Schorndorf

Forscherfabrik Schorndorf eröffnet digitalen Bereich für Kinder

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OB Bernd Hornikel und Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut eröffneten die „Digitale Zukunftswerkstatt“. © Gaby Schneider
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In der Forscherfabrik auf dem Arnoldareal in Schorndorf wurde die neue digitale Zukunftswerkstatt eingeweiht. © Gaby Schneider

Können Haushaltsgegenstände miteinander kommunizieren? Wie kann ich schlaue Maschinen nutzen und dabei mehr Freizeit bekommen? Diesen Fragen können ab sofort Kinder in der Forscherfabrik auf den Grund gehen. Dort wurde am Dienstag unter dem Namen „Rette die Freizeit“ der erste Bereich der Ausstellung eröffnet, der sich voll und ganz mit digitalen Themen auseinandersetzt. Zur Einweihung war unter anderem die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Schorndorf zu Gast, deren Ministerium den neuen Themenbereich mit Fördergeldern unterstützt. Eine Klasse der Grundschule Geradstetten durfte die neuen Stationen sogar schon ausprobieren.

Kinder lernen die Grundlagen von „Smart Home“ und künstlicher Intelligenz

In der neuen und digitalen Zukunftswerkstatt stellen sich Familien und Schulklassen einer ganz besonderen Herausforderung. In drei neu konzipierten Stationen erfahren sie auf spielerische Weise mehr über die Grundprinzipien digitaler Techniken.

Beim „Schulweg-Finder“ müssen die Kinder auf einem interaktiven Bildschirm mit Hilfe von Apps den schnellsten Weg zur Schule finden. Bei der Station „Kinderzimmer-Aufräumer“ werden kindgerecht die Grundlagen des maschinellen Lernens vermittelt. Die Kinder sollen lernen zu verstehen, dass man einer Maschine erst beibringen muss, wie man ein Zimmer aufräumt, bevor diese es von selbst macht. Beim Touchscreen der Station „Mein schlaues Zuhause“ sollen Kinder dann Alltagsgegenstände miteinander verbinden, die digital vernetzt werden können. Schließlich ist es heute längst möglich, seinen Staubsauger, die Beleuchtung und die Heizung über ein WLAN-Netzwerk miteinander zu vernetzen. Nicht nur die Jüngsten, sondern auch ihre Eltern sollen hier lernen, wie das sogenannte „Smart Home“ grundlegend funktioniert. Sogar ein 3D-Drucker wurde angeschafft, in dem unter anderem das Zubehör für die drei Stationen entsteht.

Stadt und Land investieren viel Geld 

Die Erweiterung des Angebots in der Forscherfabrik konnte einmal mehr mit Hilfe von Fördergeldern realisiert werden. 40.000 Euro investiert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in „Rette die Freizeit“. Die Stadt Schorndorf legt 80.000 Euro oben drauf, erklärt OB Bernd Hornikel. Es handelt sich dabei um eine wichtige Investition in die Zukunft Baden-Württembergs, wie Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betont: „Wir möchten Kinder und Jugendliche frühzeitig an digitale Entwicklungen heranführen und die Potenziale des digital gestützten Lernens konsequent erschließen, um bundesweit Vorreiter einer digital unterstützten Bildung zu werden.“ Bereits 2019 unterstützte das Land die Eröffnung der Tüftlerterrasse finanziell. Auch die Anschaffung der Ausstattung für die Digitalkurse wurde durch Fördergelder unterstützt.

Von der Wichtigkeit des außerschulischen Bildungsangebots ist auch Dr. Andrea Bergler, die Leiterin der Forscherfabrik, überzeugt. Sie stellte im Rahmen der Einweihung die im Herbst 2019 entworfene digitale Strategie vor. Es sei vor allem wichtig, Angebote zu entwickeln, die Schulen aufgrund fehlender Ausstattung nicht durchführen können. Zum Beispiel der neue Kurs in den Osterferien, in dem Kinder anhand von Einplatinen-Computern in die Welt des Programmierens schnuppern können.

Die Stationen richtig einweihen durfte die Klasse 3 a aus der Grundschule Geradstetten. Und die Forscherfabrik scheint den Nerv der Schülerinnen und Schüler getroffen zu haben: Gespannt entdeckten die Drittklässler die neuen Stationen. Besonders beliebt war der „Kinderzimmer-Aufräumer“. Irgendwie logisch – wer möchte nicht lernen, wie man nie wieder selbst aufräumen muss?

Können Haushaltsgegenstände miteinander kommunizieren? Wie kann ich schlaue Maschinen nutzen und dabei mehr Freizeit bekommen? Diesen Fragen können ab sofort Kinder in der Forscherfabrik auf den Grund gehen. Dort wurde am Dienstag unter dem Namen „Rette die Freizeit“ der erste Bereich der Ausstellung eröffnet, der sich voll und ganz mit digitalen Themen auseinandersetzt. Zur Einweihung war unter anderem die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in Schorndorf

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