Schorndorf

Horst Reingruber, ehemals Erster Bürgermeister in Schorndorf, wird 70

Horst Reingruber
Horst Reingruber, bis 2013 Erster Bürgermeister in Schorndorf, feiert 70. Geburtstag – pandemiebedingt – im überschaubaren Familien- und Freundeskreis. © Alexandra Palmizi

Auch wenn’s für ihn, wie er sagt, „ein herber Einschnitt ist“ und ihm das Alter noch einmal bewusstmacht – Horst Reingruber fühlt sich gut und ist froh, dass die Gesundheit mitspielt. Am Donnerstag, 27. Januar, feiert Schorndorfs ehemaliger Erster Bürgermeister 70. Geburtstag, doch eingerostet ist er nicht: Vorige Woche erst war er beim Skifahren in Südtirol. Noch immer gehört Radfahren zu seinen großen Leidenschaften. Seitdem er 1999 mit fünf fahrradbegeisterten Kollegen zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft nach Tulle geradelt ist, hat er mit dem „Team Jumelage“ jedes Jahr eine große Tour gemacht. Doch so wichtig ist ihm der Sport, der in seiner aktiven Zeit im Rathaus ein unverzichtbarer Ausgleich zur Schreibtischarbeit war, nicht mehr.

Heute, fast neun Jahre nach seinem Abschied, halten ihn seine vier Enkelkinder auf Trab. Für die Drei- bis 13-Jährigen übernimmt Horst Reingruber nicht nur Taxidienste zum Turnen oder zum Schlagzeugunterricht, sondern fragt auch mal Französischvokabeln ab. Beide Töchter, erzählt er, arbeiten in Teilzeit, die Schwiegersöhne sind auch beschäftigt – klar, dass er als Opa einspringt.

Und obwohl er an der Kommunalpolitik nur noch als Zeitungsleser interessiert ist und nicht mehr mitmischen will, ganz verabschiedet hat er sich von der politischen Bühne nicht: Seit 2004 sitzt Horst Reingruber für die CDU im Kreistag. Er hat sich auf die Gesundheits- und Sozialpolitik spezialisiert, sitzt im Sozialausschuss und im Aufsichtsrat der Rems-Murr-Kliniken und hat sich nicht zuletzt für die Rettung des Schorndorfer Krankenhauses mächtig ins Zeug gelegt. Dass in den Standort 100 Millionen Euro investiert werden und das Krankenhaus aus seiner Sicht damit für die nächsten 20, 30 Jahre gesichert ist, „das erfüllt einen mit Befriedigung“, sagt Reingruber. Ehrensache, dass er auch bei den Schorndorfer Klinikfreunden aktiv ist.

Mit drei OBs gut ausgekommen

In Schorndorf geboren und aufgewachsen, machte Reingruber sein Abitur 1972 am gerade eröffneten Max-Planck-Gymnasium. Er studierte Jura, legte 1978 das Staatsexamen ab und studierte Steuerrecht an der Bundesfinanzakademie. Bevor er am 1. August 1989 zum Ersten Bürgermeister gewählt wurde, war Reingruber in der Landesregierung Referent des Staatssekretärs im Finanzministerium. Mit drei Oberbürgermeistern hat er in 24 Jahren zusammengearbeitet: im ersten Jahr noch mit Reinhard Hanke, dann 16 Jahre lang mit Winfried Kübler und von 2006 bis 2013 mit Matthias Klopfer. Ausgekommen ist er mit allen: „Das hat gut funktioniert“, erinnert sich Reingruber, der zu seinem Abschied von OB Klopfer für seine Verlässlichkeit und Geradlinigkeit gelobt wurde. Nach drei Amtszeiten war’s für ihn aber auch genug: „Es braucht neue Impulse für sich selbst, aber auch für die Position.“

Und er hat Spuren hinterlassen: Nach bewegten Anfangsjahren mit einem, wie es Reingruber formuliert, „unorthodoxen und diskussionsfreudigen Gemeinderat“ konnte er als Erster Bürgermeister aber auch, trotz begrenzter Haushaltsmittel, einige Projekte mit auf den Weg bringen: die Künkelinhalle, die B 29, die Umsiedlung der Manufaktur in den Hammerschlag, die Ortsumfahrung Haubersbronn, die Straße nach Schlichten, das Oskar-Frech-Bad sowie den Aufbau von Jugendmusik- und Volkshochschule. Beim Waldkindergarten im Alten Forsthaus war Reingruber sogar Ideengeber.

Auch wenn’s für ihn, wie er sagt, „ein herber Einschnitt ist“ und ihm das Alter noch einmal bewusstmacht – Horst Reingruber fühlt sich gut und ist froh, dass die Gesundheit mitspielt. Am Donnerstag, 27. Januar, feiert Schorndorfs ehemaliger Erster Bürgermeister 70. Geburtstag, doch eingerostet ist er nicht: Vorige Woche erst war er beim Skifahren in Südtirol. Noch immer gehört Radfahren zu seinen großen Leidenschaften. Seitdem er 1999 mit fünf fahrradbegeisterten Kollegen zum 30-jährigen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper