Schorndorf

Fronleichnam: Freude, Staunen und Sehnsucht in der Angst

Christustag
Die Stadtkirche war gut besucht. © privat

An Fronleichnam wurde an 23 Veranstaltungsorten in Bayern, Baden und Württemberg der traditionellen Christustag gefeiert. Eingeladen hatte die Christus-Bewegung Lebendige Gemeinde. Dieses große Netzwerk steht dem Pietismus nahe und verbindet Kirchengemeinden, freie Gemeinden und Gemeinschaftsverbände, Missionswerke und theologische Ausbildungsstätten. Dieses Jahr feiert die Christus-Bewegung ihr 70-jähriges Bestehen.

In Schorndorf trafen sich in und um die Stadtkirche rund 250 Besucherinnen und Besucher zum Gottesdienst mit Bibelarbeit, Musik, Begegnung und einer fröhlichen Kinderkonferenz mit dem CVJM-Jugendreferenten Stefan Lutz und Team. Als Referenten waren eingeladen Prälat Ralf Albrecht aus Heilbronn, der Aktionskünstler Karsten Strohhäcker alias „Mr. Joy“, der in Schweden geboren und in Afrika aufgewachsen ist, und Gisela Beck von der Aidlinger Schwesternschaft. Die beiden Landessynodalen Diakon Christoph „Bolle“ Reith und Pfarrer Rainer Köpf aus Beutelsbach moderierten die Veranstaltung und gaben Einblick in Schwerpunkte ihrer Arbeit in der Landessynode.

Bläserinnen und Bläser aus dem Kirchenbezirk Schorndorf unter Leitung von Bezirksposaunenwart Hans Koch und die Lobpreisband mit „Bolle“ Reith, Christine Silué, Samuel Orsolle und Lukas Nonnenmann gestalteten den Tag musikalisch. Das Thema war „Jesus mit Freude, mit Staunen und mit Sehnsucht“. Die Christenheit liest das Neue Testament, die Botschaft Jesu, nicht wie ein Notar, sondern wie im Testament genannte Erben, so Prälat Albrecht, nämlich mit Freude. Freude über die Auferstehung Jesu und Vorfreude auf das, was noch kommt. Jesus Christus befreit von Gefängnissen unserer Angst, ermutigte der Künstler „Mr. Joy“, der während dieser Worte vor den Augen eines begeisterten, fröhlichen Publikums durch Gitterstäbe ging. Seine Gedanken über Gott veranschaulichte er durch faszinierende Artistik, Illusionen, Jonglage und Täuschungskunst. Die Christenheit ist erfüllt von Sehnsucht und sie erlebt Jesus als eine Kraftquelle gegen die Angst, erläuterte Schwester Gisela Beck anschaulich mit Bildern aus den Abschiedsreden Jesu. Angst gehöre zum Leben - auch zum Leben von Christen. Denn Jesus nimmt Probleme nicht immer weg. Aber er ist in den Problemen immer mit dabei. Diese Erfahrung machen ganz aktuell viele Gläubige auf der Welt - real und tröstend – mitten im Leid, so Schwester Gisela.

Das Netzwerk der Lebendigen Gemeinde versteht sich angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und weltweiten Krisen, und ebenso mit Blick auf die sinkenden Mitgliederzahlen der Volkskirchen, als eine Reformbewegung. Sie möchte bewusst innerhalb der Landeskirchen wirken. Es geht ihr darum, Menschen neue Kraft zu schenken, Hilfe zu geben in Not und sie für Jesus Christus zu begeistern. Sie will sich für die Stärkung der Ortsgemeinden einsetzen und für einen weiten Horizont über amtskirchliche, institutionelle Grenzen hinweg.

An Fronleichnam wurde an 23 Veranstaltungsorten in Bayern, Baden und Württemberg der traditionellen Christustag gefeiert. Eingeladen hatte die Christus-Bewegung Lebendige Gemeinde. Dieses große Netzwerk steht dem Pietismus nahe und verbindet Kirchengemeinden, freie Gemeinden und Gemeinschaftsverbände, Missionswerke und theologische Ausbildungsstätten. Dieses Jahr feiert die Christus-Bewegung ihr 70-jähriges Bestehen.

In Schorndorf trafen sich in und um die Stadtkirche rund 250

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