Schorndorf

Kein Durchkommen: Hegelstraße in Schorndorf ist zugeparkt

Hegelstrasseparken
Eine enge Straße mit vielen parkenden Autos: Das ist die Hegelstraße. © Gaby Schneider

Schmale Straßen mit vielen parkenden Autos: In der Hegelstraße und den umliegenden Straßen gibt es manchmal fast kein Durchkommen. Vor allem wenn Fahrzeuge gegenüber Garagenzufahrten parken, kommt es immer wieder zu Problemen beim Rein- und Rausfahren. Reichlich festgefahren hatte sich vor kurzem bei diesem Thema auch der Verkehrsbeirat, der irgendwann nicht nur über verkehrsordnende Maßnahmen, sondern seine eigene Zuständigkeit debattierte. „Wir sehen die Probleme in der Hegelstraße vor allem mit Blick auf die Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge“, sagte zu Anfang Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich. „Die Drehleiter muss durchpassen, aber es ist sehr eng.“ Aus diesem Grund soll eine gebietsübergreifende Parkzone eingerichtet werden. Damit soll kurzes Parken zum Be- und Entladen vor den Häusern weiterhin möglich sein. Wer länger parkt, muss sich indes auf die ausgewiesenen Parkbereiche beschränken. Autos außerhalb von markierten Flächen stehen automatisch im eingeschränkten Halteverbot.

Ärger bei Kirsten Katz

Schon jetzt ist die Straße eng und vollgeparkt - dass das Problem in Zukunft noch zunehmen wird, davon ist nicht nur CDU-Rat und Fahrlehrer Thomas Schaal überzeugt. „Es wird noch viel schlimmer, wenn das neue Wohngebiet „Obere Straßenäcker“ kommt“, sagte er. Viele Autofahrer steuern über die Hegelstraße jeden Tag den TÜV an, zudem sollen in der Straße auch noch ein Boardinghouse und ein Kindergarten gebaut werden - weiterer Verkehr ist also programmiert. Eine ganz einfache, aber aus Schaals Sicht höchst effektive Lösung hatte er schon wiederholt – und wiederholt erfolglos – vorgeschlagen: Mit gelber Farbe sollten an der Kurve zum TÜV Zickzacklinien auf die Fahrbahn gemalt werden, um die Autofahrer vom verbotenen Parken abzuhalten. Er ist überzeugt: „Das ist eine Kleinigkeit mit großer Wirkung.“ Doch aus Sicht von Erstem Bürgermeister Hemmerich ist es keine Lösung: „Geschwind was malen, das machen wir nicht“, beschied er dem CDU-Rat. Und weiter: Schaal dürfe gerne seine Vorschläge einbringen, entscheiden werde letztlich aber die Verkehrsbehörde. „Die Beratungen dienen zum Nachsteuern“, erklärte Hemmerich dem Beirat. „Die Verkehrsbehörde trifft aber die Anordnung.“ Diese Ansage stieß Kirsten Katz (Grüne) sichtlich sauer auf: „Wenn es nicht verbindlich ist, können wir uns als Gemeinderat die Zeit sparen“, ärgerte sie sich. „Wir sind mit vollem Herzen dabei, und Sie sagen, das interessiert uns nicht. Das ist frustrierend.“ Das sei die rechtliche Situation, erklärte Edgar Hemmerich, beeilte sich aber gleichzeitig, zurückzurudern: „Liebe Frau Katz“, sagte er, „wir sind aber sehr froh über Ihre Anregungen und über die der Anlieger. Die wollen wir natürlich hören.“ Thomas Schaal wiederum hielt Hemmerich entgegen, dass es keineswegs darum gehe, „geschwind was hinzupinseln“. „Das Ding ist zugeparkt“, sagte er. Ein Fakt, den er aus seinem Alltag als Fahrlehrer dort zur Genüge kenne.

Viele zweckentfremdete Garagen

Zur Not der Parkplatzsuchenden kommen die vielen Garagen, die keine Autos beherbergen, sondern zweckentfremdet als Stauräume genutzt werden. Vor Kontrollen, wie sie Kirsten Katz vorschlug, warnte Thorsten Donn, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Baurecht, allerdings: „Wir haben nichts in der Hand“, sagte er. Baurechtlich sei es nicht möglich, flächendeckend zu überprüfen, wer was in seiner Garage gelagert habe. Apropos Kontrollen: Tägliche Kontrollen von Parksündern sind laut Hemmerich mangels Personal nicht möglich. Ein Fakt, den Thomas Schaal ebenfalls schon öfters und vergeblich moniert hat. „Die Leute im Ordnungsdienst sind überfordert“, sagt er. Weil er aber überzeugt ist, dass das Parken nur durch mehr Kontrolle geregelt werden müsste, befürwortet er eine weitere Stelle fürs Parkraummanagement. Das, glaubt er, wäre auch im Sinne der Anwohner. „Es ist zugeparkt. Der Druck muss erhöht werden.“

Schmale Straßen mit vielen parkenden Autos: In der Hegelstraße und den umliegenden Straßen gibt es manchmal fast kein Durchkommen. Vor allem wenn Fahrzeuge gegenüber Garagenzufahrten parken, kommt es immer wieder zu Problemen beim Rein- und Rausfahren. Reichlich festgefahren hatte sich vor kurzem bei diesem Thema auch der Verkehrsbeirat, der irgendwann nicht nur über verkehrsordnende Maßnahmen, sondern seine eigene Zuständigkeit debattierte. „Wir sehen die Probleme in der Hegelstraße vor

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