Schorndorf

Im ehemaligen Schorndorfer Café Hallo eröffnet Gastro-Profi Stefan Finster das "Steve's"

StefanFinster
Stefan Finster freut sich auf die Eröffnung seines Cafés mit Tagesbar. Im „Steve’s“ geht’s am Samstag um 15 Uhr los © Gaby Schneider

An das ehemalige Café Hallo erinnert nichts mehr – und Stefan Finster möchte auf die unleidige Geschichte um seinen Vorgänger am liebsten auch gar nicht mehr angesprochen werden: Mit dem „Steve’s“ wagt der 26-Jährige in der Gottlieb-Daimler-Straße einen Neuanfang – für sich, aber auch für die Räumlichkeiten. Dabei ist er mit dem Objekt schon seit eineinhalb Jahren beschäftigt: Im Januar ‘20 hatte er es noch unter Betreiber Daniel Rosner besichtigt – und war sofort begeistert von der „Wahnsinns-Location“.

Als das Inventar seines Vorgängers im Frühjahr endlich rausgeräumt war, konnte Finster mit dem Umbau beginnen. Örtliche Handwerker zu bekommen, war dabei weniger das Problem. Aber wegen Lieferproblemen hat sich die eigentlich für Anfang Juli geplante Eröffnung verschoben. Doch am Samstag, 31. Juli, ist es so weit: Das Café mit Tagesbar öffnet um 15 Uhr.

Bis dahin stehen noch einige Arbeiten an – und womöglich auch noch mal eine Nachtschicht. Gemeinsam mit seinen Eltern, die von 1997 bis 2015 das „Holiday Inn“ in Winterbach betrieben, bereitet er alles vor, räumt die Gläser in das Stahlregal vor der Sandsteinwand aus dem 12. Jahrhundert, die Getränke- und Lebensmittellieferungen sind schon verteilt. In Blau-Grau-Schwarz präsentiert sich das „Steve’s“ seinen Gästen. Bei der Gestaltung hat sich Stefan Finster vom Stuttgarter Design- und Innenarchitektur-Studio Komo und von der Designagentur Hochburg beraten lassen.

Schon als Schüler Gastro-Luft im elterlichen Hotel geschnuppert

Damit der Start am Samstag gelingt, dafür wollen nicht nur Verena und Gerhard Finster mit ihrer langjährigen Gastro-Erfahrung sorgen. Auch Stefan Finster hat den Beruf von der Pike auf gelernt: In Alfdorf aufgewachsen, hat er schon als Schüler im Hotel seiner Eltern Gastro-Luft geschnuppert und in den Sommerferien immer wieder mitgeholfen. Im Hotel Althoff gegenüber dem Stuttgarter Hauptbahnhof hat er eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht und erste Berufserfahrungen gesammelt. Danach war er stellvertretender Restaurantleiter in der „Villa Hirzel“ in Schwäbisch Gmünd. Zwischenzeitlich wäre er sogar beinahe als Assistent des Geschäftsführers in der Skybar im Postturm gelandet. Tatsächlich hat er 2019 beruflich den Fachwirt im Gastgewerbe draufgesetzt. Selbstständig machen wollte er sich von Anfang an: „Ich wollte immer mein eigener Chef sein.“

Und im „Steve’s“ hat er schon eigene Akzente gesetzt. Im hinteren Bereich, in dem früher die Backstube der Bäckerei Schuck war, wurden die Fliesen an den Wänden mit Rigipsplatten abgedeckt. Für eine gemütliche Atmosphäre soll auch die Chillout-Ecke, das Sofa und der Family-and-Friends-Bereich für größere Gruppen sorgen. Damit es im Café nicht zieht, gibt es an der Eingangstür einen Windfang. Und Stefan Finster hat auch kräftig in eine Lüftungsanlage investiert, die die Raumluft bei voller Leistung nicht nur siebenmal in der Stunde austauscht und Pollen herausfiltert, sondern die Räume auch heizen kann. Bespielt wird natürlich auch die Terrasse vor dem Café – mit Tischen und Stühlen, aber auch mit vier Lounge-Sesseln und Holzbänken und -tischen für Gruppen.

Frühstück, Waffeln, Flammkuchen und Remstäler Wein

Stefan Finster ist es mittlerweile auch gelungen, ein kleines Team zusammenzustellen – Servicekräfte mit Erfahrung, aber auch ohne. Der Dienstplan für die ersten beiden Wochen steht schon. Und der Gastro-Profi freut sich, auch Anfängern zu vermitteln, worauf es in einem Cafébetrieb ankommt. Den Gästen will er morgens ein Frühstücksangebot machen, es gibt Waffeln und ab Mittag Flammkuchen. Auf der Getränkekarte stehen Remstäler Weine und Cocktails – „Klassiker, aber auch Eigenkreationen“, wie Stefan Finster verrät.

Geöffnet ist das „Steve’s“ montags, dienstags, donnerstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 22 Uhr, Mittwoch ist Ruhetag. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, gibt es – neben der Lüftungsanlage – auch auf jedem Tisch einen QR-Code, über den die Gäste Zugriff auf die Speisekarte haben, die aus Hygienegründen nicht mehr durch alle Hände gehen soll.

An das ehemalige Café Hallo erinnert nichts mehr – und Stefan Finster möchte auf die unleidige Geschichte um seinen Vorgänger am liebsten auch gar nicht mehr angesprochen werden: Mit dem „Steve’s“ wagt der 26-Jährige in der Gottlieb-Daimler-Straße einen Neuanfang – für sich, aber auch für die Räumlichkeiten. Dabei ist er mit dem Objekt schon seit eineinhalb Jahren beschäftigt: Im Januar ‘20 hatte er es noch unter Betreiber Daniel Rosner besichtigt – und war sofort begeistert von der

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