Schorndorf

Grillspaß ohne Risiko auch im Hochsommer - auf diese Regeln ist zu achten

Wurstbraten beim ZVW  Ausflug in den Waiblinger Stadtwald - als Feature
Beim Grillen ist Vorsicht geboten. © Gabriel Habermann

Sommerzeit ist Grillzeit. Bei solch hohen Temperaturen - und natürlich auch ganz allgemein - sollte im Umgang mit dem Feuer allerdings Vorsicht geboten sein. Erst vor etwa einem Monat musste die Schorndorfer Feuerwehr zu einem Brand auf einem privaten Balkon ausrücken. Damals wollte ein Anwohner auf seinem Balkon mit einem Kaltrauchgenerator Würste räuchern. So kulinarisch ambitioniert ist vielleicht nicht jeder, doch stellt sich die Frage: Wie grillen Privatpersonen sicher auf dem eigenen Balkon oder im heimischen Garten?

Akute Waldbrandgefahr

Andreas Wersch, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg und Kommandant der Feuerwehr Kernen i.R., hat dazu einige Tipps. "Es sollte unbedingt ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt werden", rät er. "Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen." Bei Grillplätzen in Waldnähe sollte stets darauf geachtet werden, dass die Glut nicht „vom Winde verweht“ wird. Derzeit bestehe in weiten Teilen des Landes akute Waldbrandgefahr.  „Holzkohle sollte nur mit geeigneten Zündhilfen wie Grillanzündern, Trockenspiritus oder Pasten in Brand gesetzt werden“, warnt er.

Brennspiritus oder Benzin sollten dagegen niemals verwendet werden, weil diese Flüssigkeiten bereits bei normaler Umgebungstemperatur verdunsten, so dass der Grillende beim Anzünden in einer höchst entzündlichen Dampfwolke steht, die blitzartig durchzünden und dann zu schwersten Verbrennungen führen kann. Mehr Tipps gibt es auf der Website des Feuerwehrverbands.

Vorfälle in Schorndorf sind selten

In Schorndorf wird die Feuerwehr laut ihrem Kommandanten Jürgen Bruckner eher selten zu Bränden aufgrund von außer Kontrolle geratenen Grillfeuern gerufen. Außer an den Balkonbrand vor wenigen Wochen erinnert Bruckner sich an keine nennenswerten Vorfälle in letzter Zeit. Gefahr bestehe aber zum Beispiel, wenn Menschen nach dem Grillen vergessen, die Grillkohle ordnungsgemäß zu entsorgen oder wenn sie mit brennbaren Flüssigkeiten hantieren und das Feuer außer Kontrolle gerät.

Restglut führt öfters zu Flächenbränden

"Im Rems-Murr-Kreis kommt es nicht häufiger als an anderen Orten zu Bränden im Zusammenhang mit Grillfeuer", sagt auch Andreas Wersch. Wenn, dann seien es eher „wilde Lagerfeuer“, die mit Restglut unbeaufsichtigt zurückgelassen werden und die dann unter Umständen zu einem Flächenbrand führen. "Das ist keineswegs selten bei uns im Rems-Murr-Kreis", so Wersch. Zudem sei die rettungsdienstliche Seite hervorzuheben. "Immer wieder gibt es Verletzungen, die beim unsachgemäßen Umgang mit dem Grill entstehen."

Sommerzeit ist Grillzeit. Bei solch hohen Temperaturen - und natürlich auch ganz allgemein - sollte im Umgang mit dem Feuer allerdings Vorsicht geboten sein. Erst vor etwa einem Monat musste die Schorndorfer Feuerwehr zu einem Brand auf einem privaten Balkon ausrücken. Damals wollte ein Anwohner auf seinem Balkon mit einem Kaltrauchgenerator Würste räuchern. So kulinarisch ambitioniert ist vielleicht nicht jeder, doch stellt sich die Frage: Wie grillen Privatpersonen sicher auf dem eigenen

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