Schorndorf

Inklusion bei der Oskar Frech GmbH: Wie Marco Restifo als Hausmeister arbeitet

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inklusiver Arbeitsplatz
Besonders gerne arbeitet Marco Restifo auf dem Aufsitzrasenmäher. © ALEXANDRA PALMIZI
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2018 absolvierte Mrco Restifo ein Praktikum, ehe er kurz darauf fest angestellt wurde. © ALEXANDRA PALMIZI

Rasenmähen, Grünflächen pflegen oder Getränkeautomaten auffüllen. All das meistert Marco Restifo gemeinsam mit einem Hausmeisterkollegen bei der Oskar-Frech-GmbH in Weiler. Trotzdem ist er kein Angestellter wie jeder andere. Denn Marco Restifo hat seit seiner Kindheit eine geistige Behinderung und arbeitet seit 2018 an einem sogenannten inklusiven Arbeitsplatz. Wie sieht sein Arbeitsalltag aus und welche besonderen Herausforderungen stellen sich dem jungen Mann aus Plüderhausen?

„Ich wollte meine eigene Wohnung, meine Miete bezahlen können“

Wenn im Alltag von Inklusion die Rede ist, ist damit die barrierefreie Einbeziehung von Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung gemeint. Denn beinahe in jedem Lebensbereich treffen diese Menschen auf unüberwindbare Hindernisse, sei es beim Einkauf, beim Einstieg in die Bahn oder beim Stadtbummel durch die Fußgängerzone.

Doch auch in der Arbeitswelt ist Inklusion wichtig, damit Menschen mit Behinderung ein möglichst selbstständiges und unabhängiges Leben führen können.

Genau das war auch Marco Restifos Ziel, als er sich vor einigen Jahren um einen „echten“ Job bei der Oskar-Frech-GmbH bemühte. „Ich wollte eine eigene Wohnung, meine Miete bezahlen können“, sagt er. Denn wer kein festes Einkommen hat, ist immer von Dritten abhängig.

Vor seiner Zeit bei der Oskar-Frech-GmbH arbeitete der Plüderhäuser in den Remstal-Werkstätten für Behinderte in Waiblingen. Dort war er unter anderem in der „Gruppe Recycling“ für das Auseinanderbauen von Fernsehern, Sägen und vielen anderen Geräten zuständig. „Das hat so Spaß gemacht.“

Nachdem ihm eine Mitarbeiterin der Remstal-Werkstätten vermittelt hatte, begann Marco Restifo im November 2018 ein Praktikum bei Oskar Frech. Eine Stelle in der Metallarbeit konnte der Betrieb ihm nicht bieten. Denn wie die Personalchefin Monika Hauger erklärt, kann das Unternehmen im Metallbereich nur Fachpersonal anstellen. Deshalb sind weitere Inklusivstellen beim Unternehmen nur schwer denkbar, der Spezialisierungsgrad ist enorm hoch.

Ein Kollege begleitet ihn jeden Tag

Doch bei den Hausmeister- und Gärtnerarbeiten konnte die Oskar-Frech-GmbH Marco Restifo eine inklusive Arbeitsstelle anbieten. Seitdem geht er dort den klassischen, für den Betrieb sehr wichtigen „Facility-Tätigkeiten“ nach. „Ich leere die Mülleimer, schneide die Hecke, fülle Getränke auf. Besonders gerne fahre ich auf dem Aufsitzrasenmäher“, berichtet er stolz.

Zur inklusiven Stelle gehört auch, dass ihm immer ein betreuender Kollege hilft und bei Problemen unterstützen kann. „Es muss immer jemand da sein für ihn. Das funktioniert gut“, sagt Monika Hauger. Denn manche Barrieren lassen sich mit Unterstützung deutlich leichter überwinden.

Der Job macht glücklich und vor allem unabhängig

Und konnte sich Marco Restifo durch seinen Job den Traum von der eigenen Wohnung und der Unabhängigkeit erfüllen? Ja! Denn seit einiger Zeit lebt er zusammen mit seiner Freundin in Plüderhausen - die inklusive Stelle macht es möglich.

Auch deshalb macht ihm sein Job großen Spaß. „Es macht mich glücklich“, sagt Marco Restifo mit einem breiten Grinsen. Erst mal möchte er jedenfalls weiter in Weiler arbeiten. Trotzdem könnte er sich vorstellen, irgendwann auch einen anderen Job zu machen.

Rasenmähen, Grünflächen pflegen oder Getränkeautomaten auffüllen. All das meistert Marco Restifo gemeinsam mit einem Hausmeisterkollegen bei der Oskar-Frech-GmbH in Weiler. Trotzdem ist er kein Angestellter wie jeder andere. Denn Marco Restifo hat seit seiner Kindheit eine geistige Behinderung und arbeitet seit 2018 an einem sogenannten inklusiven Arbeitsplatz. Wie sieht sein Arbeitsalltag aus und welche besonderen Herausforderungen stellen sich dem jungen Mann aus Plüderhausen?

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