Schorndorf

Hornikel, Schneider oder Reiners: Wer wird nächster OB in Schorndorf?

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Wollen OB in Schorndorf werden (von links): Andreas Schneider, Bernd Hornikel und Markus Reiners. © Alexandra Palmizi

Der eine verlegt gerne mal seinen Autoschlüssel, der zweite ist mitunter chaotisch und der dritte oft ungeduldig. Die Rede ist von Andreas Schneider, Bernd Hornikel und Markus Reiners, die alle drei um das Amt des Oberbürgermeisters von Schorndorf kandidieren, und den schlechten Eigenschaften, die sie sich auf Nachfrage selbst zuschreiben.

Am Dienstagabend waren die drei nach dem ersten Wahlgang bestplatzierten Bewerber vom Zeitungsverlag Waiblingen zu einer Spitzenrunde in der Künkelinhalle kurz vor dem zweiten Wahlgang an diesem Sonntag geladen. Weiter treten bei dieser Wahl an: Horst Zwipp und Brigitte Aldinger, die aber aufgrund ihres bescheidenen Abschneidens am 7. November nicht zu der Veranstaltung eingeladen waren.

Ein seniorengerechtes Wohnquartier

In der gut anderthalbstündigen Gesprächsrunde, bei der auch Besucher Fragen stellen konnten, wurde es mitunter sehr konkret. So könnte sich etwa Markus Reiners auf dem Areal des ehemaligen Bauhofs ein seniorengerechtes Wohnquartier vorstellen. „Das ist ein sehr wichtiges Thema“, meinte er zu Jutta Pöschko-Kopp, Redaktionsleiterin der Schorndorfer Nachrichten, die den Abend moderierte.

Mehr Aufenthaltsqualität auf dem Unteren Marktplatz

So liebäugelte Bernd Hornikel mit der Idee, den Unteren Marktplatz zu unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedlich zu nutzen – damit das Tor zur Innenstadt künftig nicht mehr nur ein Parkplatz bleibt. Für Außenstehende sei das nämlich eher unverständlich – „da muss Aufenthaltsqualität hin“.

Ein Steg über die Bahngleise

Und so machte sich Andreas Schneider erneut stark für seine Idee eines weiteren Stegs über die Bahngleise beim ehemaligen Güterbahnhof als wichtige innerstädtische Verbindung für Fußgänger und Radfahrer – „es ist wichtig, den westlichen Teil an den nördlichen anzubinden“, meinte Schneider.

Womit die Kandidaten jetzt noch punkten wollen

Wie die drei bei noch unentschlossenen Wählern punkten wollen? Bernd Hornikel setzt auf seinen „Blick von außen“ und sieht vor allem bei den Themen Mobilität und Innenstadtentwicklung seine Schwerpunkte. Er wäre, so sagt er es selbst, ein kommunikativer, wertschätzender und achtsamer Chef.

Markus Reiners würde als OB zuerst bei der Finanzlage ansetzen, die Verwaltung entbürokratisieren und ein Entschuldungskonzept entwickeln. Er sei ein kooperativer und kommunikativer Chef, der auch eine gewisse Fehlertoleranz habe – und im Zweifel eher lobe als rüge.

Auch Andreas Schneider würde Freiwilligkeitsleistungen genau unter die Lupe nehmen, vor allem aber ein OB sein, der zu den Menschen geht und der zuhören kann. Er setzt dabei auf seine Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Da habe er schon viele schwierige Situationen und Menschen erlebt.

Ein Sieger war bei diesem Wahl-Triell jedenfalls nicht auszumachen. Wer am Sonntag, 28. November, die Nase vorn hat - ob Reiners, Schneider, Hornikel oder womöglich auch Aldinger oder Zwipp - ist offen. Der Wahlabend verspricht daher spannend zu werden.

Ein ausführlicher Bericht zu der Veranstaltung folgt im Laufe des Mittwochs. 

Der eine verlegt gerne mal seinen Autoschlüssel, der zweite ist mitunter chaotisch und der dritte oft ungeduldig. Die Rede ist von Andreas Schneider, Bernd Hornikel und Markus Reiners, die alle drei um das Amt des Oberbürgermeisters von Schorndorf kandidieren, und den schlechten Eigenschaften, die sie sich auf Nachfrage selbst zuschreiben.

Am Dienstagabend waren die drei nach dem ersten Wahlgang bestplatzierten Bewerber vom Zeitungsverlag Waiblingen zu einer Spitzenrunde in der

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