Schorndorf

Kostenlose Übernachtung mit Öffi-Ticket in der Alpenrosenhütte des DAV Schorndorf

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Hans Hutt. © Ralph Steinemann Pressefoto
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Alpenrosenhütte
Die Alpenrosenhütte der DAV-Sektion Schorndorf in den Kitzbüheler Alpen. © privat

„Freie Nacht fürs Klima“ - Unter diesem Namen startet der Deutsche Alpenverein (DAV) eine Aktion für alle seine Mitglieder. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, statt mit dem Auto, in die Berge reist, kann eine Nacht lang kostenlos in Hütten des DAV übernachten. Auch die Sektion Schorndorf beteiligt sich an der Aktion und will ihre Mitglieder dazu bewegen, emissionsarm in die Alpen zu reisen.

DAV finanziert die Aktion aus einem Klima-Fonds

„Die Alpenrosenhütte ist unser Schmuckstück“, sagt Hans Hutt, Schatzmeister der DAV-Sektion Schorndorf, stolz. Die auf 1555 Metern hoch gelegene Hütte wurde 2016 abgerissen und vom Schorndorfer DAV neu gebaut. Seitdem hat die Sektion Schorndorf die Hütte, in der es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt, an einen Wirt verpachtet. Sie liegt inmitten des berühmten Skigebiets „Wilder Kaiser“ im Brixental und wird auch im Sommer betrieben. Hans Hutt betont aber, dass die Hütte nicht primär als Gaststätte dient, sondern als klassische Schutzhütte für Wanderer.

Nun beteiligt sich die Schorndorfer Sektion mit ihrer Hütte, neben knapp 60 weiteren, an „Freie Nacht fürs Klima“. „Wer mit der Bahn oder sogar mit Bussen kommt, darf eine Nacht kostenlos übernachten“, erklärt Hans Hutt. Die Aktion richtet sich allerdings nur an DAV-Mitglieder und wird aus einem Klimafonds heraus finanziert. Denn jedes Mitglied, erklärt der Schatzmeister, zahlt im Jahr einen Euro in den besagten Fonds ein. Vorläufig gilt die Aktion bis zum Ende des Jahres, eine Verlängerung hält sich der Hauptverein derzeit offen.

Der DAV will seine Mitglieder mit der Aktion offensichtlich dazu ermutigen, nicht wie üblich mit dem Auto in die österreichischen Berge zu fahren. „Das ist gut fürs Klima und spart Geld.“ Doch wie viel?

Hans Hutt erklärt: Eine Übernachtung kostet für erwachsene Mitglieder 16 Euro im Vierbettzimmer, im Acht-Bett-Lager 14 Euro. Die Zweibettzimmer sind von der Aktion ausgenommen. Auch das Frühstück oder die Halbpension muss jeder selbst bezahlen.

Mit dem Auto braucht man beinahe genauso lang

Schon bald wird Hans Hutt, gemeinsam mit zwei weiteren DAV-Mitgliedern, selbst ausprobieren, wie gut es sich mit dem Zug in die Kitzbüheler Alpen reist. Zu dritt zahlen sie für die Strecke jeweils 170 Euro. Sie brauchen, wenn die Züge alle nach Plan fahren, gute fünf Stunden vom Bahnhof in Schorndorf bis nach Österreich. „Mit dem Auto sind es Minimum viereinhalb Stunden“, sagt Hans Hutt. Den beinahe unvermeidlichen Ferienstau im Grenzgebiet mit eingerechnet spart man mit dem Auto also nicht einmal Zeit.

Was Hans Hutt allerdings überhaupt nicht empfehlen würde, ist, mit dem Neun-Euro-Ticket in Richtung österreichische Grenze zu tuckern. „Da ist man ja einen ganzen Tag lang unterwegs, das funktioniert auf dieser Strecke nicht.“ Außerdem gelte das Ticket ohnehin nur noch wenige Wochen.

„Freie Nacht fürs Klima“ - Unter diesem Namen startet der Deutsche Alpenverein (DAV) eine Aktion für alle seine Mitglieder. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, statt mit dem Auto, in die Berge reist, kann eine Nacht lang kostenlos in Hütten des DAV übernachten. Auch die Sektion Schorndorf beteiligt sich an der Aktion und will ihre Mitglieder dazu bewegen, emissionsarm in die Alpen zu reisen.

DAV finanziert die Aktion aus einem Klima-Fonds

„Die Alpenrosenhütte ist unser

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