfabrik jeden Vormittag vier Schulklassen gehören, geht es nun erst mal mit wenigen Besucherinnen und Besuchern los: Nur 35 Personen dürfen gleichzeitig auf die 800 Quadratmeter große Fläche. Am Eingang bekommt jede Besucherin und jeder Besucher einen Button, damit das Team vor Ort den Überblick behält. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Forscherfabrik 37 000 Besucherinnen und Besucher, in diesem Jahr dürften es deutlich weniger werden.

Die Fachbereichsleiterin für Kommunales der Stadt, Julia Geiger, freut sich, dass die Einrichtung nun wieder öffnet. „Damit gibt es gerade jetzt in den Pfingstferien wieder ein Angebot für Familien“, sagt sie.

Kinder über sechs Jahren müssen eine Maske tragen

Wie etwa auch in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Einzelhandel müssen Kinder ab sechs Jahren auch hier eine Maske tragen. Um die Verbreitung des Coronavirus im Raum möglichst zu verhindern, will die Forscherfabrik außerdem die Lüftungsanlage dauerhaft in Betrieb nehmen, erklärt Andrea Bergler. Fenster und Türen sollen ebenso möglichst offen bleiben.

Forscherfabrik
Viele neue Schilder weisen die Besucherinnen und Besucher auf die Hygienemaßnahmen hin. © Alexandra Palmizi


Griffe und Hebel an Stationen werden stündlich gereinigt

Bereitgestellt hat das Team außerdem vier Handdesinfektionsstationen, die am Eingang und an den Stationen verteilt stehen. Bergler kündigt außerdem an, dass die Hebel und Teile zum Anfassen stündlich gereinigt werden. Die Kopfhörer aus Plastik sollen sogar alle 30 Minuten desinfiziert werden, da sie in der Nähe des Gesichts genutzt werden, erklärt Bergler. Die zusätzlichen Reinigungen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort übernehmen. Zusätzliches Reinigungspersonal wird nicht beschäftigt. Doch auch außerhalb der Corona-Krise sei das schon so üblich gewesen, allerdings nur einmal täglich.

Nach und nach holen Andra Bergler und Julia Geiger für den Betrieb nun wieder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forscherfabrik aus der Kurzarbeit. Von den insgesamt 19 Beschäftigten waren viele von den Kürzungen betroffen.

Einzelne Stationen abgebaut

Trotz der Maßnahmen musste die Forscherfabrik einzelne Stationen schließen. Problematisch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien besonders Versuchsstationen mit starkem Luftzug. Während Andrea Bergler durch die Räume führt, ist gerade noch ein Handwerker damit beschäftigt eine der problematischen Wind-Stationen abzubauen. Doch die meisten Experimente seien so verändert worden, dass der Betrieb weitergehen kann. Die Tiere aus Holz an einer Mitmach-Station wurden etwa durch Tiere aus Plastik ersetzt, die sich leichter reinigen lassen. Geschlossen bleiben muss allerdings auch die Vesperecke, zu eng säßen die Kinder dort sonst zusammen. Gegessen werden muss vorerst im Freien.

Damit sich die Besucherinnen und Besucher nicht zu sehr in die Quere kommen, sind sie dazu angehalten, nur in der Familie die Stationen zu begutachten. Gruppenansammlungen müssten vermieden werden. Das Team hat außerdem einen Rundgang angelegt. Rote Pfeile auf dem Boden geben den Weg vor. Kinder alleine durch das Science-Center laufen zu lassen sei nicht vorgesehen. Doch diese Regel habe bereits vor der Krise gegolten.

Geänderte Öffnungszeiten

Die Forscherfabrik kehrt nicht zu ihren alten Öffnungszeiten zurück, sie hat vorerst nur eingeschränkt geöffnet.

Donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.