Schorndorf

Kinderhaus Stöhrerweg: Schorndorfs Kita mit den längsten Fluren eröffnet

Kita Stöhrerweg
Ursprünglich zweigeschossig geplant, präsentiert sich das Kinderhaus am Stöhrerweg jetzt in einer L-Form mit zwei 50 Meter langen Fluren. © ALEXANDRA PALMIZI

Mit der Kita Stöhrerweg wurde am Montag nicht nur das Schorndorfer Kinderhaus Nummer 32 eröffnet, sondern auch das mit den längsten Fluren. Die ersten über und unter Dreijährigen, die den Anfang bei der Eingewöhnung machen, konnten die beiden 50-Meter-Rennstrecken zu ihrem Kindergarteneinstieg bereits testen – und haben sie offenbar für gut befunden. Begeistert von den langen, mit Akustikdecken ausgestatteten und farblich in blau-weiß gestalteten Gängen zeigte sich auch Tim Schopf, SPD-Fraktionsvorsitzender und Leiter des Bewegungskindergartens am Stadion – als Gegenentwurf zu den engen, oft mit den Garderoben zugebauten Fluren in den meisten anderen Kindergärten.

Auch Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der am Abend mit seinen Bürgermeister-Kollegen Edgar Hemmerich und Thorsten Englert, mit Markus Weiß, Fachbereichsleiter Kindertagesstätten, Klaus Konz, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, mit Projektleiter Bernhard Gunesch, Gemeinderäten und den Architekten Oliver Hilt und Diana Dömöcsök von der Stuttgarter Architekturagentur ins neue Kinderhaus gekommen war, stellte zur Begrüßung die passende Quizfrage – nach der Flurlänge.

Top ausgestattet und der Garten vom Landschaftsarchitekten

Doch das neue Kinderhaus auf dem alten Aschenplatz der Rainbrunnenschule am Ende des Stöhrerwegs hat noch mehr zu bieten – für insgesamt 4,96 Millionen Euro: vom Miedelsbacher Kindergartenausstatter Dusyma hochwertig eingerichtete Gruppenräume sowie Funktions- und Bildungsräume passend zum Bewegungs-, Sprach- und Musikschwerpunkt der Kita. Es gibt Schlaf- und Toilettenräume im Mini-Format sowie eine Küche, in der das vom Kindergarten-Caterer Apetito angelieferte Essen tischfertig zubereitet wird. Und der großzügige, von Landschaftsarchitekten gestaltete Garten, auf den alle Gruppenräume ausgerichtet sind, hat Kinderparadies-Potenzial.

Dass auf der 1,5 Hektar großen Fläche in nur zehn Monaten Bauzeit nicht ein mehrstöckiger Kindergarten, sondern einer mit nur einem Geschoss in L-Form entstanden ist, geschah auf Wunsch der Architekten: Sie wollten die große Fläche ausnutzen und mit dem Bau „ein Statement setzen“, wie Oliver Hilt bei der Eröffnung bekannte. Platz bietet das Kinderhaus jetzt für insgesamt 105 Kinder in drei U-3- und drei Ü-3-Gruppen. Gestartet sind Kindergartenleiterin Teresa Idler und ihr 20-köpfiges Team mit fünf über und vier unter Dreijährigen. Bis zu den Sommerferien sollen’s 25 Kinder sein – „und dann wird nach und nach aufgefüllt“, sagt Teresa Idler und freut sich darauf, mit einem neuen Team in einer neuen Einrichtung beginnen zu können.

Ganztagsbetreuung: 40, 45 oder 50 Wochenstunden

Die Krippenkinder werden in festen Gruppen betreut, für die Größeren sieht die Konzeption eine gruppenübergreifende pädagogische Arbeit vor – mit unterschiedlichen Betreuungsformaten: ganztags mit 40, 45 oder 50 Wochenstunden sowie mit verlängerten Öffnungszeiten von 7.30 bis 14.30 Uhr.

Dass die Kita nicht, wie ursprünglich geplant, zum 1. Mai starten konnte, sondern erst zwei Wochen später, erklärt Projektleiter Bernhard Gunesch mit coronabedingtem Personalausfall: Weil es einen Fall in der Firma gab, die den Estrich verlegen sollte, konnte der nicht rechtzeitig eingebaut werden. Schon zu Beginn der Bauarbeiten war es zu coronabedingten Lieferschwierigkeiten und damit zu einer Bauverzögerung von drei Monaten gekommen: Die Module für den in Holzständerbauweise gebauten Kindergarten wurden im zu Beginn der Pandemie stark betroffenen Südtirol gefertigt – von der Rubner Objektbau GmbH aus Bruneck, die die Stadt als Generalunternehmer beauftragt hat.

Info

Wer sich das Kinderhaus im Stöhrerweg von innen anschauen möchte, hat dazu Gelegenheit beim Tag der offenen Tür am Mittwoch, 28. Juli.

Mit der Kita Stöhrerweg wurde am Montag nicht nur das Schorndorfer Kinderhaus Nummer 32 eröffnet, sondern auch das mit den längsten Fluren. Die ersten über und unter Dreijährigen, die den Anfang bei der Eingewöhnung machen, konnten die beiden 50-Meter-Rennstrecken zu ihrem Kindergarteneinstieg bereits testen – und haben sie offenbar für gut befunden. Begeistert von den langen, mit Akustikdecken ausgestatteten und farblich in blau-weiß gestalteten Gängen zeigte sich auch Tim Schopf,

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