Schorndorf

Kommentar: Schorndorf ist nicht Köln

Schowo im Ausnahmezustand_0
Ein Polizist im Einsatz bei der SchoWo. © zvw

Eines vorneweg: Nichts von dem, Polizeipräsident Roland Eisele kann sich da bislang nur ganz vage auf Zeugenaussagen berufen, denen noch nachgegangen werden müsse.

Den Wellen, die die Schorndorfer Vorkommnisse bundesweit geschlagen haben, und dem Medieninteresse bei der Pressekonferenz am Montag (17.7.) zum Trotz sei gesagt: Schorndorf ist – bezogen auf die sexuellen Übergriffe – nicht Klein-Köln, und Schorndorf ist – bezogen auf die Krawalle im Schlosspark – nicht Klein-Hamburg. Und Schorndorf befindet sich auch nicht im Ausnahmezustand: Diese Titelzeile hat sich nämlich auch auf die Stimmung und den Besuch der SchoWo am Samstagabend bezogen.

In Schorndorf ist vor allem in der Nacht von Samstag und Sonntag einiges aus dem Ruder gelaufen – teils weil die Eskalation der Gewalt so noch nicht vorgekommen ist und deshalb auch nicht vorhersehbar war, teils, weil die Sicherheitskräfte mangels ausreichendem Personal nicht in der Lage waren, schneller und konsequenter zu reagieren. Da muss für die Zukunft ganz sicher einiges auf- und manches nachgearbeitet werden – in enger Kooperation mit der Stadt und mit der VG, deren ansonsten bestens organisiertes Stadtfest durch solche Vorfälle natürlich gehörig in Misskredit gerät. Was dann auch auf die Besucherzahlen und die Stimmung durchschlägt.

Es ist nicht nur das berühmte Pfeifen im Walde, fröhlich, liebenswert und immer einen Besuch wert.

(Foto: Hans Pöschko, Quelle: Bernhardt/ZVW)