Schorndorf

Kleintierzuchtverein Schorndorf feiert Frühlingsfest mit Kleintierschau

Kleintierzuchtverein
Mit Futter angelockt, kommt jedes Huhn daher: Georg Griese kennt sein Federvieh nur zu gut. Das Brahma-Huhn ist ein richtiges Riesenhuhn, wegen seiner stattlichen Erscheinung wird es auch „Der König unter den Hühnern“ genannt. © Gabriel Habermann

Das laute Kikeriki ist schon von weitem zu hören. Ein weiterer Hahnenschrei ertönt aus einer anderen Parzelle. Gegackere folgt wie ein Echo. Es scheint, als wüssten die Hühner des Kleintierzüchtervereins Schorndorf, dass Großes bevorsteht: Nach zwei Jahren wird wieder das traditionelle Frühlingsfest mit Kleintierschau organisiert.

Was bekommen die Hühner für ein Futter? Welches die Kaninchen? Warum gibt es unterschiedlich große Eier und woher weiß man, von welcher Geflügelart sie stammen – all diese Fragen rund um die Kleintierhaltung werden Vereinsvorstand Georg Griese und seine Züchterkollegen am Wochenende wieder beantworten. Endlich wieder! Nach der schmerzlichen Corona-Auszeit wird das Frühlingsfest mit Kleintierschau im Kleintierzuchtverein in der Heinkelstraße am Samstag und Sonntag, 30. April und 1. Mai, gefeiert. „Das ist die Gelegenheit für unsere Besucher, sich über die schönsten Seiten der Kleintierzucht zu informieren, die Vielfalt an Tiergruppen und Tierfamilien der Kaninchen, Geflügel und Tauben kennenzulernen“, sagt Georg Griese, seit 28 Jahren der Vorstand des Vereins.

„Eigentlich fangen wir wieder von null an“

Die Festvorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen, die Getränke- und Grillbude ist aufgestellt. Die Züchter können es kaum erwarten, wieder mit den Besuchern in Kontakt zu treten und ihre Tiere zu zeigen. Schmerzlich und schwer seien die vergangenen zwei Jahre wegen der Pandemie gewesen, erzählt Griese und blickt zu Boden. „Das hat fast zur Spaltung intern geführt, weil man sich nicht treffen konnte.“ Auf vier Ausstellungen musste verzichtet werden, Versammlungen konnten nicht durchgeführt werden. Und als dann wieder Besprechungen stattfinden konnten, seien viele aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht erschienen.

Vieles habe man dann in Videokonferenzen oder in Chats besprochen, so gut es eben ging. „Eigentlich fangen wir jetzt wieder von null an“, sagt Griese.

Erfreulich sei aber eines: Der Verein hat 49 Mitglieder, alle 16 Zuchtparzellen auf der Anlage sind belegt und auch die Jugendgruppe mit 39 Jugendlichen und Kindern ist gut aufgestellt. „Die Nachfrage ist zum Glück da und die Zucht nimmt wieder ihren Aufschwung“, zeigt sich der Vorstand froh.

Der Verein wurde im Jahr 1884 gegründet. 1972 bauten die Vereinsmitglieder aus eigenen Mitteln eine Holzbaracke in der Heinkelstraße. Nach etwa 20 Jahren wurde die Holzbaracke zum jetzigen Vereinsheim umgebaut. Vor 22 Jahren renovierten die Mitglieder das Vereinsheim. „Irgendwas ist immer zu tun“, sagt Griese. Die Mitglieder machen vieles in Eigenleistung, wenn es etwas zu renovieren oder reparieren gibt.

Normalerweise zwei Ausstellungen im Jahr

„Vor Corona haben wir regelmäßig zwei Ausstellungen im Jahr durchgeführt: im Mai eine Werbeschau mit Volieren und Tierfamilien und im November unsere Lokalschau mit vielen Rassen“, berichtet Georg Griese. Rund 110 Kaninchen und etwa 300 Geflügelarten gehören zum Kleintierzüchterverein. Jetzt sei man glücklich, die Werbeschau durchführen zu können: „Die Besucher haben da die Möglichkeit, bei der Wahl des schönsten Tieres als Jury teilzunehmen. Unter allen Teilnehmern werden dann Preise ausgelost.“

Ein besonderer Hingucker neben all den Hasen, Perlhühnern, Enten, Hennen und weiteren Kleintieren wird das Brahma-Huhn sein. Georg Griese steht im Käfig und lockt das Riesenhuhn mit Futter an: „Damit bekommt man sie alle“, lacht er. Das Brahma-Huhn wird wegen seiner stattlichen Erscheinung auch „König unter den Hühnern“ genannt. Auffällig sind der massige Körper, die aufrechte Haltung und der Kamm, ebenso wie die befiederten Läufe. Es soll sogar Hähne geben, die über acht Kilogramm schwer werden.

Tierbabys bei der größten Kaninchenrasse

Ein weiteres Highlight verrät der Vorstand auch noch: Nachwuchs bei den Deutschen Riesen – die größte und schwerste Kaninchenrasse. Die Hasen können eine Länge von gut 72 Zentimetern (Mindestlänge 66 Zentimeter) erreichen und bringen ausgewachsen rund acht Kilogramm auf die Waage. Normalerweise gebe es zwischen fünf und acht kleine Häschen auf einen Wurf. Aber Georg Griese und ein weiterer Züchter haben bei ihren Deutschen Riesen zwölf beziehungsweise zehn Tierbabys mit einem Wurf erhalten - „das ist schon eine Seltenheit“. Vermutlich hat den Kaninchen die Corona-Auszeit gutgetan.

Das laute Kikeriki ist schon von weitem zu hören. Ein weiterer Hahnenschrei ertönt aus einer anderen Parzelle. Gegackere folgt wie ein Echo. Es scheint, als wüssten die Hühner des Kleintierzüchtervereins Schorndorf, dass Großes bevorsteht: Nach zwei Jahren wird wieder das traditionelle Frühlingsfest mit Kleintierschau organisiert.

Was bekommen die Hühner für ein Futter? Welches die Kaninchen? Warum gibt es unterschiedlich große Eier und woher weiß man, von welcher Geflügelart sie

Das Wichtigste aus der Region
  • Abo jederzeit kündbar
  • Ein Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
  • Täglicher Newsletter aus der Redaktion